Yvonne Bönisch boykottiert die olympische Eröffnungsfeier
Allmählich wird klar, auf welche Weise sich der politische Protest westlicher Sportler bei den Olympischen Spielen in Peking äußern kann und wird. Ein weiteres Zeichen hat die Judo-Olympiasiegerin Yvonne Bönisch jetzt gesetzt: Sie wird nicht an der Eröffnungsfeier der Spiele teilnehmen. Außerdem wird sie ein symbolischen Armbändchen tragen und denkt über weitere Möglichkeiten, ihren Protest gegen das chinesische Regime deutlich zu machen, nach.

Foto: Gerd Friedrich
Man kann wohl davon ausgehen, dass eine ganze Reihe von Sportlern aus den europäischen und nordamerikanischen Ländern diesen ersten Beispielen folgen werden. Alle Sportler werden nun wohl darüber nachdenken, wie sie sich jeweils sich verhalten werden- diese Entscheidung kann ihnen auch niemand abnehmen. Wenn viele Athleten und Funtionäre z.B. der Eröffnungsfeier fernbleiben, wird die Teilnahme an dieser Veranstaltung ob man will oder nicht auch zu einer Demonstration.
Es spricht sicherlich vieles dafür, dass mündige Bürger westlicher Demokratien deutlich machen, dass sie Probleme mit dem politischen System in China haben. Und diejenigen, die zur Zurückhaltung mahnen, weil die ersten Zeichen der Öffnung Chinas doch schon sichtbar würden und eine offene Meinungsäußerung auch als Provokation aufgefasst werden könnte, die alles wieder zu nichte macht, müssen auch eingestehen, dass es keine konstruktive Debatte geben kann, wenn man den Dissenz nicht am Anfang klar benennt.
Deshalb ist eine große Vielfalt in den Meinungsäußerungen anlässlich der Olympischen Spiele vielleicht das beste, was für die langfristige Annäherung zwischen China und dem Westen zur Zeit geleistet werden kann. Sollen sich einige ganz offen und provokant äußern, andere vorsichtig distanziert und wieder andere jubeln und sich politisch uninteressiert zeigen: So entsteht dann mitten in China ein authentisches Bild von Meinungspluralismus, wie wir ihn in Europa täglich erleben. Ob den Chinesen das gefällt, ob sie etwas damit anfangen können und es sich gar zum Vorbild nehmen, das wird sich zeigen.
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am 19. April 2008 um 00:02
Leute: Hört auf mit dem China/Tibet-Scheiß! Weder taugen die (verlogene) olympische Idee, noch die verlogenen Funktionäre, noch die verlogenen Politiker, Wirtschafter, Konsumenten noch das (frühere) Feudal-/Leibeigenen-System in Tibet dazu!
Wer aufgepasst hat, hat die Story mitgekriegt, wer nich aufgepasst hat soll weiter pennen – und schweigen für immer!
Grüße
Vogel
PS.: Das ist eine Bitte!