Worte und Begriffe
„Denn eben wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.“ ließ Goethe seinen Mephistopheles zu Faust sagen. Was unterscheidet eigentlich ein Wort von einem Begriff? Die Frage ist eigentlich gar nicht zu beantworten, weil wir einen Begriff vom „Wort“ und vom „Begriff“ haben müssten, um diese Unterscheidung treffen zu können. Das klingt nach Anstrengung, nach verwirrenden Überlegungen, und bevor man dazu bereit ist, muss man sich erst mal fragen, wozu man sich die Mühe überhaupt machen sollte.
Es ist wieder einmal eine dieser fruchtlosen Diskussionen über den „Neoliberalismus“ gewesen, die mich darauf gebracht hat, diese Gedanken aufzuschreiben. Wie oft reden wir aneinander vorbei, weil wir das gleiche sagen, aber etwas unterschiedliches meinen? Woran liegt das? Und gibt es eine Möglichkeit, dem zu entgehen?
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