Alexandra Neldel ist unschuldig
Ich wusste gar nicht, was ich tat, als ich gestern mit einem Auge hinüber sah zum Fernseher, auf dem bei Pro7 Alexandra Neldel unschuldig verurteilte Menschen vor dem Gefängnis rettete, indem sie das tat, was nach Meinung der Drehbuchautoren die Polizei nicht tut: recherchieren, Spuren verfolgen, nachhaken.
Es lag sicherlich an meiner Unaufmerksamkeit, dass ich bis zum Schluss nicht begriff, warum der Mann seine Frau überhaupt ermordet haben soll und warum er es dann am Schluss doch nicht war. Das alles war so konstruiert, dass bei mir keine Spannung aufkam. Aber die Schauspielerin Alexandra Neldel war daran unschuldig, sie tat, was zu tun war, um den Zuschauer bei Laune zu halten: Sie eilte, hetzte, fragte, schaute grimmig, entschlossen, verbittert.
An ihr lag es nicht, dass ich die neue Serie zum ersten, aber auch zum letzten Mal gesehen habe.
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am 25. April 2008 um 12:12
Ein Motiv wurde schon präsentiert, denn die beiden hatten sich gestritten und seine Frau war ne Weile vorher fremdgegangen.
Geübten Krimiguckern war natürlich schon zu Beginn klar, dass der Zimmertausch ein entscheidendes Indiz sein würde…
Naja, keine Sendung die man gesehen haben muss, aber im Vergleich zu vielen anderen Neuerscheinungen doch eine gewisse Qualität, wenn sie nicht nachlassen.
am 25. April 2008 um 12:23
Das was in Krimis so als Motiv präsentiert wird, wäre ja auch noch eine gesonderte Betrachtung wert. Wenn normale Menschen wirklich zu Mördern würden, weil sie sich streiten oder jemand fremdgeht, hätten wir ein echtes Bevölkerungsproblem.