Wer ist Dagmar Metzger?
Die Internet-Seite von Dagmar Metzger ist zur Zeit nicht erreichbar. Wahrscheinlich versuchen viele, die den Namen wie ich gestern zum ersten Mal gehört haben, nun genaueres über diese bislang unbekannte Frau herauszufinden – was den Server, der bisher vielleicht für zehn tägliche Seitenaufrufe ausgelgt war, wahrscheinlich in die Knie zwingt.
Wikipedia weiß wenig mehr als nichts und auf kandidatenwatch.de wurde der jetzigen SPD-Abgeordneten vor der Landtagswahl genau eine Frage gestellt. Eine unbedeutende Hinterbänklerin in Hessischen Landtag – möchte man meinen.
Und doch hat diese Frau es geschafft, in der deutschen Politik schon eine wichtige Rolle zu spielen, bevor sie überhaupt das erste Mal im Plenarsaal des Hessischen Landtages Platz genommen hat. Denn sie stellt – im Gegensatz zu ihrer Landes-Parteichefin – ihr Gewissen über die Macht (Andrea Ypsilanti hat heute Morgen im Radio-Interview ausdrücklich gesagt, sie sei gewählt worden um an die Macht zu kommen, nicht, um ihr Gewissen zu untersuchen.)
Dagmar Metzger macht Hoffnung: Vielleicht sitzen in den Parlamenten ja viel mehr aufrechte Zeitgenossen, als wir denken. Und wenn es wirklich drauf ankommt, dann erheben sie auch ihre Stimme.
Siehe auch:
Andrea Ypsilanti wird verlieren
Mit Petra Roth nach Jamaika
Für Links auf diesen Artikel bitte wegen der Umlaut-Domain die folgende Adresse kopieren:
http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/03/07/wer-ist-dagmar-metzger/
am 7. März 2008 um 14:16
Hallo, Jörg !
… kann Dir nur zustimmen. Wollte mich selbst gerade schlau machen über D. Metzger, der Server scheint aber gesperrt.
Ich hatte ja schon die Hoffnung für unser Land fast aufgegeben. Dass Karlsruhe der Onlinedurchsuchung einen Riegel vorschiebt, in HH die Grünen mit den „Schwarzen“, wie es scheint, in die Landesregierung gehen, und nun auch das „Knock out“ von machtgeilen, gewissenlosen Politikern/…erinnen sind kleine Lichtlein im Dunkel des demokratischen Tunnels.
Ich frage mich nur, so wie ich gerade die Tickermeldung reinbekomme „Y. will doch nicht für Ministerpräsidentenamt kanditieren“, ob es nicht schon wieder ein abgekartetes Spiel war. Denn nun hat man ja einen Bu-Mann bzw. eine Bu-Frau, die herhalten muss, und Y. kann sich „gesichtswahrend“ zurückziehen (nicht bei mir) und Koch die Geschäftsführung überlassen. Mit der scheinbar radikalen Haltung von Metzger profitiert ja auch die SPD, nach dem Motto: Schaut her, wir haben ja noch Leute mit Rückgrat in unserer Partei. Das rettet Beck vielleicht sogar wieder zurück auf die Option, bei der nächsten Bundeskanzlerwahl antreten zu können.
Wer weiss schon, was hinter verschlossenen Türen für Strategien ausgeklügelt wurden… (Anm.: Dass die CDU mit der GAL in HH zusammengeht, scheint mir auch nur ein machtpolitisches Kalkül, um damit die SPD in’s Abseits zu stellen, sprich alles schon vorbereitende Massnahmen für die nächste Bundestagswahl. Die Grünen werden in Hamburg gegen Elbvertiefung, Kohlekraftwerk nicht wirklich etwas entgegensetzen können.)
JayAr aus HH
am 7. März 2008 um 14:17
Wenn das Beispiel von Frau Metzger Schule macht, wird es bald keine beschlussfähigen Mehrheiten in Parlamenten geben.
Der letzte große Lügner war doch Herr Müntefering, der sich hinterher noch über Kritik aufregte nachdem man ihn auf die Wahlversprechen ansprach.Wo war denn da das „Gewissen“ der Abgeordneten der SPD?
Mir kommt es so vor als habe Lobbyist Clement der Dame in´s „Gewissen“ geredet.
am 7. März 2008 um 14:18
Ich kann Frau Metzger zu ihrer starken Haltung gegenüber Frau Ypsilanti nur beglückwünschen. Endlich mal eine Politikerin, die nach ihrem Gewissen entscheidet und der es nicht nur um MACHT geht. Wir brauchen noch mehr von ihnen.
am 7. März 2008 um 14:47
[Edit] Anonyme Beleidigungen werden hier umgehend gelöscht.
am 7. März 2008 um 15:19
Recht so. Es sollte noch viel, viel mehr Zustimmung zu der Haltung von Frau Metzger geben. Das Gewurschtl von Frau Ypsilanti war ja nicht mehr zum Aushalten, und ich hatte heute den ganzen Vormittag richtig Sorge, ob die Genossen sie „herumkriegen“ werden. Dies scheint nicht gelungen. Was ein Glück für Hessen und für und alle – auch im Nachbarland BW. Es wäre ein Schritt in eine schlimme und verhängnisvolle Richtung gewesen, und ich bin fest überzeugt, daß viele, viele SPD-Genossen so denken. Nur reden dürfen sie halt nicht. Zum Teufel mit der Loyalität, wenn es um derart Bedrohliches geht.
am 7. März 2008 um 15:42
Eine Frau mit Rückgrat die gesagt hat was viele denken. Dankee
am 7. März 2008 um 15:53
Sehr geehrte Frau Metzger,
ich möchte Ihnen meine Hochachtung aussprechen.Warscheinlich sind Sie die einzige
aufrichtige ehrliche Politikerin.Weiter so DANKE
MfG J.Schwanrtner-Lipsis
am 7. März 2008 um 16:06
Hegel war ein Genie. Schopenhauer hat seine Ansichten über Frauen noch zu sanft formuliert. Welcher Teufel hat uns Männer nur geritten, als wir diesen Dummheiten Tür und Tor geöffnet haben?
Nicht nur, daß die Ypsilanti sich mädchenhaft anstellt, nein, die Metzger muß auch noch ihre Stutenbissigkeit beweisen.
http://weingeist.blogger.de/stories/1064434/
am 7. März 2008 um 16:25
als wäre es bedeutsam für die Republik, wer in Hessen regiert… Provinz bleibt Provinz!
am 7. März 2008 um 16:40
hallo an Alle,
endlich hat eine vom Volk gewählte Frau verstanden, was es heisst, Wahlversprechen zu leben. Das Wort von Gestern soll auch für die Zukunft gelten! Meine Gratulation für soviel Zivilcourage! Die Machtgelüste der Frau Ypsilanti waren doch widerlich. Heute rot, morgen tot!
Das Drama in Hessen hat somit zumindest ein zwischenzeitliches Happyend. Doch aufgehoben sind die politischen Probleme damit nicht. Wie wäre es, wenn auch der aktuelle Ministerpräsident seinen Job anfang April einer Person mit sauberer Weste zur Verfügung stellen würde.
Herr Koch, wer war das nochmal? In den letzten Wochen ist er zu sehr in der Versenkung verschwunden. Er hat es m.E. nicht verdient, vom politischen Gewissen von Frau Dagmar Metzger zu profitieren. Das Alles sage ich, obwohl ich kein Linkswähler bin!
Kann aus Hessen was Gutes kommen? Ja, Frau Dagmar Metzger!
Ciao aus München
Dr. Fischer
am 7. März 2008 um 17:04
Ich bin auch verzweifelt auf der Suche nach der homepage von Frau Metzger um ihr meinen Respekt auszusprechen.
Ich finde es wird dringend Zeit, dass wir die ehrlichen Menschen unterstützen und nicht die machtgeilen Lügner!!!!!!!
am 7. März 2008 um 17:09
Aufrichtigkeit …
leider ist die Website von Frau Metzger nicht erreichbar… so bin ich froh endlich mal einen politsch engagierten Menschen
anzutreffen, der seine Meinung vertritt ohne pure Machtbessenheit. Auch wenn ich kein Anhänger der SPD bin. Mehr davon für
unser Land. Frau Ypsilanti und Kurt Beck haben sich selbst, Ihrer Berufskaste (kommt von Berufung, sollte man meinen)und
ihrer Partei sowie der gesamten Politk auf das extremste geschadet. Vielleicht – und so hoffe ich von Herzen – macht dieses
Beispiel „Schule“ und bringt wieder charakterstarke Persönlichkeiten an die vorderste Linie unserer Volksvertreter. Das wäre
unserem Land zu wünschen und vor allem der mittlerweile größten – Partei – den NICHTWÄHLERN. Frau Metzger – meine Hochachtung.
beste Grüße Rolf Mayenberger
am 7. März 2008 um 17:10
[EDIT] Beleidigung gelöscht.
am 7. März 2008 um 17:22
Hallo,
wenn die Bürger dieses Landes genau soviel Angst vor „Den Konservativen“, wie vor „Den Sozialen“ hätten, dann müsste „DIE LINKE“ gar nicht erst zur Wahl antreten…
Gruß
am 7. März 2008 um 17:31
Chapeau! Endlich ein Politiker mit Prinzipientreue und Rückgrat. Das ist gelebte Demokratie! Ich bin gespannt, was sie in vier Jahren für einen Listenplatz bekommt
@Erika Liebelt: Du kannst der Dame auf der Homepage der SPD Darmstadt http://www.spd-darmstadt.de/kat7.php?c=ccc mit dem Link unten rechts Deinen Respekt aussprechen. Habe ich gerade getan, ich kann sie als Pfälzer leider weder direkt noch indirekt wählen.
MfG
HWR
am 7. März 2008 um 17:33
Es gibt doch noch „Aufrichtige“ in der SPD. Der Vorletzte war Bundeskanzler
Helmut Schmidt.Der „Letzte“ sind Sie Frau Metzger.Ich gratuliere Ihnen daß Sie sich nicht haben verbiegen lassen. Vielleicht kann sich die Partei mit neuen Leuten erneuern. Aber viel Hoffnung habe ich da nicht.
am 7. März 2008 um 17:36
Dei „schöne Metzger“ kann sich was einbilden, dass doch soviele auf ihre Masche reinfallen. Da wird mit „charakterstärke und Zivilcourage“ ablautiert – unbegreiflich wie sich doch angeblich gut gebildete Menschen zu diesen Aussagen hinreisen lassen!
Das o.g. macht sie nur glaubwürdig wenn sie aus den von ihr genannten Gründen ihr Mandat zurück gibt.
Oder will sie mit dem Mandat etwa noch Politik machen. Vielleicht noch mit dem Koch, nur dafür wurde sie nicht gewählt!!! Bitte erst denken!
am 7. März 2008 um 19:43
Rückgrat zeigt man, wenn man versucht, seine Ziele trotz eines widrigen Wahlergebnisses durchzusetzen.
Die Metzger hat die politischen Inhalte ihrer Partei, die Sachfragen verraten.
am 7. März 2008 um 21:20
Wie viele richtig vermuten ist die web Seite von Fr. Metzger wegen Übrlastung nicht zu erreichen. Heute Morgen ist es mir noch gelungen Ihr über Ihre web page (e-mail adresse) Zuzusprechen und zu bitten hart zu bleiben.- Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: Respekt und Dank für diese anständige Haltung!
am 7. März 2008 um 21:29
Die ganze SPD steht jetzt ziemlich blöd da, obwohl sie vieles (nicht alles richtig) gemacht hat. Anstelle der Festlegung vor der Wahl hätte man sich alle Optionen offen lassen sollen. Das wäre glaubwürdiger und ehrlich gewesen und man hätte hinterher nicht das Wortbruch-Problem gehabt. Für mich ist das Wortbruch-Problem jedoch gar kein so großes, wie diverse Personen es sehen. Die SPD wollte eben eine Regierung bilden und hat gemerkt, das dies nur mit den Linken geht, solange sich CDU und FDP quer stellen. Daher muß ich Frau Ypsilanti zu ihrem Mut gratulieren. Frau Metzger hat für ihre Ehrlichkeit allerdings noch mehr Mut und Anerkennung verdient – nicht nur ist sie jetzt warscheinlich die ehrlichste Politikerin Deutschlands, sie hat auch Frau Ypsilanti vor einem zweiten Simonis-Waterloo bewahrt.
