Reiseruf
Die braunen Tulpenblätter fallen wieder
In hohes Gras, und dichter wird das Laub.
Auf trocknes Holz legt sich der Blütenstaub,
Vor dunklen Sträuchern steht schon weißer Flieder.
Bald werden sie zu einer grünen Mauer,
Dann wird die Hitze überm Garten stehn.
Die Farben werden kommen, werden gehn,
Die schönen Stunden sind von kurzer Dauer.
Soll ich nun all das noch einmal bestaunen,
Auch dieses Jahr so wie im Jahr zuvor.
Und soll ich noch einmal der Dinge harren,
Schon lange lockt mich dieses leisen Raunen,
Ruft mich hinaus, zur Straße, vor das Tor,
Zum Aufbruch in das fremde Land der Narren.


