Jörg Friedrich


Fiona Erdmann und Gabriele Pauli

17. April 2008 Kategorie: Gesellschaft |

Fiona Erdmann, 19jähriges Beinahe-Top-Model und Gabriele Pauli, Landrätin in Bayern, haben etwas gemeinsam: die Überzeugung, dass Fototermine mit Männermagazinen ein geeignetes Mittel für die Karriereplanung sind. Während die eine deshalb im aktuellen Playboy mit erotischen Nacktfotos zu sehen ist, machte die andere vor wenigen Monaten ebenso erotische Aufnahmen für die Zeitschrift Park Avenue, auch wenn sie nicht nackt sondern mit enger Latex-Kleidung umhüllt war.

Sollte man als Mann da neidisch werden? Wurde je ein junger Mann bei Emma zum Foto-Shooting geladen, hat man schon einmal gehört, dass Roland Koch angeboten wurde, Fotos in Figurbetonter Kleidung in der Brigitte oder bei Frau im Spiegel zu platzieren?
Für Männer gibt es nicht mal Top-Model-Shows, und Heidi Klum hat es bekanntlich auch abgeleht, über so eine Idee überhaupt nachzudenken. Sind wir Männer im Nachteil, weil uns die „Waffen einer Frau“ nicht zur Verfügung stehen?

Man sollte nicht vorschnell urteilen, dass die Aktionen des Fast-Models und der Noch-Politikerin nur ein ohnmächtiges Aufbegehren in der Männerwelt sind. Experimente mit der Kleidung und der Mode, Aufmersamkeits-Kampagnen mit Äußerlichkeiten – das können und das erlauben sich nur selbstbewusste Frauen, wie auch Frau Merkel kürzlich bewies. Solche Ereignisse können unsere Gesellschaft verändern, die Spielregeln durcheinander bringen – und warum sollten sie das auch nicht, sie wird davon nicht schlechter, vielleicht sogar etwas spannender und abwechslungsreicher.


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2 Kommentare to “ Fiona Erdmann und Gabriele Pauli ”

  1. # 1 Vogel schreibt:

    Wat iss denn nu dat „schweinischere“ Teil: Testosteron? Östrogen? Der grüne Mond über Alabama? Oder nur Geltungs- (Liebe-)bedürftigkeit?

    Grüße
    Vogel

    PS.: Du wagst Dich mit kurzen (Ab-)Sätzen an richtige Themen ran! IdR sehr gut gemacht – und: Mutig! Toll!
    PPS.: Guten Morgen Jörg, was hab‘ ich verpasst? Korrekturfunktion ganz aktuell, 30 Minuten! Dat iss Kundenservice!! Oder hat die Drohung mit dem Verhauen so‘n Eindruck gemacht? :D

  2. # 2 Julia schreibt:

    Du fragst -berechtigterweise- ob die Männer im Nachteil sind, weil ihnen die Waffen der Frauen nicht zur Verfügung stehen. Spontan möchte man da sagen: Auf sie zielen die Waffen ja ab! Es liegt somit an ihnen, damit korrekt umzugehen, sich nicht vom Äußeren blenden zu lassen und auch auf den Charakter und die Persönlichkeit zu schauen.

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