Der Verlierer ist jetzt natürlich irgendwie Kurt Beck. Ich habe das Gefühl, das er sich von der Kanzlerkandidatur verabschieden kann.
am 7. März 2008 um 21:40
Meine persönliche Hochachtung für eine nicht ganz ungefährliche Entscheidung, die Frau Metzger getroffen hat. Ich hoffe, dass sie Unterstützer finden wird, damit man sie nicht letztlich allein im Regen stehen lässt. Es macht Mut für einen parteilosen Menschen, wenn der Versuch zur Aufrichtigkeit spürbar wird. Rena Krebs
am 7. März 2008 um 22:26
Hätten alle Politiker die Charakterstärke von Frau Metzger wäre ihr Ansehen bbedeutend höher.
am 7. März 2008 um 22:27
Hätten alle Politiker die Charakterstärke von Frau Metzger, wäre deren Ansehen erheblich höher.
am 7. März 2008 um 22:41
Fakt ist: Dagmar Metzger hat der SPD letztlich einen großen Gefallen getan. Andrea Ypsilanti und Kurt Beck sind zwar bei der Bevölkerung wie in der SPD mehr oder minder „unten durch“, aber noch größer wäre der Schaden gewesen, wenn Ypsilanti am 5. April zur Wahl angetreten und gescheitert wäre.
am 8. März 2008 um 00:13
Recht so, Frau Metzger, Sie haben Integrität, Weisheit, Courage bla bla bla….
Solche SPD-Politiker wünscht sich Deutschland. Vor allem natürlich die CDU…..
am 8. März 2008 um 00:55
Na, Frau Metzger! Da dürfen Sie jetzt stolz auf ihren lukrativen Anstand sein. Wieviel Kohle ist denn aufs Konto überwiesen worden? Schon einen Posten im Kabinett Koch? Spezialdemokratie seit Gasprom-Schröder.
am 8. März 2008 um 01:08
Sehr geehrte Frau Metzger,
ich beglückwünsche Sie zu Ihrer Aufrichtigkeit und zu Ihrem Mut. Beides Eigenschaften, die heute bei Politikern nur noch sehr sehr spärlich anzutreffen sind.
Möge Ihr Handeln doch nur Schule machen – in allen Parteien.
am 8. März 2008 um 03:19
Wenn ich nicht schon vor 2 Jahren nach mehr als 25 Jahren Mitgliedschaft aus der SPD ausgetreten wäre würde ich das heute tun. Frau Metzger zeigt ganz deutlich, daß sie zu den Leuten gehört, die die CDU rechts überholen wollen. Man sollte sie genau so aus der Partei rauswerfen, wie man es mit diesem Clemens (unwichtiger Name, vielleicht falsch geschrieben) tun sollte. Roland Koch wird sicher ein Pöstchen für sie haben.
am 8. März 2008 um 07:09
Lieber G.Kletke,
genau solche Leute wie Sie sind das Übel der deutschen Sozialdemokratie. Frau Metzger ist Ihnen sehr ähnlich, allerding handelt Sie verantwortungsbewust! Im Gegensatz zu Ihrer Entscheidung die SPD zu verlassen, hat Fr. Metzgers Entscheidung eine große politische Tragweite, die es Leuten wie Ihnen Gott sei Dank nicht ermöglicht unser Land zu ruinieren.
am 8. März 2008 um 09:58
Sehr geehrte Frau Dagmar Metzger!
Schön zu erleben, dass es noch Zivilcourage in Deutschland gibt. Das schreibt ihnen ein (familiär, sozial, ökonimisch) seelisches Zersetzungsopfer des SED- Regime und deren Handlanger, ihrer Stasi! Ihr Mut lässt uns hoffen! Grüß Gott!
am 8. März 2008 um 10:17
Wer bei der SPD für ein Landtagsmandat aufgestellt wird, der weiß mit Sicherheit, wie ‚Intrige‘ geschrieben wird. Sonst wäre er da nicht hingelangt.
Mein Gott, wie naiv darf man eigentlich sein?
am 8. März 2008 um 13:50
Ich habe auch gerade versucht, mehr uber Dagmar Metzger herauszufinden. Diese Frau hat mir mit ihrer Zivilcourage ein wenig den Glauben an Politiker zurueckgegeben. Anscheinend hat die SPD ihrer Webseite gesperrt – ist das zu glauben????!!!! Leben wir in einer Demokratie oder bereits in einem totalitaeren Unrechtsstaat?? Die Hessen SPD stellt ihren Wortbruch, Zynismus und Verachtung fuer den Rechtsstaat damit unter Beweis. Es ist einfach unfassbar??!!
Claudia
am 8. März 2008 um 15:16
@Claudia Berg: Ich glaube nicht, dass die SPD die Web-Seite gesperrt hat, wahrscheinlich war es eher der Provider, weil der Server dem Ansturm nicht gewachsen ist.
am 8. März 2008 um 15:57
Nach derWahl in Hessen gab es eine linke Mehrheit von 2 Stimmen im hessischen Landtag – so wurde es dem Volk von Frau Ypsilanti verkündet.
Jedoch beging Frau Ypsilanti hier einen (in meinen Augen) dramatischen Fehler.
Und zwar den Fehler, dass Sie im Vorfeld der Wahl kategorisch ausschloss, sich mit Stimmen der Linken zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen.
Es dürfte klar sein, dass diese Aussage den meisten Wählern bekannt war.
Vielleicht sollten die Umfrageinstitute mal eine Befragung in Hessen starten, mit dem Ziel, herauszufinden wer von den Wählern, die SPD oder Grüne gewählt hatten, dieses auch getan hätten, wenn im Voraus bereits ersichtlich gewesen wäre, das Frau Y. auch mit den Linken „zusammenarbeitet“.
Ich bin mir zimmlich sicher, dass dieses Ergebnis für sich sprechen würde.
am 8. März 2008 um 16:47
Hallo noch mal,
also wenn man sich das Endergebnis so anschaut:
http://www.statistik-hessen.de/subweb/ltw2008/s12.htm
dann sollte man anfangen zu stutzen. Woraufhin jeder treue SPD‘ler ja auch auf die Idee können könnte (wo sie/er sich hier schon einmal herumtreibt) auch dies zur Kenntnis zu nehmen:
http://www.statistik-hessen.de/subweb/ltw2008/sitzverteilung.htm
Nun und dann wird leider auch klar warum die Menschen mit sozialdemokratischer Grundeinstellung nicht regieren dürfen. Denn sie wollen es schlicht nicht. Frau Metzger beweist dies, wie kaum ein anderer in den letzen Jahren.
Man mag ja von unserem Parteiensystem halten was man will (sicher gehört es substanziell umstrukturiert), wer jedoch glaubt (von Religion, nicht von Wissen) es wurde geschaffen einen vermeintlichen Wählerwillen bezüglich Einzelpersonen darzustellen, der sollte sich fix in eine Bibliothek zurückziehen und fleißig lesen. Thema: „Kalter Krieg“, „Eiserner Vorhang“, „Der Kampf der Ideologien“.
Das deutsche Wahlsystem wurde „so wie es ist“ geschaffen um politische Stabilität zu garantieren (was dann im übrigen auch wirtschaftliche Stabilität bedeutet).
In Hessen ist die SPD zur Wahl angetreten um die Regierungsmacht auszuüben.
Da Frau Metzger dies offensichtlich im Namen der SPD nicht will, sollte Sie ihre Ämter schnellst möglich niederlegen.
Frau Metzger hat einen klaren Verrat an all Jenen begangen die wollten, dass die SPD in Hessen regiert.
Frau Ypsilanti hat durch ihr Handeln all Jener entsprochen, die wollten, dass die SPD in Hessen regiert.
Und an alle die welche es noch immer nicht verstanden haben:
Opposition kommt nicht von „Jetzt blockiere ich alles, auf Teufel komm raus, bis nix mehr geht, oder ich meinen Willen bekomme!“.
Es kommt daher das man, oder in diesem Fall ganz Konkret Frau, sagt wie vertritt:
„Ich vertrete in dieser Sache/Angelegenheit nicht die Meinung der Gruppe, welcher die Mehrheit zugesprochen wurde.“
Gruß
PS: Die simpel Version:
Demokratie is det, wo ma den Willen von‘ne Mehrheit erst‘ma mitmachen tut, klar wa? In‘ne Demokratie hasste nich‘ det Recht enfach Alle und Jeden zu verraten, zu belügen und zu betrügen zu tun, wie et en‘em jerade gefallen tut, SO jeht det nich, wa?
am 8. März 2008 um 16:57
… Gerüchteküche hoch3. Also eine SPD kann nicht der Inhaberin einer Domain, Frau Metzger ist selbige, nachprüfbar bei der Registrierungsstelle für Domains (Denic.de), den Server sperren. Noch haben wir nicht 1933… ich denke da sind wir in Hessen noch mal mit einem „blauen Auge“ davon gekommen.
Der Account ist gesperrt, das zeigt die Servermeldung, „access denied“, d.h. es wurde wohl vorsorglich die Website dichtgemacht, wohlwissend des Ansturmes, kann aber auch nur Zufall sein, dass die Website gerade in der Überarbeitung war… Denn eigentlich dürfte Frau Metzger damit rechnen, dass eher wohlwollende Mitteilungen per eMail oder Gästebuch aus der breiten Masse der politikverdrossenen Bevölkerung auf der Site gepostet werden.
Aber das ist alles im Reich der Spekulation, dem wir unbescholtenen Bürger uns doch lieber fern halten wollen und sollten.
Und dass nun einige (aus den eigenen Reihen) fordern, Frau Metzger müsste wegen Mangels Kollegialität zurücktreten, wie es heute morgen über die Ticker ging, ist ja eine wirkliche Unverschämptheit der Parteispitze. Und einen Lacher wert… Dass uns Politiker am Wochenende mit Komik unterhalten wollen, ist ja wirklich nett. Dass man hier nicht rot wird. Ach, vergass es, man ist es ja bereits durch und durch. Schämpt Euch, Ihr habt allen Grund dazu. Ja, ja, Herren und Frauen Genossen: Zurück in’s Glied. Preussen lässt grüssen. So wollt Ihr es also haben. Bis zur Amtsvereidigung schön den kopfnickenden Parteisoldaten spielen müssen, und dann den Schwur ablassen „nichts als seinem Gewissen verpflichtet“ (oder so ähnlich, das ist doch die Formel). Also was nun, 1x Bückling und den Chefgenossen schön salutierend das „Ja & Amen“ zuprechen, und dann doch wieder Rückgrat. Ja, was denn nu?? – Nein, liebe Funktionäre, nicht in einer Demokratie. So geht’s nicht. Wer sich die Suppe selbst einbrockt, in diesem Fall Herr Beck und Kollegin Y., möge für die Fehltritte und Fettnäpfchen bitte auch das Schuhputzzeug eigenhändig auspacken und den Dreck selbst weckwischen. Sprich den Preis für den Ritt auf der Rasierklinge bezahlen. No Risk, no Chance. Kann schon mal schiefgehen… Wer mit dem Feuer spielt….
Und dass die SPD sich nicht selbst noch ein 2. oder ist’s nun schon das 3. Bein stellt, scheint’s wahrhaftig nicht genug. Man ist dreist genug, um sich mit einem zusätzlichen Imageschaden ein’s oben drauf zusetzen, wenn man mit Dolchstossmethoden Frau Metzger von ihrem noch nicht mal eingesessenen Abgehordnetenstuhl fegen mögen. Hiermit entlarvt eine Partei ihr wahres Gesicht. Jetzt hat man doch wirklich einen Buhmann, sorry Buhfrau gefunden. Was ja nur beweisen würde, wie wenig Rückgrat die SPD „als Ganzes“ besitzt und non-galant in dieser scheinbar sozial-demokratischen Partei das Wählerversprechen auf breiter Ebene „Nichts“ wert ist, und in den letzten Jahren vielleicht auch nie wirklich etwas wert war. Mit Y’s Machtgier zeigt sich nur die echte Natur des Politikers, und inzwischen auch von Politikerinnen. (In diesem Punkt scheint man ja bereits die Frauenquote zu erfüllen, zumindest innerhalb der Führungsspitze von Parteien.) Und man darf vermuten, diese Macharten und Machenschaften von Kumpanei einerseits, Mobbing andererseits (i.d.F. Mobbing gegenüber Frau Metzger) geht durch die ganze Coloir aller politischen Lager.
Aber wir durchschauen dieses Possenspiel. Wir, die Wähler, wir das Volk, sind dank intensiver Werbekampagnen ja doch nicht blöd. Eines scheinen Politker immer wieder zu vegessen, dass das breite Bildungsniveau in der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat. Mit Methoden aus den 60er und 70er Jahren kann man uns wirklich nicht mehr hinter dem Ofen geschweige denn zur Wahlurne locken. Ruhrpott ade, Genossen und Genossinnen !
ElJay Arem
am 8. März 2008 um 17:11
Hallo zum Dritten,
also gerade wurde es hier im Radio verkündet:
Die SPD hat Frau Ypsilanti das Vertrauen ausgesprochen und diese forderte Frau Metzger auf ihr Mandat nieder zu legen.
