Sagt die Wissenschaft die Wahrheit?
Im aktuellen Philosophischen Podcast geht es um Nancy Cartwright, eine englische Philosophin, die ein Buch darüber geschrieben hat, wie die Gesetze der Naturwissenschaften lügen. (weiterlesen …)
Im aktuellen Philosophischen Podcast geht es um Nancy Cartwright, eine englische Philosophin, die ein Buch darüber geschrieben hat, wie die Gesetze der Naturwissenschaften lügen. (weiterlesen …)
In seinem Buch “Genetics and Education“ (London, 1972) schrieb A.R. Jensen, Intelligenz sei, per Definition, genau das, was Intelligenztests messen. James R. Flynn bemerkt in “What is Intelligence” (Cambridge, 2007) dazu völlig richtig, dass wir, wenn Jensen damit Recht hätte, niemals unsere Tests verbessern könnten: Jeder neue Test würde irgendetwas messen, nur nicht Intelligenz.
Flynn ist allerdings ebenfalls der Ansicht, dass Intelligenz etwas ist, was man durch Intelligenztests messen kann. Wenn dem so ist, dann stehen wir allerdings vor einem Paradoxon: Die IQ-Tests, die in den letzten rund 60 Jahren durchgeführt wurden, zeigen einen stetigen Anstieg in den Leistungen der getesteten Personen. Werden wir also immer intelligenter? (weiterlesen …)
Was heißt es, wenn wir sagen, etwas sei „schön“, „anmutig“ oder „kraftvoll“? Und kann man den ästhetischen Blick lernen? (weiterlesen …)
Die Standpunkte von Steven Rose auf der einen und Stephen Ceci und Wendy M. Williams auf der anderen Seite (nature 457, Seite 786-789, 12.02.2009) können nicht weiter auseinander liegen. Während Rose, emeritierter britischer Neurowissenschaftler jede Forschung über Zusammenhänge von Rasse und Intelligenz klar ablehnt, sind die beiden amerikanischen Wissenschaftler Ceci und Williams der Meinung, dass jede Einschränkung in dieser Frage eine Art Stalinismus in den Wissenschaften.
Beide Seiten tragen plausible Argumente vor, und das deutet schon darauf hin, dass die Wahrheit zwar nicht in der Mitte liegt, aber in einer Synthese beider Ansichten zu suchen ist. (weiterlesen …)
Kant war in seiner „Kritik der Urteilskraft“ der Meinung, die Erhabenheit der Natur, die wir empfinden, rührt von einem Wechselspiel zwischen einem Grund, sich zu fürchten, und der gleichzeitig gefühlten Sicherheit gegenüber dem, was wir erhaben nennen, her. Schroffe Gebirgsketten z.B. empfinden wir als erhaben weil wir wissen, dass wir ihrer Gewalt unterlegen sind, aber das nur, wenn wir uns gleichzeitig in einem sicheren Abstand von ihnen wissen. Wären wir den Naturbedingungen unmittelbar ausgesetzt, könnten wir die Erhabenheit kaum empfinden.
Nun war Kant ein Mensch, der Königsberg nie verlassen hat und im Träume wohl nicht auf die Idee gekommen wäre, auf Bergeshöhen zu klettern um zu prüfen, ob sich dort, auf dem Gipfel, nicht doch ein Gefühl von Erhabenheit einstellen würde. Überhaupt ist ja das Besteigen hoher Berge in menschenfeindlichen Gegenden eine ziemlich neue Erfindung, erst vor rund 150 Jahren fand man Gefallen daran. Seitdem weiß man, dass dieses merkwürdige Gefühl, dieses Erschaudern vor dem Anblick der gewaltigen Natur, die man in diesem Moment erhaben nennt, auch im Moment der Gefahr möglich ist. (weiterlesen …)
Im philosophischen Podcast geht es heute um einen der ältesten philosophischen Texte überhaupt – wie es sich für einen wirklich philosophischen Text gehört, ist er nicht nur immer noch interessant zu lesen, sondern noch immer aktuell.
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Paläo-Klimatologie, das ist eine wissenschaftliche Disziplin, die herausfinden will, wie das Wetter vor der Zeit der Thermometer, vor allen schriftlichen Aufzeichnungen über Schnee, Stürme und Fluten, vor dem ersten Eingreifen des Menschen ins Erdsystem überhaupt war. Das ist ein Erkenntnisziel, das weniger irrelevant für uns im Hier und Jetzt ist, als man zunächst glauben will. Schließlich erfährt man auf diese Weise, welche Variabilität die atmosphärischen Prozesse auf der Erde überhaupt haben können, welche Klimaschwankungen Lebewesen verkraften und an welchen sie zugrunde gehen.
Aber wie ermittelt man, was für ein Wetter in irgendeiner Region der Welt lange vor Beginn der Wetteraufzeichnungen, lange vor Satellitenbildern und dichtem Wettermessnetz geherrscht haben?
Es ist eine wahrhaft interdisziplinäre Aufgabe, und wer das Bedürfnis hat, zugleich Physiker, Mathematiker, Biologe und Chemiker zu sein, der sollte Paläo-Klimatologe werden und sonst nichts. Das jüngste Beispiel einer solchen interdisziplinären Arbeit liefern kanadische und amerikanische Wissenschaftler in nature vom 05.02.2009 (Band 457, Seite 715-717, online nicht verfügbar). (weiterlesen …)
Heute geht es im Philosophischen PodCast um Ludwig Wittgenstein und damit um die Frage, ob wir alle Begriffe klar definieren können,und ob alle philosophischen Probleme letztlich nur sprachliche Probleme sind.
Allen, die mir zu meinem ersten PodCast so hilfreiche Hinweise gegeben haben, noch einmal herzlichen Dank. Auch wenn noch nicht alles perfekt ist, hoffe ich, dass ihr merkt, dass ich mir die Ratschläge zu Herzen genommen habe. (weiterlesen …)
Diesen und weitere zwei Stunden Podcasts gibt es auf dem Merchandizing-USB-Stick dieses Blogs.