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Jörg Friedrich


Archive for the ‘Philosophie’

Paul Feyerabend und der wissenschaftliche Realismus

Mai 14, 2009 By: Jörg Category: Philosophie | 5 Comments →

Paul Feyerabend war der „Anarchist“ unter den Wissenschaftsphilosophen. „Alles geht!“ meinte er in seinem bekanntesten Werk „Wider den Methodenzwang“. Aber um zu dieser These zu kommen hat er es sich nicht leicht gemacht, wie seine Arbeiten zum Wissenschftlichen Realismus zeigen.

Link: Paul Feyerabend

Wahrheit und Bedeutung

Mai 03, 2009 By: Jörg Category: Philosophie | 8 Comments →

Die Bedeutung von Sätzen wie „Es regnet.“ hat man verstanden wenn man weiß, was draußen los sein muss, damit der Satz wahr ist. Mit einem Satz wie „Der König steht auf dem Blatt“ ist es aber nicht ganz so einfach… (mehr…)

Bei ScienceBlogs: Inflation contra Ekpyrosis

April 30, 2009 By: Jörg Category: Philosophie | No Comments →

Eric Hand beschreibt in seinem News Feature „The Test of Inflation“ (nature 458, 16 April 2009, pp 820-824) die spannende Geschichte der Entwicklung der Big-Bang-Theorie und der Anstrengungen, empirische Evidenz zu finden für die Idee der „Inflation“, also der Annahme, dass das Universum kurz nach dem Urknall erst sehr schnell expandiert ist, dann seine Ausdehnung abgebremst hat und nun nur noch mit einer geringen Rate weiter expandiert.

Am Rande stellt Hand die konkurrierende Theorie der Ekpyrosis vor. Nach dieser ist der Big Bang nicht der Beginn des Universums überhaupt, sondern die Kollision zweier dreidimensionaler Universen innerhalb eines zehndimensionalen Raumes. In diesem Raum pendeln die dreidimensionalen Universen hin und her wie „Wäschestücke an Wäscheleinen“ und stoßen alle paar trillionen Jahre zusammen.
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Für eine Theorie der empirischen Forschung

April 08, 2009 By: Jörg Category: Philosophie | No Comments →

Die wissenschaftstheoretische Diskussion hat sich lange Zeit auf das Problem der Rechtfertigung wissenschaftlicher Theorien konzentriert. Wissenschaftliche Theoriebildung sowie deren Bestätigung, Weiterentwicklung oder Widerlegung stand im 20. Jahrhundert deutlich im Zentrum des Interesses der Philosophen, die sich mit den Problemen der Wissenschaften beschäftigt haben. Über lange Zeit schien es so, als ob Wissenschaft im Wesentlichen eben aus diesen Tätigkeiten der Theoriebildung sowie deren Prüfung bestehen würde.

Ian Hacking hat diese Sicht zu Beginn der 1980er Jahre einer tiefgreifenden Kritik unterzogen. Der darstellenden Tätigkeit des Theoretikers hat er das gleichberechtigte Eingreifen des Experimentators zur Seite gestellt und gezeigt, dass dessen Tätigkeit zum einen nicht, wie Karl Popper meinte, dem Theoretiker nachgeordnet ist und dass zum anderen der Experimentator über weite Strecken ohne eine Theorie dessen, was er im Experiment veranlasst und beobachtet, auskommt.

Weiterlesen bei Philosophieblog.de

Das Politische jenseits der Politik

April 06, 2009 By: Jörg Category: Gesellschaft, Philosophie | 3 Comments →

Politik im engeren Sinne, das sind die Handlungen der Regierungen und Parlamente, das ist Gesetzgebung und internationale Diplomatie. Aber auch außerhalb dieser Sphäre wird Handeln oft als politisch bezeichnet. Dabei ist nicht gemeint, dass Entscheidungsträger der Politik auch in anderen Bereichen wie der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Kultur tätig werden, also Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturpolitik betreiben. Es ist ein bestimmtes Verhalten der Akteure innerhalb des jeweiligen Systems, welches wir als „politisches“ charakterisieren.