Vielleicht schaffen sie es ja doch noch zu regieren
Gruß
am 8. März 2008 um 18:26
Richtig, Michael, die Leitdifferenz (Luhmann) in der Politik heißt ‚Macht‘. In der Kirche heißt sie ‚Moral‘: Das Individuum soll sich im Angesicht Gottes (oder von mir aus auch der höchsten Vernunft) so verhalten, dass es in den Himmel kommt. Zwischen Politik und Kirche besteht also ein gewisser Unterschied. Mir ist es auch völlig humpe, ob ein Politiker in den Himmel kommt. Ich will aber zum Beispiel ‚Biblis A‘ NICHT. Frau Metzger dagegen hat gestern für die Atomindustrie gestimmt, indem sie für ihr Gewissen stimmte. Das sie übrigens erst zwei Tage nach der Fraktionssitzung entdeckt hat …
am 8. März 2008 um 18:51
Ja Frau Metzger wie fühlt man sich so frei nach Cäsar, auch Du meine Tochter Dagmar. Ist doch toll wenn man so frank und frei als Berliner über die wirklich böse Zeit der MAuer schwadroniert, wo doch der Papa ein „Freund“ von unserem hochgeachteten Helmut Schmidt gewesen sein soll, unddie Oma mußte im Ostteil bleiben. Oh Gott wie vielen Berliner ist es so ergangen, doch sie Frau Metzger, haben weder Blockade und den 17. Juni erlebt und den Mauerbau, da gings doch in die Windeln. Ja und dann kam ja Darmstadt, der Herr Schwiegerpapa nicht gerade ein Mann mit guten Ruf und ohne Tadel, als OB von Darmstadt gabs recht viele große und kleine Skandale, aber macht nichts, mit seinem Vitamin B wars um Vitamin K wie Können nict so wichtig, da gabs den tollen Posten in der SPD regierten Stadt und ihrer Sparkasse, na ja und dann die Aufsichtsratpöstchen, wo voralölem der von HSE gewaltig anrüchig ist undan Herrn Clement erinnert mit seiner Attacke. Ja nach all diesen Betrachtungen, wie wärs mit einem Parteiwechse, den der Schwiegerpapa im Ruhestand gewiß wegen der Lukrativität einer Belohnung durch Koch bestimmt nicht kritisieren würde. Also hören sieauf Frau Metzger mit den Krokodistränen über die Mauerzeit und dann das Gelaber ich bin für Ehrlichkeit, nichts ist ihr ganzes Streben ist die Fortsetzung dessen was ihrem Schwiegerpapa gefällt.
am 8. März 2008 um 18:55
Hallo,
ein paar Infos zu Frau Metzger.
Sie ist die Schwiegertochter in eienr alten SPD Dynastie aus Darmstadt.
Ihr Schwiegervater war lange Jahre Oberbürgermeister in Darmstadt.
Er ist auche ienr der Gründer des Seeheimer Kreises , einer eher dem rechten Flügel der SPD zugeordneten Gruppierung.
Ihr Schwiegervater war während seiner politisch aktiven Zeit nicht sehr nachsichtig mit politischen Gegnern.
am 8. März 2008 um 18:56
[editiert] Beleidigung gelöscht
am 8. März 2008 um 19:27
Liebe Frau Metzger, falls Sie hier reinschauen – bitte geben Sie Ihr Mandat NICHT ab! Oder geben Sie es ab und finden Sie eine neue politische Heimat, die ehrlicher ist als die SPD derzeit. Menschen von Ihrer ehrlichen Haltung sind wichtig für die Demokratie in diesem Land. Es ist doch fast immer so – sobald man seine eigene Meinung vertritt und mit dieser auch noch morgen in den Spiegel schauen kann und diese aber vom Gros der Hammelherde abweicht, dann wird einem das Leben schwer gemacht. Sie haben Hessen etwas Gutes getan, bitte überlegen Sie noch einmal, ob Sie sich wirklich zurückziehen wollen. Auf jeden Fall ziehe ich vor Ihnen meinen Hut – nämlich daß Sie großen Mut und Rückgrat gezeigt haben.
Ich würde noch einen Schritt weitergehen und Sie als Kanzlerin nominieren. Unser Land braucht heute DRINGENDER DENN JE Menschen wie Sie!
am 8. März 2008 um 20:07
Gott sei Dank – die Metzger ist der Vernunft noch zugänglich.
am 8. März 2008 um 20:20
Wer so klar und eindeutig Wähler-Phishing betreibt darf sich dann beim späteren Wortbruch nicht wundern, wenn der Machtanspruch-Schuß nach hinten losgeht.
Gewinner dieser Situation ist dabei fatalerweise Herr Koch und sind die bekannten Abzocker(-Politiker). So geht’s wann Dummheit regiert. Die waren Verlierer dieses unseligen Spiels sind dabei allerdings die Arbeitnehmer der unteren und mittleren Einkommen. Schade! Armes Hessen, armes Deutschland.
Mich würde interessieren wer hier wirklch die Fäden zieht!
am 8. März 2008 um 20:34
Bravo, Frau Metzger! Hut ab vor dieser Courage. Die SPD wird über sie herfallen, sie unter Druck setzen, beleidigen, …
Wenn Frau Ypsilanti und Herr Scheer jetzt über Parteiausschluss und Mandatsniederlegung reden, sollten die mal drüber nachdenken, was ein demokratisch gewählter Abgeordneter ist!!! (siehe unten)
Parteivorsitzende, Parteitage, Fraktionsentscheidungen…. alles NICHT entscheidend!
Wer Druck auf Abgeordnete ausübt, handelt undemokratisch und GEGEN unser Grundgesetz, die Basis unserer Demokratie.
Das Grundgesetz sagt:
„Die Abgeordneten sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge oder Weisungen sind sie nicht gebunden und nur ihrem Gewissen verantwortlich (Art. 38 I S 2 GG) (unabhängiges oder freies Mandat).
Auf ein freies Mandat ist kein legaler Zugriff möglich. Ein Abgeordneter kann daher nicht zu einer Niederlegung seines Mandats gezwungen oder abberufen werden. Auch kann er nicht zu einer bestimmten Mandatsausübung zum Beispiel zu einem bestimmten Abstimmungsverhalten gezwungen werden („Fraktionszwang”).“
Mal in Ruhe drüber nachdenken!!!
am 8. März 2008 um 20:43
Frau Metzger ist im übrigen direkt gewählt worden, nicht über die Liste. Auch deshalb ist eine „Rückgabe des Mandats“ Unsinn. Ich hoffe, sie tut es nicht.
am 8. März 2008 um 20:47
Es gibt ja doch noch Politiker die nach ihrem Gewissen entscheiden und ihr gegebenes Wort halten. Meine Hochachtung weiter so Frau Metzger nicht einknicken.
am 8. März 2008 um 21:43
@Jörg:
Also diesmal enttäusche ich mich selbst über dich. Wie kann man nur derart fehlsichtig sein?
Auch Frau Metzger war eine Delegierte der SPD. In der „entscheidenden“ Versammlung wurde sie durch die Vereinsmitglieder mit dem klaren Auftrag auf ihren Weg geschickt, den Willen der Mitglieder umzusetzen. Und dieser Wille heisst ganz klar: „Wir wollen die Regierungsverantwortung wahrnehmen!“.
Würde ein Geschäftsführer in dieser Art und Weise die Interessen seiner Gesellschafter mit Füßen treten und nicht versuchen mehr Marktanteile zu gewinnen und/oder für mehr Erträge zu sorgen, dann würde man sich von ihm trennen.
1988 habe ich diese Dame,:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dagmar_Roth-Behrendt
vor versammelter Mannschaft gefragt, weshalb ich für ihre Partei (als Berater) tätig werden sollte. Bis dato erhielt ich darauf keine Antwort, weil es keine gibt…
Gruß
am 8. März 2008 um 22:04
Die Metzger wird jetzt gehen. Sie hat dabei halbwegs ihr Gesicht gewahrt – und sie kann das ihren Gästen künftig auf ihren Gartenparties erzählen. Eine Viertelstunde war sie berühmt. Ansonsten wird sie jetzt in der SPD von der SPD ersetzt. So ist das Parteigeschäft. Und das ist gut so, denn die Betriebserlaubnis für Biblis A wird dann nicht verlängert. Um so etwas geht’s ja eigentlich, nicht um den intakten Charakter von Frau X und den von Herrn Y …
am 8. März 2008 um 22:06
meine hochachtung Frau Metzger,
politik ist ein notwendiges übel, politiker ist für viele ein machtgeiler job! da sieht mann/frau schon mal gerne über solche dinge wie gewissen oder grundgesetz, ehrlichkeit, verantwortung hinweg. frei nach…. was stört mich das geschwätz von gestern…..
leider ist der wähler meist vergesslich, GEBT IHM BROT & SPIELE d.h. macdoof und rtl!
BLEIBEN SIE SO; Dass jeden morgen in den spiegel schauen können ohne rot zu weden.
ich wünsche ihnen KRAFT und MUT
am 8. März 2008 um 22:24
Absolute Hochachtung vor Ihrer Entscheidung, Frau Metzger. Bitte geben Sie Ihr Mandat NICHT zurück. Bleiben Sie bei Ihrer Haltung, sie ist absolut korrekt und nicht zu beanstanden. Machen Sie nicht doch noch den Weg frei für Politiker, die sich aus Machtgeilheit nach einer Wahl ohne Skrupel von ihren vor der Wahl gegebenen Versprechen und Zusagen verabschieden. Alle, die jetzt Ihren Rücktritt fordern, hatten sich schon fette Posten im Kabinett Ypsilanti ausgerechnet, z. B. Herr Scheer als Umweltminister. Und noch eins: der Fisch stinkt immer vom Kopf her – und der Kopf der SPD hat erst den Weg freigemacht, auf den sich Frau Ypsilanti auch gerne begeben hat. Mehr Menschen mit Ihrem Format würden der Politik und unserer Bundesrepublik gut tun. Danke Frau Metzger !!
am 8. März 2008 um 22:41
respekt frau metzger!
und vielen dank für ihre geradlinigkeit und den mut, sich gegen eine machtgeile frau zu stellen, die um jeden preis an die spitze kommen wollte – auch wenn sie dabei wähler betrügt, sich nicht um wahrheit und versprechen schert, das typische bild eines gewissenlosen karriereweibs bestätigt.
herr koch ist für mich ein echtes brechmittel, aber dass ich der spd meine stimme gegeben habe, bereitet mir momentan mehr übelkeit.
ich wollte es immer nicht wahr haben, aber dass frau metzger jetzt als nestbeschmutzerin aussortiert wird, die partei um die querulanten bereinigt wird, beweist, dass es mit der demokratie nicht weit her ist. warum dann eigentlich noch wählen? die macht wird ja doch, mehr oder weniger gerecht, unter einigen, die sich durch beißen, aufgeteilt. ich bin mal wieder um eine illusion ärmer.
am 8. März 2008 um 22:59
Ich hoffe auch, dass Frau Metzger sich nicht „umschwenken“ läßt oder ihr Mandat nieder legt! Wenn Leute wie Frau Metzger nicht mehr in den Parteien vertreten sind, lohnt sich ein Wählen doch gar nicht mehr!!!!! Dann sind die Gesichter und Namen ja jederzeit austauschbar, im Grunde bräuchte man dann auf den Stimmzetteln nur die Parteien….sie würden dann unter sich die „Passendsten“ und Opportunistschsten alleine bestimmen. Wollen wir das??????
BITTE FRAU METZGER; bleiben Sie sich treu und ihren Wählern erhalten!
am 8. März 2008 um 23:08
Zickentheater erster Güte.
Schopenhauer, aus Parerga und Paralipomena.
Recht hatte er. Wie konnten solch grundlegende Erkenntnisse unserer großen deutschen Philosophen nur in Vergessenheit geraten?
am 9. März 2008 um 00:54
GottseiDank hat die SPD in Hessen nicht die Mehrheit. Ich könnte mir vorstellen, dass sie sonst die in der Hessischen Verfassung verankerte Todesstrafe an Frau Metzger ausüben würde. Am Beispiel von Frau Mezger sollte jedem inzwischen klar sein, dass die SPD keine demokratische Partei ist. Sie hat sich durch das Verhalten Ihrer Mitglieder selbst disqualifiziert. Rote Karte.
