Google weiß, wo die Grippe ist
Was tun Menschen, die sich erkältet haben, und die sich Sorgen machen, vielleicht eine richtige schwere Grippe zu haben? Früher wären sie vielleicht gleich zum Arzt gegangen, heute setzen sie sich an den PC, öffnen Google und geben in das Suchfenster so Begriffe ein wie „Grippe Erste Anzeichen“ oder „Symptome Grippe“ oder „Grippe Fieber Kopfschmerz“.
Wenn man solche Suchanfragen auswertet, dann kann man schneller als mit jeder herkömmlichen Methode feststellen, wo und wie schnell sich eine Grippe-Epidemie ausbreitet. Zu diesem Ergebnis kamen Googles Wissenschaftler und berichteten darüber in der letzten Ausgabe von nature (457, Seite 1012ff, 19.02.2009)
Bisher erfolgte das Reporting des Grippe-Status über Berichte der Hausärzte – mit einer Verzögerung von ein bis zwei Wochen. In Gegenden mit guter Internet-Versorgung kann täglich ein aktueller Staus-Bericht erzeugt werden. Bei Google kann man das unter www.google.org/flutrends verfolgen.
Was für die Grippe gilt, trifft natürlich auch für viele andere Dinge zu. Theoretisch weiß Google genau darüber Bescheid, was die Menschen interessiert, und jeder Blogger, der die Google-Suchanfragen, die er in seinen Blog-Protokollen findet, ansieht, weiß das. Die politischen und kommerziellen Konsequenzen dieser Möglichkeiten sind enorm.
Und was für Google gilt, gilt natürlich für viele andere Tools ebenso. Was die Menschen bewegt, danach suchen sie nicht nur im Netz, darüber schreiben sie in Blogs, darüber diskutieren sie bei Facebook und Twitter.
Man muss nur zuhören können.
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am 2. März 2009 um 12:16
Es ist schön, dass Google über die Epedemie bescheid weiss.
am 2. März 2009 um 16:39
Danke für den Wink