Von solchem politischen Verhalten sprechen wir z.B.

  • wenn Positionen und Ämter nach anderen Kriterien als nach fachlicher oder personeller Eignung vergeben werden, aber auch persönliche Beziehungen und „Seilschaften“ keine unmittelbare Rolle spielen,
  • wenn langfristige Kooperationsvereinbarungen getroffen werden, deren unmittelbarer Nutzen nach den üblichen Kriterien nicht ersichtlich ist,
  • wenn Gemeinsamkeiten innerhalb einer Gruppe und Unterschiede zu anderen Gruppen betont werden ohne dass diese im Einzelfall nachweisbar sind oder ihre Relevanz für die Lösung der anstehenden Probleme klar erkennbar ist.

Was ist das Gemeinsame an diesen Handlungen und was ist an ihnen das spezifisch Politische? (mehr…)

Warum Wissenschaft mehr zählt als Erfahrung

April 02, 2009 By: Jörg Category: Philosophie | 3 Comments →

Schon Aristoteles stellte sich die Frage, warum der Wissenschaftler höher angesehen ist als Erfahrung, obwohl doch, wie auch schon der alte Grieche wusste, die Erfahrenen in der Praxis oft erfolgreicher sind als die Wissenschaftler.

Link: Aristoteles: Weisheit und Erfahrung

Donald Davidson: Drei Spielarten des Wissens

März 26, 2009 By: Jörg Category: Philosophie | No Comments →

Donald Davidson versucht die Frage „Was kann ich wissen“ neu zu beantworten und er bezieht dabei das Wissen über meine eigenen Überzeugungen, das Wissen über die Außenwelt und das Wissen über die Überzeugungen der anderen wechselseitig aufeinander beziehen. (mehr…)

Carl Schmitt und der Begriff des Politischen

März 19, 2009 By: Jörg Category: Philosophie | 2 Comments →

Politiker unterlassen, was wir von ihnen erwarten, oder sie mischen sich in Dinge ein, von denen sie lieber die Finger lassen sollten. Aber was ist eigentlich das Politische? Was unterschedet es vom Ökonomischen, vom Kulturellen, vom Ethischen und vom Religiösen? Carl Schmitt hat schon 1932 dazu einen interessanten Text geschrieben. Um diesen Text geht es im aktuellen philosophischen Podcast.

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Sagt die Wissenschaft die Wahrheit?

März 10, 2009 By: Jörg Category: Philosophie | 14 Comments →

Im aktuellen Philosophischen Podcast geht es um Nancy Cartwright, eine englische Philosophin, die ein Buch darüber geschrieben hat, wie die Gesetze der Naturwissenschaften lügen. (mehr…)

Werden wir immer intelligenter?

März 06, 2009 By: Jörg Category: Philosophie | 8 Comments →

In seinem Buch “Genetics and Education“ (London, 1972) schrieb A.R. Jensen, Intelligenz sei, per Definition, genau das, was Intelligenztests messen. James R. Flynn bemerkt in “What is Intelligence” (Cambridge, 2007) dazu völlig richtig, dass wir, wenn Jensen damit Recht hätte, niemals unsere Tests verbessern könnten: Jeder neue Test würde irgendetwas messen, nur nicht Intelligenz.

 

Flynn ist allerdings ebenfalls der Ansicht, dass Intelligenz etwas ist, was man durch Intelligenztests messen kann. Wenn dem so ist, dann stehen wir allerdings vor einem Paradoxon: Die IQ-Tests, die in den letzten rund 60 Jahren durchgeführt wurden, zeigen einen stetigen Anstieg in den Leistungen der getesteten Personen. Werden wir also immer intelligenter?

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