Ich habe mich ja schon am Wahltag gewundert, dass sich Frau Ypsilanti in totaler Selbstüberschätzung als Siegerin dieser Wahl dargestellt hat, verstehe aber immer noch nicht, wie sie auf die Idee kommt, die Regierung bilden zu wollen. In so einer Pattsituation, in der offensichtlich gar nichts mehr geht, das Land also regierungsunfähig geworden ist, bleibt nur noch der Weg über Neuwahlen. Das sollte sogar Frau Ypsilanti erkannt haben.
am 9. März 2008 um 03:14
Repekt Frau Metzger,
das das ein oder andere Wahlversprechen nicht gehalten wird ist eine normaler Vorgang bei polit. Parteien. Jedoch muss man sich auf GRUNDAUSAGEN verlassen können!!!!
Und eine Grundaussage der SPD war nein zur Linken. Und da Frau Y. Einen wahren Vertrauensbruch begangen hat, sage ich Danke Fau Metzger
am 9. März 2008 um 08:43
Guckt doch mal ein bißchen ins Webarchiv. Da könnt ihr große Teile von Frau Metzgers Website finden mit ihrem Bekenntnis:
Zitat: Dagmar Metzger: http://web.archive.org/web/20070711125708/http://www.dagmar-metzger.de/
>> Ich bin der Meinung 8 Jahre sind genug. Es ist an der Zeit, dass die amtierende Regierung ihre schwarzen Koffer packt.
Hessens Bürger erdulden sozialen Kahlschlag, Bildungsstau, eine rückwärts gewandte Energiepolitik und schwarze Kassen tapfer, aber weitere fünf Jahre Koch-geführte Landesregierung ist niemandem mehr zuzumuten.
Damit damit jetzt Schluss ist … <<
Mit ihrer heuchlerisch und oberfaul begründeten Ankündigung, Frau Ypsilanti nicht als Ministerpräsidentin wählen zu können, ermöglicht Frau Metzger es Herrn Koch aber, weiter im Amt zu bleiben. Ein klarer Wortbruch ihrerseits.
am 9. März 2008 um 08:59
Die Fraktion der Blauäugigen hier lebt politisch auf einem rosa Ponyhof. Dabei ist doch alles längst gelaufen – und natürlich mal wieder über ihre Köpfe und über ihr empörtes Moralgehupe hinweg: Die Dagmar Metzger macht wohl einen Handarbeitsladen im schönen Darmstadt auf. Name: ‚Zur ungebrochenen Häkelnadel‘. Und nach einer gewissen Schamfrist darf jetzt auch die hessische FDP zur Ypsilanti hinpaddeln.
am 9. März 2008 um 11:16
Ein offener Brief:
————–
„Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.“
Liebe Frau Metzger,
am Freitag machten Sie uns klar, dass Sie zu den Guten gehören.
Ein Mensch, der eine Gewissensentscheidung getroffen hat. So wie es im Grundgesetz Artikel 38 steht: Die Abgeordneten „sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.“ Aber auch in der Verfassung des Landes Hessen heißt es in Art. 9: „Glauben, Gewissen und Überzeugung sind frei“. Und in Artikel 76 „Jedermann ist die Möglichkeit zu sichern, in den Landtag gewählt zu werden und sein Mandat ungehindert und ohne Nachteil auszuüben“ Ich glaube, dass Sie auch aufgrund Ihrer juristischen Ausbildung bewusst von diesen Rechten Gebrauch gemacht haben. Die Kenntnis dieser „Grundrechte“ kann man vielleicht von einer ehemaligen Stewardess nicht verlangen (entschuldigen Sie bitte die Polemik).
Sie werden nunmehr unter Druck gesetzt und von ihren Fraktionskollegen daran gehindert, ihr Mandat frei aus zu üben. Fast ein Fall für den Staatsanwalt!
Frau Ypsilanti – aber auch Politiker wie Hermann Scheer – denen es nur um politische Ämter und die Macht geht, tragen mit ihren offenkundigen Wahllügen zur Politikverdrossenheit bei! Unterstützen Sie nicht Lügen und Intrigen. Sie haben von Ihrem Gewissen gesprochen. Sie haben davon gesprochen, dass Sie ihren Wählern gesagt haben, dass Sie für sie im Hessischen Landtag Politik machen wollen – das spricht eindeutig gegen einen Mandatsverzicht. Und sie haben gleichzeitig betont, dass sie ihren Wählern versprochen haben: nie mit den Linken – und das spricht eindeutig dafür, dass Sie Ihre Stimme in der geplanten Konstellation nicht Frau Ypsilanti geben können und dürfen. Sie haben Glaubwürdigkeit und Mut bewiesen. Beweisen Sie beides auch weiterhin und bleiben Sie bei ihrer Entscheidung von Freitag.
Glaubwürdigkeit und Mut gegen Wahlbetrug und Feigheit. Und das gilt besonders für einen Menschen, der Lügen hast, wie sie über sich sagen. Werden Sie nicht zum Steigbügelhalter von Postenjägern. Lassen Sie sich nicht auch als Wortbrecher vorführen – nach dem Motto: Die ist ja nicht besser, als wir!“
Beherzigen Sie die Weisheit von Edmund Burke (1729-97): Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.
am 9. März 2008 um 11:36
PS. zum offenen Brief von @Dirk Sander:
Falls Sie, liebe Frau Metzger, Antrag auf Gewährung eines subventionierten Heiligenscheins und den Titel „Heilige Dagmar“ stellen sollten, dürfen Sie jederzeit auf meine bedingungslose und volle Unterstützung rechnen.
Ihr D.
am 9. März 2008 um 11:38
Sehr geehrter Frau Metzger,
auch ich kann mich nur meinem Vorreddner anschliessen.
Ein Politiker ist nicht der Macht, sondern unserem Grundgesetz verpflichtet !!
Scheinbar gibt es nur noch wenige Politiker die sich mit dem Grundgesetz auskennen.
Sie haben nach Artikel 38 unseres Grundgesetztes gehandelt.
Werden Sie nun gezwungen aus diesem Grund Ihr Mandat aufzugeben,
ist dies ein klarer Fall für das Bundesverfassungsgericht.
Meiner Meinung nach muß hier nur eine Person Ihr Mandat aufgeben
und das ist Frau Ypsilanti !!
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Brass
am 9. März 2008 um 11:41
Es ist lustig Kommentare zu lesen, die wahrlich der Gipfel der Lächerlichkeit sind, dass der Druck der Fraktion ein Fall für den Staatsanwalt sei, in dem man Frau Metzger auf Ihre Pflicht nicht nur als Abgeordnete aufmerksam macht. Wieviel Politiker in Bund, Land und Kommune müßten dann von der Staaatsanwaltschaft verfolgt werden. Aber ich möchte diese einfältige Meinung mal hören, wenn es einen CDU Politiker beträfe, dann ist bestimmt Sendepause von den Kommentatoren, die jetzt so vehement Frau Metzger stützen. Es ist doch so verdammt leicht Demokratie einzufordern wenn die eigenen Interessen und Meinungen ins Hintertreffen geraten und andere das Sagen bekommen.
am 9. März 2008 um 12:00
Richtig – bis zu den Knöcheln läuft man hier durch Krokodilstränen.
am 9. März 2008 um 12:11
Nach der Wahl geben die Politiker ihre Verlogenheit zu. Nehme eben mein Wahlversprechen zurück!
Nur Einzelne halten Wort und die werden wie auch immer ermordet werden.
Wir Wähler sollten auch die Möglichkeit haben unsere Stimme nach der Wahl nach mal zurückzunehmen oder sollten einfach die Politiker per Gesetz verpflichtet werden Wahlversprechen zu halten?
am 9. März 2008 um 12:15
Ich finde es zum Kotzen wie mit einer gewählten Abgeordneten umgegangen wird. Wem ist eine Abgeordnete denn verpflichtet. Das sind garantiert nicht Herr Beck oder seine Möchtegern-Ministerpräsidentin. Eine solche Entscheidung einer gewählten Abgeordneten haben die zu akzeptieren.
Wenn hier ein Kesseltreiben gegen die Abgeordnete Metzger, die ein Direktmandat erhalten hat (warum soll sie es dann zurückggeben?), veranstaltet wird dann wird mich (und viele andere Wähler) das nicht dazu bringen dei SPD noch jemals zu wählen.
Eine Politikerin die endlich mal zu ihrem Wort steht (warum gibt es denn wohl soviel Politikverdrossenheit) sollte nicht von ihrer eigenen Partei fertig gemacht werden. Das ist unter aller Kanone.
Ich kann nur hoffen dass Frau Metzger standhaft bleibt.
Janker
am 9. März 2008 um 12:34
Sehr geehrter Herr Friedrich,
Sie erwähnen, dass Fra Ypsilanti in einem Radiointerview gesagt hat:
„wir werden gewählt um an die Macht zu kommen, nicht um unser Gewissen zu untersuchen“
Können Sie dies bitte verifizieren mit Angabe von Radiosender, Interviewer und wann es genau gesndet wurde.
mfg G.E.
am 9. März 2008 um 13:15
Jaja, wenn ich mir solch eine grundehrliche Haut ohne jeden Falsch anschaue, wie diesen brutalstmöglichen Aufklärer Roland Koch – und dagegen dann diese Ypsilanti … nä, nä, nä. Da würde ich mich auch künstlich aufregen, wenn ich aus Hessä käme.
am 9. März 2008 um 14:02
@Günther Eckstein: Es war Donnerstag, etwa 7:45 Uhr, WDR2, leider saß ich im Auto und konnte den Satz nicht genau notieren.
@Chat Atkins: Es geht hier nicht um Koch, erst recht nicht um die CDU, nicht mal um die SPD, sondern um die Gewissensentscheidung einer einzelnen Person.
am 9. März 2008 um 14:17
Reaktion Kommentar von Lothar Sawall:
Sicherlich werden auf dieser Seite viele Anhänger der
„Schwarzen“ ihre Kommentare zum besten geben.
Da ich persönlich nicht aus Hessen komme, und ich mich bisher auch nicht mit den Programmnen der hessischen Parteien
auseinander gesetzt habe, ist es mir recht einerlei, wer mit wem in Hessen regiert. Nur die Person Koch ist mir bisher recht unsymphatisch
gewesen und wird es sicherlich auch bleiben.Nun empfinde ich aber das gleiche auch für Frau Ypsilanti.
Ich finde die Gewissenentscheidung von Frau Metzger einfach
gut, nicht weil Sie gegen ROT-ROT ist, sondern eben nur weil sie ihre persönliche Überzeugung nicht aufgibt.
Nur weil bisher alle das Falsche machen, muss das nicht bedeuten
dass es keine Ausnahmen mehr geben darf !!
Gruß
A.Brass
am 9. März 2008 um 14:26
@ Jörg: Wer sein ‚Gewissen‘ ausleben will, der soll von mir aus Thesen an Kirchentüren nageln, aber nicht in die Politik gehen – und schon gar nicht in eine Partei. Der Sinn von Parteien besteht geradezu darin, einen geschlossenen Stimmblock zu bilden, um gemeinsame Interessen gemeinsam durchzusetzen. Diese gemeinsamen Interessen aber hat Frau Metzger mit ihrem Verhalten verraten, weil sie plötzlich einen Tinnitus im Gewissen verspürte. Kein Wunder, dass die anderen, denen sie damit ja auch ein Second-Class-Gewissen zuspricht, sauer sind.
Irgendwann halte ich in der Blogosphäre noch mal ein Polit-Seminar ab, um ein paar Basisbegriffe zu pauken …
am 9. März 2008 um 14:47
@Chat Atkins: Nur weil etwas faktisch so und so ist, heißt das nicht, dass es so sein soll, und schon gar nicht, dass es so sein muss.
Die Behauptung, dass Demokratie nur funktioniert, wenn Partei-Fraktionen geschlossen in Blöcken abstimmen, ist eine Schutzbehauptung von Machtpolitikern. Sie ist zweifach widerlegt: Einmal dadurch, dass überall, wo nach diesem Verfahren konsequent und ausnahmslos verfahren wurde, die Demokratie bald durch eine Diktatur ersetzt wurde, zum anderen dadurch, dass es vor allem in grundsätzlichen Entscheidungen auch in Deutschland immer wieder freie Abstimmungen gegeben hat, ohne dass die Demokratie daran zugrunde gegangen wäre. Im Gegenteil: Abweichungen in den eigenen Reihen sind das notwendige Korrektiv, um der Parteien-Demokratie ein Mindestmaß an Legitimation zu geben.
am 9. März 2008 um 15:19
@Jörg:
„Die Behauptung, dass Demokratie nur funktioniert, wenn Partei-Fraktionen geschlossen in Blöcken abstimmen, ist eine Schutzbehauptung von Machtpolitikern.“
Falsch: Du transportierst lediglich deinen Emotionen. Wenn jemanden die gegebenen Gesetze nicht passen, soll er/sie bitte ändern. Das hätte auch Frau Metzger tun können, wenn sie sich nicht als Spielball anderer hätte instrumentalisieren lassen…
„Sie ist zweifach widerlegt: Einmal dadurch, dass überall, wo nach diesem Verfahren konsequent und ausnahmslos verfahren wurde, die Demokratie bald durch eine Diktatur ersetzt wurde,…“
Falsch: Ja Grundgütiger. Wenn das System dazu neigt, dann lasst es doch geschehen. Wie willst Du etwas dazu lernen, wenn Du keine Fehler machen darfst? Die Bürger dieses Landes lernen offensichtlich halt ebenso langsam, wie ihre bürokratischen Mühlen mahlen. Hier verstorbene Griechen (und deren Ansichten) mit ins Spiel zu bringen, ist müssig.
