Jörg Friedrich


Nachdenken über Maike Richter

15. April 2008 Kategorie: Privates |

Maike Richter ist promovierte Volkswirtin, sie arbeitet im Bundesministerium für Wirtschaft. Sie gehört zu meiner Generation, ist fast exakt in meinem Alter. Und sie wird den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl heiraten.

Warum beschäftigen mich solche Nachrichten? Ganz einfach, ich frage mich, ob es für mich vorstellbar wäre, eine Frau zu heiraten, die doppelt so alt oder halb so alt ist, wie ich. Beides erscheint mir unvorstellbar.

Bin ich zu rational, weil ich, um dies zu begründen, nur rationale Argumente anführen kann? Die ganz unterschiedlichen Erfahrungsmengen, die notwendig unterschiedlichen Erwartungen an die Zukunft?

Liebe ist ja ganz unabhängig von solchen rationalen Rechtfertigungen – das wenigstens betonen wir immer wieder, wenn wir von diesem Gefühl und von unserer Zuneigung zu anderen Menschen sprechen. Deshalb ist natürlich auch die Liebe zwischen Menschen sehr unterschiedlichen Alters möglich. Aber vorstellen kann ich es mir nicht.


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5 Kommentare to “ Nachdenken über Maike Richter ”

  1. # 1 Fragezeichner schreibt:

    nicht nur doppelt so alt, sondern auch doppelt so schwer ;)

  2. # 2 Kenner schreibt:

    Maike Richter bewunderte Helmut Kohl schon als Teenager im Siegerland – mehr als ein Vierteljahrhundert, wenn frau sein Idol dann später kennenlernt und heiratet, was soll daran falsch sein.

  3. # 3 Andrea Jülichs schreibt:

    Falsch ist daran nichts. Ich glaube, es ist leichter, sich in einem ähnlichen Lebensstadium zu befinden wie der Partner.

    Wenn Zipperlein, 3. Zähne und die Weisheit des Alters Spuren hinterlassen haben und ich mich in einem anderen Lebensstadium befinde, wird mein Verhältnis zu meinem Partner nicht unbedingt leidenschaftlich sein.

    Für mich gehört Leidenschaft (u.a.) zu einer Partnerschaft jedoch immer dazu. Ich wache nach fast einem gemeinsamen Jahrzehnt morgens auf und bekomme Herzklopfen, wenn ich den Mann an meiner Seite anschaue.

  4. # 4 Miachel Hamburg schreibt:

    Ach ja…man kannte sich…man liebte sich. Nur dazu stehen wollte man nicht. Ist bei Herrn Dr.Kohl ja auch keine Seltenheit.
    Oder – oh Gott bewahre!- geht es um die WITWENRENTE ?
    Sehr nachdenklich….

  5. # 5 martin schreibt:

    Ich habe mit Maike in München studiert.

    Sie bewunderte bereits in dieser Zeit (~1988) die CDU und Helmut Kohl.

    Auch wenn ich in keiner Weise eine geschlechtliche Annäherung der beiden nachempfinden kann, so ist es für mich durchaus möglich, nachzuvollziehen, wie Maike diese Beziehung als Bereicherung verstehen kann.

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