Werden wir immer intelligenter?
In seinem Buch “Genetics and Education“ (London, 1972) schrieb A.R. Jensen, Intelligenz sei, per Definition, genau das, was Intelligenztests messen. James R. Flynn bemerkt in “What is Intelligence” (Cambridge, 2007) dazu völlig richtig, dass wir, wenn Jensen damit Recht hätte, niemals unsere Tests verbessern könnten: Jeder neue Test würde irgendetwas messen, nur nicht Intelligenz.
Flynn ist allerdings ebenfalls der Ansicht, dass Intelligenz etwas ist, was man durch Intelligenztests messen kann. Wenn dem so ist, dann stehen wir allerdings vor einem Paradoxon: Die IQ-Tests, die in den letzten rund 60 Jahren durchgeführt wurden, zeigen einen stetigen Anstieg in den Leistungen der getesteten Personen. Werden wir also immer intelligenter?