„…zum anderen dadurch, dass es vor allem in grundsätzlichen Entscheidungen auch in Deutschland immer wieder freie Abstimmungen gegeben hat, ohne dass die Demokratie daran zugrunde gegangen wäre….“
Falsch: Das Verhalten von Frau Metzger (im Geflecht der Partei) hat nichts mit grundsätzlicher Entscheidung zu tun. Eher mit einer klaren Absicht zur arglistigen Täuschung. Sie ist ja schließlich auch nicht zu ihren Delegierten gegangen (welche sie legitimiert/beauftragt haben) und hat dort ihren Gesinnungswandel legitimiert. Hätte sie es in dieser Situation getan, dann hätte man ihr sehr wahrscheinlich eine sehr grundsätzliche Aussage um die Ohren gehauen: „Wir haben dich gewählt um zu lenken, net um zu denken!“
„…Im Gegenteil: Abweichungen in den eigenen Reihen sind das notwendige Korrektiv, um der Parteien-Demokratie ein Mindestmaß an Legitimation zu geben.“
Richtig: Aber das macht man (bzw. Frau) vor der Wahl, oder meinetwegen auch während der Wahl, aber auf gar keinen Fall danach. Was daraus wird, sieht man ja.
83.000.000 Menschen kann Nichts und Niemand daran hindern übereinander herzufallen, indem man (Frau) einem nicht einmal wissenschaftlich nachweisbaren Konstrukt namens Gewissen folgt. Hierzu braucht es klare Regeln, Verordnungen wie Ausführungsbestimmungen. Einzig Freidemokraten und Sozialisten GLAUBEN die Spezies würde einen geistigen Quantensprung hinlegen, wenn man ihr dies ermöglicht. Die Kirche WEIS das Menschen dann einander Neiden, Missgönnen, Misshandeln und Töten. Wenn Du magst, nimm dies als mein Wort zum Sonntag…
am 9. März 2008 um 15:29
@Michael Kostic: Ich habe nicht den Eindruck, dass meine Argumentation besonders emotional war, nur weil ich nicht bereit bin, die Gesellschaft auf ein technisches Konstrukt zu reduzieren. Ich werde zu dem Thema in den nächsten Tagen noch einmal etwas gesondert schreiben.
am 9. März 2008 um 15:29
Naja – das Gegenstück zur Parteiendemokratie war das sogenannte Paulskirchen-Parlament 1849 ff. Die Herren Professores damals laberten ganz ohne Parteizwang solange freundlich miteinander, bis sie das preußische Militär gnädigst in alle Himmelsrichtungen auseinandergejagt hatte. Machtfragen lassen sich nicht mit dem Palmzweig in der Hand regeln, Gesetze entstehen nicht durch Konversation …
Was Abweichler betrifft, da erinnere ich an die Zeit, als sich die CDU in der Brandt-Ägide einige FDP-Abgeordnete zusammenkaufte, um die Ostverträge zu verhindern. Diese Karrierinskis folgten angeblich auch ihrem Gewissen, das sie allerdings wohl eher im Portemonnaie bei sich trugen. Letztlich langte es für den Barzel ja auch nicht. Dann gibt’s da noch diesen Simonis-Attentäter in Kiel. Wen von beiden meinst du mit ‚notwendiges Korrektiv‘ …?
Freigegeben wird die Abstimmung sonst höchstens bei Gott-und-die-Welt-Entscheidungen: ‚Sind Sie für oder gegen Philosophie als Unterrichtsfach an höheren Schulen‘ und bei anderen Dingen dieses Kalibers. Bei essentiellen und kontroversen Sachen – ob Hartz IV oder Kosovo-Einsatz – habe ich noch keine freie Abstimmung erlebt …
am 9. März 2008 um 15:51
@Jörg Nr. 73:
„Ich habe nicht den Eindruck,…“
Schau dir deine Aussagen in 3 Wochen noch einmal an, und versuch dann so zu tun als wenn Du nicht Du, sondern ein Aussenstehender bist
Nähkästchen:
Man stelle sich vor einen Spiegel und schaue sich dort min. 5 Minuten in die Augen. Das was man dann sieht, ist man selbst…
Hüstel -Glashaus und die bösen Steine-:
„…nur weil ich nicht bereit bin, die Gesellschaft auf ein technisches Konstrukt zu reduzieren.“
Von Reduktion kann wohl kaum die Rede sein, wenn man allgemeinverbindliche Regeln definiert. Beweis allen hier das es auch anders geht. Mach eine Memo und stelle es allen frei zu kommen und zu gehen, wann es ihnen beliebt. Die Geschäftsführung regelt das sich daraus Ergebende schon
Ganz ohne Regeln geht es eben nicht, ohne den besagten Quantensprung…
Gruß
am 9. März 2008 um 16:16
Richtig, das unterschreibe ich zu 100%. Genau deshalb hätten sich Koch und Ypsilanti zur Wahl stellen müssen, und zwar ohne große Diskussionen im Vorfeld. Dann hätten die Parlamentarier die Möglichkeit gehabt, auf demokratische Weise das Wahlergebnis der Bürger durch ihre eigene Wahl zu interpretieren.
Aktuell wird aus einem Trauerspiel eine Komödie, und obwohl ich eigentlich eher zu den Liberalen tendiere, werde ich im Herbst hier in Bayern wohl die Linke wählen. Hier macht es am Endergebnis nichts aus, da kann man gefahrlos protestieren.
Es ist einer Demokratie und einer demokratischen Partei nicht würdig, eine Gruppe von immerhin mehr als 5% der Wähler aus reichlich billigen Motiven auszugrenzen.
Wenn ich dann noch Kommentare lese wie den oben verlinkten, der, wie könnte es anders sein, bei der Achse der Selbstgerechten veröffentlicht wurde, kommt mir die Galle hoch.
am 9. März 2008 um 16:27
Sehr geehrte Frau Metzger, falls Sie diese Seite lesen sollten, möchten wir Ihnen sagen:
– Danke für Ihren Einsatz für die Glaubwürdigkeit in der Politik
– Halten Sie durch!
– Geben Sie Ihr Mandat, dass Ihnen vom einzigen Souverän (dem Wähler) gegeben wurde, nicht ab
– Halten Sie durch, viele Menschen in Deutschland sind in diesen schweren Stunden mit ihren Gedanken bei Ihnen
– Sie sind für uns die Hofnungsträgerin, dass man die SPD noch weiter wählen kann
Es grüßen Sie Peter Stendel und Thomas Sapper ( seit 50 bzw 35 Jahren SPD- Wähler)
am 9. März 2008 um 16:32
Appell an die anständigen u. ehrlichen (auch wenn’s manchmal schwer fällt) in diesem Land:
Es gibt ca. 50% „Oben“ (von gehobener Mittelschicht bis zu den dekadenten, kriminellen und parasitär lebenden Bevölkerungsschichten. Z .B. vom noch BMW-Mitarbeiter, Leute des Seeheimer Kreises (rechte SPD’er) bis zu den Zumwinkels, Henkels, Clements, Kohls u. den Lichtensteiner Geldverschiebern usw. Und 50% „Unten“ (von raus gefallenen aus der Oberschicht z. b. vom Nokianer, über den in Zukunft rausfliegenden BMW’er, über die vielen Unterbezahlen (Zeitarbeiter, 1€- Jobber, bis zum Penner auf der Straße, und alle die mit dieser Gesellschaftsform nicht mehr zurecht können! Also das Prekariat (prekär: schwierig, misslich, bedenklich, analog zu Proletariat abgeleitet /laut Wiki). Wenn wir aus dieser Gruppierung (unten, links) nicht zusammen halten, so wie es die (oben) gerne möchte sind wir auf Ewigkeiten verdammt denen ihr saus- und braus Leben, bis zum jüngsten Tag zu ermöglichen! Ich weiß ihr kriegt alle weiche Knien und braune Hosenzwicken, wenn man euch das Todschlag-Argument „NEID“ vorhält. So sind die Anständigen nun mal, eigentlich ein Fall für den Psychiater, haben immer nur Moral im Kopf wollen die Welt verbessern (sie soll doch gerechter werden). Merken aber nicht das wir zusammenhalten müssen, damit wir nicht zusammengehauen werden. Wir sind Zwerge, Wohlstandmüll die kommen vor lachen nicht in den Schlaf wenn wir was anfassen wollen, verändern geht gar nicht, nicht in diesem Zustand. Das beste Beispiel: die Metzger-Dame. Klar dass die Rechte jubelt – und die Linken beginnt sich wieder zu zerfleischen. (wie immer). Habt ihr alle den Fall der Landrätin (G. Pauli) aus Franken schon vergessen. (Ausspioniert, nackig gemacht mit Schmutz beworfen) Pfui Teufel! Die wo damals die größten Nestbeschmutzer waren, zollen heute einer Dame vom politischen Gegner Hochachtung. Lächerlich ihr Narren. Und ihr von unserem Lager wollt ebenfalls der Gerechtigkeit wegen …
„Stimme des Gewissens“ und lauter solchen Saft. Soll ich euch mal die Augen öffnen: Auf der andern Seite stehen andere Bataillone bereit uns in die Knie zu zwingen: (die Staatsmacht, das Militär, die Polizei, die Banken, die Rechtssprechung, das Parlament und die (gezinkte) Demokratie. Klar ich bin auch kein großer Fan der Ypsilanti (bei den vielen Fehlern) aber die muss es auch erst lernen, wie man sich in der verlogenen Politik der BRD am günstigsten verhält. Wir, die auf der anderen Seite stehen, können nicht nur mit Eiern oder brennenden Papierkörben aufmucken. Wir müssen die benutzen die dazu bereit sind gegen das andere Lager aufzustehen. Das können wir zitterbeinigen, ungebildeten (nicht dummen) Schwachköpfe ohne rhetorische Fähigkeiten nun mal nicht ohne einen Lafo, Geisler, Ypsilanti, die Linke, Attac und andere wenige Sympathisanten was ausrichten.
Nur wenn wir zusammenhalten eine Partei wie z.Z. „die Linke“ od. auch zur Not ne SPD (die sich wieder auf ihre Wurzeln besinnt) in die Parlamente bringen, haben wir überhaupt nur eine Chance zum überleben. Nur Frontalpolitik zählt – nur links ist die Überholspur! Gefangene werden nicht gemacht!
Warum ich mich so aufrege und wo ich denn stehe – fragt ihr? Mir gehst gerade noch gut, aber ich will das es anderen mindestens auch so geht wie mir. Weil wir irgendwann in die Kiste springen müssen (die einzige Gemeinsamkeit die wir mit denen da oben teilen) und uns dabei nicht vorhalten lassen müssen wir hätten unser Leben verpfuscht.
Viele Grüße der Jogel (nicht ganz Orthografisch wie immer, aber ehrlich)
am 9. März 2008 um 21:05
zu Chat Atkins:
Lieber „Chat Atkins“ Vielleicht sollten Sie diesen
bemerkenswert demokratischen Vorfall nicht so sehr
durch Ihre sozialdemokratische Brille betrachten.
Versuchen Sie die Entscheidung doch einmal völlig neutral zu
bewerten. Hätte ein „schwarzer“ gegen Koch gestimmt, hätten Sie bestimmt gejubelt !
Ich habe vor vielen Jahren immer die Grünen (bevor auch diese Partei leider vom süssen Geschmack der Macht korrumpiert wurde)bewundert,
wie dort Demokratie noch wirklich gelebt wurde.
Abgeordnete nur noch zu dumpfen Ja-Sagern im Sinne einer Parteistrategie
zu verdammen erinnert eher an die dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als an eine wirkliche Demokratie.
Vielleicht sollten Sie in einer weniger emotinalen Minute in aller Ruhe darüber nachdenken.
Gruß
A.Brass
am 9. März 2008 um 22:01
Bester A. Brass, ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal SPD gewählt habe. Ist lange her. Mir geht es um eine technische Frage, darum, wie man mit ‚rollenden Kanonen‘ auf einem schlingernden Schiff umgeht. Wild gewordene Polit-Materie also, die mitten im Sturm Lecks in die Schanzwand zu schlagen droht. In dem Fall hier heißt sie Dagmar Metzger, eine politisch geblendete Figur, die ihr kleines Herzilein über alle Vernunft stellen möchte. Da hat in meinen Augen die Parteiregie bei der Kandidatenaufstellung schlicht versagt. Eine Betonfrisur darf niemals auf einen Listenplatz kommen.
