Jörg Friedrich


Archive for Juni, 2008

Unser Stellvertreter Irland

Juni 16, 2008 By: Jörg Category: Gesellschaft | 4 Comments →

Jedes Nachdenken über die Konsequenzen der irischen Ablehnung des neuen EU-Vertrages muss mit Vermutung beginnen, dass die Iren mit ihrer Verweigerung nicht alleine stehen dürften – der Unterschied zwischen der Bewohnern der grünen Insel und den übrigen Europäern dürfte wohl weniger darin bestehen, dass die Stout-Trinker größere Europafeinde sind als die Wein- und Pils-Liebhaber auf dem Kontinent – sondern dass sie im Gegensatz zu uns gefragt wurden, während wir unsere Meinungen über das Vertragswerk nicht unmittelbar in eine politische Entscheidung ummünzen können. (weiterlesen …)

Ein Artikel, vom Weg abgekommen

Juni 12, 2008 By: Jörg Category: Privates | 4 Comments →

Einfach soll jede Theorie sein, sagen die Wissenschaftler, ohne zu vereinfachen. Es gibt offenbar zwei Varianten von „einfach“, die man gut unterscheiden muss, wenn man die Werke der Forscher betrachtet, es gibt einen feinen Unterschied in der Bedeutung des Adjektivs, den man auch dem Substantiv nur in einem Buchstaben ansieht: „Einfachkeit“ gegen „Einfachheit“.

An dieser Stelle gerate ich überraschend ins Stocken, da das Textprogramm, mit dem ich diesen Text schreibe, das Wort „Einfachkeit“ nicht kennt. (weiterlesen …)

Tschingis Aitmatov ist tot

Juni 11, 2008 By: Jörg Category: Kultur | 1 Comment →

Nun sprechen wieder alle über Djamila, die Erzählung, die ein anderer Schriftsteller einmal „eine der schönsten Liebesgeschichten der Welt“ genannt hat. Dabei ist diese Erzählung, auch wenn sie der jungen Aitmatov weltberühmt gemacht haben mag, ein ganz untypisches Werk für den Kirgisen, eher eine Ausnahme in seinem Schaffen.
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Sie hat „Yes, We Can!“ gesagt

Juni 09, 2008 By: Jörg Category: Gesellschaft | 1 Comment →

Hillary Clinton hat eine halbe Stunde gesprochen, aber eigentlich hätten 3 Worte gereicht, um ihre Botschaft zu übermitteln. Diese Worte vielen nach 13 Minuten und 50 Sekunden: „Yes, We Can!“. Indem sie den Kampfruf von Barak Obama aufnahm und sich zu eigen machte, hat sie wahrscheinlich das wichtigste getan, was sie für den Sieg der Demokraten bei der Präsidentenwahl im November tun konnte.
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Das Blaue vom Himmel

Juni 05, 2008 By: Jörg Category: Philosophie | 2 Comments →

Der Himmel ist blau. Ein Satz über den ich, an sonnigen Tagen, mit fast jedem schnell Einigkeit erziele, egal, ob ich mit gelangweilten Intellektuellen oder mit gestressten Müttern, mit spielenden Kindern oder mit herumsitzenden Alten spreche. Nur Philosophinnen und Physiker könnten, auf grünen Wiesen liegend und nach oben blinzelnd, ins Grübeln und zum Zweifeln zu kommen.
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Der Milch-Markt macht’s

Juni 04, 2008 By: Jörg Category: Gesellschaft | 5 Comments →

Wenn Milchbauern in Gummistiefeln und blauen Latzhosen mit ihren Traktoren vor Molkereien und Supermarkt-Filialen demonstrieren, sind die Sympathien schnell verteilt. Fast jeder hat Verständnis für die hart arbeitenden Landwirte und solidarisiert sich mit ihnen gegen Großbetriebe und Konzerne, die den armen Bauern zu wenig für die gute Milch bezahlen.
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Sind Zahlen wirklich?

Juni 03, 2008 By: Jörg Category: Philosophie | 7 Comments →

3. Oder: Drei. Oder: III

Ist das, was ich da oben hingeschrieben habe, eine „Drei“, vielleicht sogar „Die Drei“? Oder ist es nur ein Zeichen, ein Wort, das für „die Drei“ sozusagen stellvertretend steht? Oder ist es noch weniger als das, ist es nur eine Ansammlung von schwarzen Pixeln auf hellem Grund, oder noch etwas anderes. Aber was wäre dann die drei, wo oder wie existiert sie?
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