Mit scharfen Fäden schleift der Schnee die Wände
Und stürzt dann kraftlos in das Labyrinth.
Bizarrer Schaum wächst am gebrochnen Ende,
Durch den das Eis – zu Staub zermahlen – rinnt.
Schon Wochen nur vernarbtes Land gesehen
Und durch Geröll getaumelt tagelang.
Du hieltest mich, ich stützte dich beim Gehen
Bis uns die Dunkelheit zur Ruhe zwang.
In morsches Eis grub ich mit schwachen Schlägen
So tief, dass es genügte für die Nacht.
Auf blankem Grund, so dass wir sicher lägen,
Hab ich die klammen Kleider festgemacht.
Wir lagen schlaflos. Atem wehte sachte
Von dir zu mir, von mir zu dir zurück,
Wie wärmende Gezeiten und ich wachte
Noch Stunden später, regte mich kein Stück.
Das Wasser tropfte tickend von den Seite.
Es zeichnete ins Eis ein Ornament.
Hier gab es keine Enge, keine Weite
Statt Dauer nur den endlosen Moment.
Am Morgen griff der Sturm uns in die Jacken.
Ich wollte bleiben, dich zog es ins Tal.
Ich lag noch lange, sah dir zu beim Packen.
Und folgte schließlich, hatte keine Wahl.