Glauben Sie mir andererseits – ob schwarz oder rot oder grün oder gelb, das ist mir alles herzlich egal. Ich lebe weit genug von Hessen entfernt. Wenn ihr dank der Metzger eine ehrliche Haut wie diesen ewig der Ehrlichkeit verpflichteten Koch noch vier weitere Jahre ertragen wollt, dann sei euch der Koch gegönnt.
am 9. März 2008 um 23:10
Lieber Chat Atkins,
Frau Metzger hat von einem aussichtslosen Listenplatz ein Direktmandat geholt und hat so das Vertrauen der Wähler. Diesen gegenüber ist sie ehrlich. Ein FRaktionszwang, der Abgeordete zwingt Unsinn zu machen ist laut Grundgesetz verfassungswiedrig.
Frau Metzger hat Anstand und Charakter und trägt dazu bei, dass man irgendwann mal unseren Kindern sagen kann „Unser MInisterpräsident ist ein Vorbild“. Wie soll man seinen Schulkindern erklären, dass der Vorgesetzte der Lehrer lügt?
Gruß Gerhard
am 9. März 2008 um 23:39
Lieber Gerhard,
auch Dagmar Metzger ist ihren Wählern gegenüber nicht ehrlich, denn sie verrät den Großteil der politischen Ziele, mit denen sie angetreten ist.
Dieser Wortbruchdebatte ist Augenwischerei, und sonst nichts. Ganz besonders dann, wenn ich den Alternativkanditaten Roland Pinocchio Koch in Augenschein nehme.
Ich glaube viel eher, daß es sich hier um ein Zickentheater erster Güte handelt.
am 9. März 2008 um 23:40
Lieber Gerhard,
auch Dagmar Metzger ist ihren Wählern gegenüber nicht ehrlich, denn sie verrät den Großteil der politischen Ziele, mit denen sie angetreten ist.
Dieser Wortbruchdebatte ist Augenwischerei, und sonst nichts. Ganz besonders dann, wenn ich den Alternativkanditaten Roland Pinocchio Koch in Augenschein nehme. Daß Du auch mit dem vorbildlichen Ministerpräsidenten auf die Tränendrüsen drückst, ist der absolute Griff ins Klo!
Ich glaube viel eher, daß es sich hier um ein Zickentheater erster Güte handelt.
am 10. März 2008 um 08:50
Liebe Frau Metzger,
bitte halten Sie durch.
Im Moment sieht es aus wie „der Ehrliche ist der Dumme“, doch es gilt
„Ehrliche währt am längsten“!
Sozialistische Selbstkritik gab es im Regime der SED, bitte heute nicht mehr. Sie haben ein Direktmandat und sind für die Zukunft der SPD in Hessen ein Keim der Hoffnung.
Auch wenn gilt „der Überbringer der schlechten Nachricht wird gehängt“, halten Sie durch, denn so wie der Eid der Kanzler, Ministerpräsidenten und Minister lautet „dem deutschen Volke zu Nutzen und Schaden von ihm zu wenden“, sollte dieses Ihre Losung für Standhaftigkeit sein.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Beharrlichkeit.
am 10. März 2008 um 09:25
@ 81: Da liegen eben die Unterschiede, bester Gerhard Gärtner: Ich wähle Parteien, weil ich bestimmte politische Ziele und Projekte erreichen möchte. Sie wählen dagegen Menschen – noch lieber, wie mir scheint, Held(inn)en. Wer von uns beiden politisch vernünftiger handelt, das Urteil überlasse ich Ihrer höheren Einsicht.
am 10. März 2008 um 09:43
Antwort A. Brass
ich muß tatsächlich grinsen, da kommt Lieschen Müller oder besser Dagmar Metzger damals noch mit Mädchennamen, aus Berlin ins verträumte Hessen um den Sohn des Darmstädter König zu heiraten, einen „König“ um dessen Ruf es n Darmsatdt nicht allzu zum besten steht. Als Mitglied der Partei des Königs wird sie chnell etwas, und da kommt schon die Gretchen Frage, von einer Dame die doch so auf Ehrlichkeit bedacht ist, denn soschnell werden nich Aufsichtsratposten an Genossen vergeben, welche in den unteren Parteigliederungen im Vorstand sind. Aber dank König Metzger wird die Dame Justiziarin der stadteigenen Sparkasse und Pöstchen an Pöstchen folgt. Wo bleibt da ihre gepriesene Ehrlichkeit. Das Berlin Argument ist doch so durchsichtig, denn bezüglich der Mauerzeit sind mir als Berliner alle Krokodilstränen von Politikern zuwider und ich finde sie einfach zum Kotzen, genau wie die von der Masse der Bundesdeutschen, denen zur Zeit der Mauer eine Fahrt nach
Westberlin wegen der Kontrollen an den Autobahnübergängen lästig war. Nur nach der Widervereinigung das lächerliche Geschrei war einfach abstoßend, denn soviel gespielter Patriotismus war einfach lächerlich.
am 10. März 2008 um 12:39
@Chat Atkins: das Prinzip des „freien Mandats“ wird ausdrücklich vom Grundgesetzt geschützt. Sollten wir also das Grundgesetz ändern, um es abzuschaffen? Sollten wir sogar vielleicht direkt Parlamente abschaffen und jedem Fraktionschef gebündelt die Stimmen der entsprechenden Sitze übertragen?
am 10. März 2008 um 12:50
Das ‚freie Mandat‘ ist geschaffen worden, um totalitäre Abstimmmaschinerien wir in der DDR zu verhindern. Das gilt auch für die ‚Immunität‘ der Abgeordneten übrigens. Von totalitären Zuständen sind wir jedoch weit entfernt, vor allem dann, wenn eine Abgeordnete zum gegebenen Zeitpunkt (Fraktionssitzung) das Maul erst nicht aufbekommt und später dann moralische Bauchschmerzen verspürt. Das klingt für mich nach einer typischen Netzwerker-Nummer. Dass die Frau aber naiv oder gar ‚ährliesch‘ war, dies zu glauben, weigere ich mich nach wie vor. Vielleicht wollte sie ja sogar die Ypsilanti retten, damit die nicht öffentlich die Simonis-Grätsche machen muss. Was weiß ich. Denn bei der entscheidenden Parlamentssitzung wäre immer noch der Seeheimer Kreis um den Fraktionschef Walther da gewesen, der seit Monaten gegen Ypsilanti hinterrücks die Messer wetzt. Parteien sind eben so, sie bestehen aus Unterparteiungen – aber erzählen sie mir nicht, eine mit allen Wassern gewaschene Karrieristin wie die Metzger hätte das alles gar nicht gewusst …
am 10. März 2008 um 13:06
@Chat Atkins: von totalitären Zuständen sind wir weit entfernt? Na hoffentlich bleiben wir es auch. Ein Grund mehr, das freie Mandat zu verteidigen. Du magst
in deinem Frust über die wahrscheinlich gescheiterte Kooperation mit den Linken glauben, was du willst und ihr alles mögliche unterstellen. Aber wenn sie sich etwas verpflichtet fühlt, was zumal vor der Wahl offizielle Parteilinie war, sollte man das respektieren (ich sage nicht, dass man sie jetzt zur Heldin erklären sollte). Sie wird ja auch persönlich die Konsquenzen tragen müssen, denn ihre politische Karriere in der SPD ist wohl schon beendet, bevor sie begonnen hat. Der Druck, der jetzt auf sie ausgeübt wird, ist nicht nur kontraproduktiv für die SPD, sondern auch schädlich für die Demokratie.
Eins verstehe ich aber nicht in deiner Argumentation: wenn es ihr wirklich darum gegangen wäre, Ypsilanti im Auftrag des Seeheimer Kreises gegen die Wand fahren zu lassen, hätte sie es doch viel leichter in der anonymen Abstimmung machen können. Sie riskiert doch persönlich viel mehr als es ihr nutzt.
am 10. März 2008 um 14:05
Sie streiten um des Kaisers Bart oder um das Fell des Bären. Schiller sagte dazu: ‚Getretener Quark wird breit, nicht stark.‘
Welcher Couleur wir auch immer sind: stellen wir uns die Sache einmal vor. Rot (Mitte links)-Grün bilden die Regierung, Rot (links außen) toleriert dies, stellt aber Forderungen (zB. Mitbestimmung bei der Besetzung der Ministerposten). Nun wäre das, die Regierungsbildung aber nur die erste Entscheidung, die ansteht. Bei jeder weiteren Entscheidung (=Richtunsänderung) werden wieder neue Forderungen gestellt + die Tolerierung + Abstimmung von deren Erfüllung abhängig gemacht. Das heißt, dass Rot (links außen) die Politik bestimmt, aber überhaupt keine Verantwortung übernimmt. Der Sündenbock wird immer Frau Ypsilanti sein (ganz abgesehen davon, dass sie nicht rechnen kann). Das macht doch nur jemand, der auf Teufel komm raus an die Fleischtöpfe der Macht will. Und der wird mit Sicherheit kommen (der Teufel). Die Forderungen der Linken sind ja zumindest bruchstückhaft bekannt. Wahrscheinlich halten die sich mit Absicht bedeckt. Jeder, der einen Haushalt führt (sei es nur der einer 1-Zimmer-Wohnung), weiß, dass er nicht mehr ausgeben kann als er hat. Die Linken wolle aber mindestens doppelt so viel ausgeben (hat man den Eindruck).
Frau Metzger tut Frau Ypsilanti + der SPD also letztendlich einen sehr großen Gefallen!!! Und das tut sie jetzt in aller Öffentlichkeit + nicht während der geheimen Abstimmung am 4. April.
Was also soll die Aufregung?
am 10. März 2008 um 14:21
Vielleicht ist die ganze Sache ja auch eine groß angelegte Schmierenkomödie alla SPD.
am 10. März 2008 um 14:42
@ Fragezeichner: Nur kurz – die Frau Metzger zählt, so hört man jedenfalls, zu den ‚Netzwerkern‘ in der SPD (Maaß, Gabriel, Heil, Ute Voigt usw.), zu den blanken Karrieristen also, die noch nie im Leben einer festen Position verdächtig waren. Dort hat man sie jetzt folgerichtig auch wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen. Weshalb aber sollte Frau Metzger da dem rechten ‚Seeheimer Kreis‘ (also Steinbrück, Ulla Schmidt & Co.) in die Hände gearbeitet haben? Das wäre doch die Konkurrenz am anderen Steigbügel gewesen. Trotzdem stehen beide Gruppierungen natürlich kontra Ypsilanti, die zur ‚Parlamentarischen Linken‘ in der SPD zählt – und damit zur dritten großen Gruppe. Jaja, das alles ist schon kompliziert. Glauben Sie mir im übrigen – ich habe an der ganzen Hessenwahl nur ein Interesse: Ich möchte den Koch nicht mehr sehen, und den Lafontaine genauso wenig …
am 10. März 2008 um 15:49
Ein herzliches Hallo an alle.
Allen, die Frau Metzger aufmunternde Worte zukommen lassen wollen, brauchen doch nur den Ortsverein der SPD in Darmstadt anzurufen. Dort bekommt man ohne großes Nachfragen oder Geziere die Private (?) E-Mail Anschrift auf Yahoo mitgeteilt.
Diejenigen, die Schmähadressen los werden wollen, sollen auch was zu tu haben, sonst würde ich die Anschrift hier direkt reinschreiben.
Ein Parteiloser, der der entgegengesetzten Richtung eher zustimmt. Warum stellen hier einige bitte des Volkesmandat hinter die Parteiräson? Unabhängig davon, daß solches in allen Parteien ( und vielen Vereinen ebenso) passiert, leben wir in einem Staat mit einem grundgesetz. Und wenn jemand die ganze Zeit sagt ( wie z.B. Frau Yps) nicht mit den Linken, dann sollte er das einhalten. Denn Frau Metzger verrät nicht die Politik, die sie vorher den Menschen genannt hat. Sie verrät eigentlich gar nichts, nicht einmal ihre Partei, denn die hat vor der Wahl etwas anderes gesagt. Und ob die Mehrheit der Bevölkerung Hessens wirklich einen Wechsel will, wage ich zu bezweifeln, schließlich hat die CDU immer noch mehr Stimmen als die SPD, wenn ich den Statistiken des Landeswahlleiters glauben darf die ja einige hier zitieren um den Machtanspruch für die SPD zu erhärten.
Und entschuldigung, auch die Vergangenheit Ihres Schwiegervaters spielt für Frau metzger selber keine Rolle. Sie ist Frau Dagmar Metzger, und mal ehrlich, wer von euch will wirklich sein eigener Schwiegervater oder -mutter sein?
Also, Hut ab vor der entscheidung von Frau metzger, denn sie wute mit Sicherheitz vorher, was passieren kann und es ist das mandat von Frau Metzger und kein Eigentum oder Mandat der SPD. Folglich muß Sie das auch nicht zurückgeben, nur weil die Parteiräson verlangt. Wer das in diesem Forum als freie Meinungsäußerung vertritt, de hat den grundsätzlichen Teil unserer Demokratie nicht verstanden. Das hat nämlich was mit dem Volk zu tun. Von Partei ist auch im lateinischen Stamm des Wortes keine Rede.
In diesem Sinne,
C. Z.
am 10. März 2008 um 16:01
Charakter hätte Frau Metzger gehabt, wenn sie sich aktiv und hörbar gegen Hartz IV und andere von der eigenen Partei initiierten Grausamkeiten zu Wort gemeldet hätte. Sie hat es nicht getan, weil sie konsequent eine Politik gegen diese Mitmenschen praktiziert. Sie nur will weiter so und Koch deshalb hofieren. Insofern ist ihr jetziges Handel schlüssig, – und daher entsprechend nur als mies und übel zu bezeichnen. Konsequenz an sich ist keine charakterlicher oder ehthischer Wert, es komt immer auf den inhaltlichen Kontext an! Das dümmliche Hochjubeln dieser Frau im rechten Blätterwald finde ich schlicht zum kotzen.
am 10. März 2008 um 16:47
Danke Frau Mezger!
Sie tut, wozu sich ein(e) Ministerpräsident(in) sogar per Amtseid verpflichtet: Schaden von unserem Volk abzuwenden. Wo kommen wir hin, wenn unsere Politiker nach der Devise leben: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“ Vorbilder sind immer noch wichtiger als Vorschriften.
am 10. März 2008 um 17:16
Ciao Anmerker,
Sie finden alles zum Kotzen, was von rechts kommt + alles, was von den Linken, zum Jubeln? Streng nach dem Motto: ‚Wech mit di Kapilisten; Volk jehört di Eiers‘? Ich gehe einmal davon aus, dass Sie bereits jede Menge Arbeitsplätze geschaffen haben + Ihren Gewinn unter Ihren Arbeitern + Angestellten regelmäßig verteilen.
Wenn einer viel arbeitet + das Risiko eingeht, am Ende ohne jede Sicherung, also auch ohne Hartz IV dazustehen, wenn dieser also Gewinn macht + Arbeitsplätze schafft wie zB. Herr Wedeking (Porsche), dann soll der bitteschön auch viel Geld verdienen!!! Wenn einer aber eine gut gehende Firma herunterwirtschaftet (Mannesmann), der sollte auch dafür gerade stehen + nicht auch noch dafür belohnt werden.
Lieber Anmerker, lassen Sie die Kirche im Dorf.
am 10. März 2008 um 17:21
Oh Gott, was ist dieses Land herabgekommen, wo man schon zur Volksheldin werden kann, wenn man als Petite Bourgeoise ohne jedes persönliches Risiko gegen eine SPD-Regierungsübernahme stimmt. Mir scheinen einige meiner Vorredner zu viel in der BILD geschmökert zu haben, anders sind die Arien auf unsere Jeanne d‘Arc des Boulevards nicht zu erklären.
am 10. März 2008 um 17:26
Ach Kümmerle, scheinbar kümmerst Du Dich um garnichts, scheibar nur um dummes Geschwätz, Herr Wedekind schafft keine Arbeitsplätze, die Arbeitplätze schaffen die Schwachköpfe welche so einen Viagraersatz wie den Cayenne oder ein anderes Porschemobil fahren. Wenn Du allerdings der Meinung bist Du kannst eines der Porschemodelle auf Europas Autobahnen ausfahren, dann bist Du mit recht ganz schnell ein Krimineller, denn die Anzeigen Querbeet erreichen ganz schnell den Satz von Strafen welche nachdem STGB ncht mehr als Vergehen geahndet werden. Aber was hat Wedekind mit Frau Metzger zu tuen, Wedekind hat sich duch können bei Porsche an der Spitze gehalten, Frau Metzger ist zwar Bankkauffrau und Juristin nur was sie bei der Sparkasse DArmstadt ist, verdankt sie ihrem Schwiegervater, genau wie die Nebenjobs in den Aufsichtsräten.
am 10. März 2008 um 17:36
Lieber Chat Atkins,
immerhin kommt es nicht alle Tage vor, dass jemand aufsteht + sagt, dass er etwas nicht richtig findet. So ganz risikolos scheint mit diese Äußerung im übrigen nicht zu sein. Sie selbst kommentieren ja noch nicht einmal unter Ihrem Namen.
am 10. März 2008 um 17:56
@Reinhold Brunkel
Wenn die Vorbilder so wichtig sind, hätte sich die Dame vielleicht ein Vorbild an einem von Deutschlands besten Kanzlern nehmen sollen. Der war es nämlich, der sich um sein Geschwätz von gestern nicht scherte.
Aber vielleicht hat sie sich auch den brutalstmöglichen Aufklärer zum Vorbild genommen, den abzulösen sie eigentlich angetreten ist. Roland Pinocchio Koch heißt der Knabe.
Diese ganze Wortbruchkampagne ist einfach nur Volksverblödung. Die Wahl hat zu einem Ergebnis geführt, daß eben auch ein Umdenken erzwingt. Wie heißt es doch so schön: Einen Tod muß man sterben. Man kann die angestrebten Ziele im Auge behalten oder eine Personaldebatte führen.
Tatsächlich ergibt sich weder ein Grund zur Heldenverehrung, noch für eine moralinsaure Lügendebatte. Hessens größter Lügner ist seit langem bekannt, und der wird auch so leicht nicht zu übertreffen sein.
am 10. März 2008 um 18:08
Ich glaube almählich ihr dreht euch im Kreis und wiederholt im wesentlichen die immer gleichen Argumente. Ich hielte es für sinnvoller, wenn ihr nur noch Dinge vortragt, von denen ihr meint, dass sie euren Diskussionspartner irgendwie überzeugen könnte.
am 10. März 2008 um 18:09
[Editiert] Dieser Ton ist hier unerwünscht
am 10. März 2008 um 18:20
Da erübrigt sich jeder Kommentar. Und so etwas will mitregieren.
am 10. März 2008 um 18:20
@ 98: Bester Hartwig Kümmerle, ich kenne hier eine Kneipe, da stehen diverse Figuren Nacht für Nacht auf, um lauthals zu verkünden, dass sie irgendetwas ‚gansch un goar nich *hicks* für richdisch haldn‘. Der Wirt meint dann meistens, sie sollten aufhören, in seinem Laden herumzugröhlen und besser nach Hause gehen …
Querulantentum kommt also öfter vor, als Sie denken.
am 10. März 2008 um 18:47
@Jörg:
Du meinst, wir machen es wie die Mainstream-Presse: Wenn sie oft genug „Wortbruch“ schreibt, glaubt auch noch der letzte daran?
Könnte was dran sein.
am 10. März 2008 um 20:25
Auch ich bin der Meinung, daß Frau Mezger aller Respekt gehört. Diese Scheinheiligkeit von den verhinderten Ministern/innen ist kaum zu ertragen. Vor allem Herr Scheer sollte sich schämen. Zu lange schon müssen wir die Folgen der verkorksten Politik von den tapferen Parteisoldaten, die sich über die Jahre nach oben gewühlt und immer stromlinienförmig „gedient“ haben, ertragen. Daher kann man nur froh sein für jeden Abgeordneten, der sich bzw. sein Gewissen immer wieder kritisch prüft und sich dann auch mal gegen die Parteilinie entscheidet.
In diesem Sinne, GFJ
am 10. März 2008 um 20:55
Kommentar zu Lothar Sawall und zu Chat Atkins:
Ich sah mich bisher nicht veranlasst so detaillierte Nachforschungen
über die Vergangenheit von Frau Metzger anzustellen.
Gegen wir einmal davon aus, dass sie Karriere auf die von euch beschriebene Weise gestartet und betrieben hat.
Würde eine solche Person nicht mit allen Mitteln versuchen, sich an der erreichten Position zu halten oder sich gar noch weiter nach Oben zu schleimen ?
Selbst dem „Dümmsten“ musste doch vorher klar sein, dass nach einer solchen Aktion, wie Frau Metzger sie gestartet hat, alle anderen Mitglieder der Fraktion, wie die Heuschrecken, über ihn herfallen würden. Desweiteren musste es Frau Metzger genau so klar sein, dass diese Aktion ihr sicheres Karriereende in der hessischen SPD bedeuten würde.
Das passt dann aber irgendwie nicht zu der „karrieregeilen Beschreibung“
ihrer Person, es sei denn sie hat sich um ca 180° gedreht.
Vielleicht ist es ja doch ihr Gewissen ?
Soll es ja zuweilen geben, dass sich im Lande von GAZPROM-Schröder,
Post Zumdickel und geilen VW-Betriebsräten mal jemand zum positiven ändert.
Manchmal brauch man halt auch mal Helden.
Allerdings wirklich sehr traurig, wenn uns dies
den „Herrn und Meister über Gesetz und Ehrlichkeit“ als
Ministersheriff von Hessen erhält.
Aber vielleicht wacht ja auch die CDU mal auf und erkennt
dass Roland den Recken in Deutschland wohl so richtig niemand mehr braucht.
Gruß
A.Brass
am 11. März 2008 um 00:05
@ A. Brass: Ich kenne nun mal Polit-Karrieren – auch die in der SPD. Gerade in dieser Partei wirst du nicht einmal Ortsvereins-Kassiererin, ohne ein Stück weit intrigant, seilschäftig und stets auf dein persönliches Vorankommen bedacht zu sein. Warum sollte also plötzlich Frau Metzger eine ‚ehrliche Haut‘ sein, wo sie es doch sogar zur Landtagsabgeordneten gebracht hat? So einfach ist es manchmal, die Luft aus den moralgeschwollenen Reifen zu lassen.
Wobei ich bemerken möchte, dass ich es nicht kritisiere, sondern dass ich es nur konstatiere, dass man so veranlagt sein muss, um es in Parteien zu etwas zu bringen …
am 11. März 2008 um 08:30
Dass Frau Metzer ihre Meinung hat und angeblich es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, die Linke zu tolerieren, das ist ihr gutes Recht. Aber das hat sie ja auch schon vorher gewusst. Warum lässt sie dann ihre Parteifreundin so ins Messer laufen? Wenn sie so „anständig“ wäre, wie sie jetzt tut, dann hätte sie Frau Ypsilanti schon vorher über ihre Haltung informiert. Ich finde ihr Verhält äußerst schofel und gemein.
am 11. März 2008 um 09:22
zu A.Brass
Wenn man selber 25 Jahre Mitglied der SPD war und wegen der „Genossen“ oder besser denen das Wort Genosse zuwider ist, like Schröder die Partei verlassen hat, dann weiß man wie es in der Partei zu geht. Erst einmal mußt du deine Ellenbogen benutzen, ganz egal um was es geht um einen Posten im Ortsverein oder als Delegierter, genau wie um einen Platz um in der Kommunalpolitik etc.. Wenn dann eine Frau Metzger daher kommt und auf tugenhaft plädiert, dann ist das alles nur schau-spielerei, denn wie bereits gesagt der Schwiegerpapa war ein von skandalen umwitterter OB in Darmstadt, der bis zu seinem Tode 1993 die Fäden der SPD in Darmstadt spann. So wurde seine Schwiegertochter sehr schnell Justiziarin bei der Sparkasse Darmstadt und auch Aufsichtsrat in verschiedenen Unternehmen (HSE), genau wie in der Partei in Darmstadt und das alles nicht wegen ihrer jetzt so gut gespielten Aufrichtigkeit. Metzger gehörte zum rechten Flügel der SPD genau wie seine Schwiegertochter die sich dem Seeheimer Kreis verbunden fühlt. Also diese Aufrichtigkeit von Frau Metzger hat Grenzen und ihre Interessen auch, denn ihrer Karriere bei der Sparkasse sind Grenzen gesetzt und daher versucht man es in der Politik, auf kommunaler Ebene hats ja schon geklappt, dann sollte es auf Landesebene halt weiter gehen. Ja die bösen Seilschaften und vorallem macht ihr Verhalten ja auch Eindruck beim politischen Gegner, wie heißt es so schön dann klappts auch mit den Nachbarn, oder ein Spitzenpöstchen bei der Sparkasse DArmstadt springt dabei heraus.
am 11. März 2008 um 15:37
Frau Metzger hat mit einer 47 Jahre (Mauerbau, Familientrennung) rückwärts gewandten und begründeten Haltung eine persönliche Rechnung gegen alle Linken in Deutschland beglichen und diese persönliche Rache als „Gewissensgrund“ versucht zu verkaufen – Frau Ypslilanti’s
nicht gehaltenes Versprechen vor der Wahl hin oder her – das ist nicht Dagmar Metzgers wahrer Grund.
Frau Metzger, offensichtlich jahrzehntelang von diesem Haß gegen alle LINKEN zerfressen, kann diese persönliche Rechnung aufmachen – aber nur als Privatperson und nicht als Mitglied der SPD oder einer anderen Partei.
Was haben die 6 Mitglieder der LINKEN im Hessischen Landtag, teilw. geboren erst nach dem
Bau der Berliner Mauer, mit Mauerbau und der persönlichen Familiengeschichte von Frau Metzger zu tun ? Gar nichts.
Ihr persönlicher Haß und ihre Voreingenommenheit gegen die heutige LINKE allgemein siegte über die politische Zukunft der hessischen SPD, des Landes Hessen und der SPD insgesamt, denn nun wird Roland Koch nicht nur geschäftsführend sondern nach den nächsten Neuwahlen in Hessen weiter Ministerpräsident bleiben und die SPD deswegen auch die Bundestagswahl 2009 verlieren.
Ihr persönliches Ego gewann die Oberhand, ist dies nicht auch Machtmißbrauch ?
Frau Metzger ist in den letzten Tagen insbesondere von den rechten Medien und Politikern in Deutschland hochgelobt worden; wenn mich meine Feinde respective der politische Gegner lobt, muß ich etwas falsch gemacht haben – merkt sie das nicht ? Dies betrifft auch die angebliche Merhheit der 5000 e-mails, wodurch sie sich in iher Haltung bestätigt fühle, was niemand nachprüfen kann.
Niemand weiß (bisher), wer und was außer ihrem „Gewissen“ noch hinter Ihrer Haltung steckt.
Ich erinnere an Cicero: Qui bono – wem nutzt das ?
Der politische Gegner liebt den Verrat, aber nicht den Verräter. Frau Metzger ist stur, verbohrt und hat keine politischen Zukunft – nirgendwo.
Ich bin schon heute gespannt, was Ihr Gewissen sagt , wenn die hessische und Bundes-SPD in spätestens 12 Monaten im Staub liegt – Frau Metzger wird sich dazu mit Sicherheit nicht äu-
ßern.
am 11. März 2008 um 19:59
Was denkt sich eigentlich Frau Metzger.
Die Wähler, die diese Frau gewählt hatten wollten die Ablösung von R.K. Nun verhindert Sie genau dieses Vorhaben. Wo bleibt die Glaubwürdigkeit???
Dies ist der Todesstoß für die SPD. Ich nehme an, daß genau aus diesem Grund Frau Metzger diese Strategie gewählt hat, da Sie eigentlich der CDU nähersteht als Ihrer eigenen Partei. Ihr ein Mandatsverzicht nahezulegen ist zwecklos, da Sie mit absoluter Sicherheit nie bereit ist auf dieses Einkommen zu verzichten.
am 11. März 2008 um 21:04
Bezug: ‚89 (Fragezeichner): „… wenn es ihr wirklich darum gegangen wäre, Ypsilanti im Auftrag des Seeheimer Kreises gegen die Wand fahren zu lassen, hätte sie es doch viel leichter in der anonymen Abstimmung machen können. Sie riskiert doch persönlich viel mehr als es ihr nutzt…“
———————-
Interessanter Gedanke. Da hat’s Klick gemacht. Nein, sie riskiert im Grunde genommen gar nichts. Aus der Anonymität (bundesweit bezogen) in die nationale Popularität, cleverer kann man’s nicht anstellen. Und wenn man sich die resolute Damen so ansieht, 1. hat sie genug Lebenserfahrung (und kann wol auch einiges aushalten), 2. als Juristin ist sie mit Wortjonglierei, Schlagabtäuschen der harten Gangart vertraut und 3. ist das wohlwollende „Über-Ich“ Ihres Schwiegervaters als Ex-OB von DA (und stellvertretender Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion in den 70er Jahren) zugleich eine menthale Stärkung.
Und 4. könnte die Hyphese mit dem Seeheimer Kreis im Rücken eine Breitseite abzuschiessen, gleichfalls ein weiteres und wie mir scheint, ein entscheidendes Argument sein…
PolitikerInnen und sicherlich auch D. Metzger – die mir nach all den kritischen Postings hier (die mir im Grossen und Ganzen sehr gut gefallen) doch weit weniger die Heldin unserer Nation scheint – hat ihre Haltung/Enscheidung mit Kalkül gewählt. Eiskaltem Kalkül… Frau Merkel, ziehen sie sich warm an.
Nein, hier geht’s nicht um Ypsilanti, hier geht’s auch nicht um Beck. – D. Metzger ist der neue Kanzlerkandidat, der sich mit dieser Aktion sehr trefflich gegenüber Beck positioniert hat. Das würde mir absolut einleuchten. Diese Aktion wird Metzger die nächsten 1-2 Jahre helfen, weiterhin Medienbeachtung zu finden, und sicherlich gibt’s auch bei einem Grossteil der SPD-orientierten Bevölkerung eine wohlwollende Erinnerung.
Metzger contra Beck. Metzger contra Merkel… Genial, für einen PR-Strategen kann es nichts schöneres geben. – Ich hatte mich sehr über die Presseerklärung vno Beck am Montag gewundert. Kein einziges Wort über D. Metzger, einfach totgeschwiegen. Weil er weiss, das sie ihm in den nächsten 2 Jahren sehr gefährlich werden kann. Sie ist für viele in der SPD, in dem eher echten traditionellen, sozial-demokratischen Lager (im Geiste der 60er und 70er Jaher), heute muss man ja schon fast rechts-konservativ-orientiert sagen, eine echte Option. Ist sie aktuell noch in Darmstadt auch stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende ??
(Der Linksruck der SPD mit Annäherung an die Linke wird insgesamt eher nur schaden und von der Masse der Wähler negativ gutiert werden. Das haben auch diverse Studien bereits aufgezeigt.)
Thierse hatte heute auf Deutschlandradio im Interview dazu Stellung genommen, er war ja einer der Unterzeichner des Thesenpapiers der SPD-Linken (O-Ton aus den Pressemeldungen: „Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat den von SPD-Parteichef Kurt Beck eingeleiteten Öffnungskurs zur Linken als alternativlos bezeichnet.“) – Thierse, ein schlaues Kerlchen, sieht wohl schon die Gefahr seitens D. Metzger… also lieber einen Linksruck als die SPD in einer Position zu belassen, die der politischen Haltung von D. Metzger zunahe kämme. Denn das käme ihr zugute…als neue Bundeskanzlerin, die II. in spe…
Und für das Wahlvolk ist sie allemal ein Bundeswahlkandidat. Sie liegt vom Alter genau zwischen …49 und 55+, äusserlich macht sie einen sehr resoluten Eindruck, kann mit Merkel mithalten. Mit ihr kann die SPD in allen Bevölkerungsschichten Wählerstimmen ziehen (ausser vielleicht bei den allein-erziehenden Müttern, D. Metzger scheint kinderlos).
ElJay aus HH.
am 11. März 2008 um 21:26
NACHTRAGG zur Hypothese „D. Metzger, die neue Bundeskanzlerin-Kandidatin“:
Auszug aus der Website von Dagmar Metzger mit einer Zusammenfassung der Aufgabensctermin):
„SCHWERPUNKTE
* Wirtschafts- und Finanzfragen, Wirtschaftsförderungsprogramme, Mittelstandspolitik, Entwicklung der Region, Sicherung von Zukunftsmärkten und Schaffung von Arbeitsplätzen
* Modernisierung des öffentlichen Haushaltswesens, Vereinfachung von Verwaltungsvorschriften, Beseitigung bürokratischer Hindernisse, Entwicklung einer serviceorientierten Partnerschaft zwischen Land, Kommunen und Bürgern
* Kulturelle Förderung und Entwicklung der Region
* Energiepolitik“
(Quelle: Spiegelung vno D. Metzger’s Site in Archive.org: http://web.archive.org/web/20070714011504/www.dagmar-metzger.de/schwerpunkte.html )
Das klingt eher wie ein Vertreter der CDU… damit würde man im Bundestagswahlkampf gegenüber A. Merkel nicht zu sehr polarisieren, d.h. man läuft nicht Gefahr, sich in’s Abseits zu schiessen. Passt doch…
am 11. März 2008 um 22:10
Was vor der Wahl gesagt wurde, muß nach der Wahl auch gefälligst eingehalten werden – oder gilt das nur, wenn man dazu auch ein Ehrenwort erhält?
am 12. März 2008 um 15:15
Hab da eine Idee, die sehr bequem ist, nichts kostet und der Polit-Maffia riesen Probleme bereiten wird !!
Mitmachen !!
Geht nicht mehr zur Wahl !!! zu keiner !!!
dann können sich die Politgangster nicht mehr darauf berufen, dass sie vom Volk gewählt worden seien.
Wahlbeteiligung kleiner 10 % , dass ist die Lösung.
Davor haben diese Schmarotzer am Volk wirklich Angst, nehmlich keine Legimitation vom Volk mehr für ihre Machenschaften zu haben.
Deshalb auch immer die beschwörenden Appelle, dass Ihr zur Wahl gehen sollt !!
Verweigert Euch ! Wacht endlich auf und begreift, wie sich diese Kaste auf dem Rücken des Volkes grenzenlos bereichert ( Zumwinkel, Esser, Ackermann, Energiekonzerne unter dem Intimfreund von Schröder, Lutz Class, Clement und und und.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer sind solche Leute wie Dagmar Metzker in Hessen, die den Kampf gegen die Polit-Maffia aufgenommen hat und durchhält !!
Unterstützt diese Frau ! Das könnte eine Keimzelle für eines Neuen Deutschland werden, wenn sich mehr diesem Ausbeutersystem verweigern !!
A.Wichmann
am 12. März 2008 um 15:55
Für einen langjährigen SPD-Wähler wie mich, der die unsäglichen Minister Müller und Eichel (wie kommt man eigentlich auf die Idee, einen gelernten Gymnasiallehrer für Deutsch und Geschichte zum Finanzminister zu machen?) über sich hat ergehen lassen müssen, war Ypsilantis klares Versprechen, sich auf keinen Fall von der Linken (sprich: SED-Nachfolgepartei) auf’s Schild heben zu lassen, eine richtige Erholung. Endlich einmal jemand, der seinem durchaus legitimen Streben nach Macht nicht die Überzeugung opfert. Und dann dieser Wortbruch, dieses unwürdige Mobbing eines Parteimitglieds und schließlich der windige Beck! In diesem tiefen Jammertal sind Persönlichkeiten wie Dagmar Metzger ein wahrer Lichtblick. Schade nur, daß ihre Netzseite gegenwärtig nicht erreichbar ist. Ich würde ihr zu gerne meinen großen Respekt und meine Dankbarkeit ausdrücken.
am 12. März 2008 um 19:15
qui bono? fragt ein Schreiber? pro Pinocchio! Roland Koch bildet eine Regierung… BIblis ist (vorläufig) gerettet (danke sagt die HEAG HSE ihre Aufsichtsrätin Metzger!) Frankfurt Airport bedankt sich auch, Bahrs vom Seeheimer Kreis, der Dagmar Metzger schön ermuntert hat, wird wieder Geld von der Rüstungsindustrie kriegen und sagt auch Danke! und die Linke sagt auch Danke, denn wer links wählen will, hat jetzt nur noch eine Möglichkeit, nämlich die Linke wählen und wenn nach einige Monate Chaos ohne effizineter Regierung in Hessen jeder einsieht, dass neue Wahlen erforderlich sind, bekommt die Linke 14 %… oder mehr…
am 12. März 2008 um 21:30
[…] vielen und unterschiedlichen Meinungsäußerungen zu Dagmar Metzger zweigen vor allem eines: das Bild, das wir uns von Leuten machen, die uns […]
am 13. März 2008 um 11:27
14 % für die Linke? + dann?
Die Hoffnung stibt zuletzt!
am 3. November 2008 um 12:09
Wie ich soeben gehört habe, wird aus der Wahl von Andrea Ypsilanti zur hessischen Ministerpräsidentin wohl doch nichts. Nicht nur Dagmar Metzger, sondern jetzt auch der stellvertretende Parteichef Jürgen Walter und die Abgeordneten Silke Tesch und Carmen Everts wollen nicht mitziehen.
am 6. Juli 2010 um 21:23
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