Es gibt Leute, die können so reden, dass die Zuhörer, begeistert sind, dass die Herzen ihnen zufliegen, dass sich das Publikum zugleich unterhalten, bestätigt und aktiviert sieht. Beppe Grillo, der neue Held de Eliten-Anprangerungs-Elite, gehört offenbar dazu. Jeder, der seinen Auftritt bei der lit.Cologne gesehen hat, schwärmt, sein Blog gehört zu den 10 meistgelesenen Blogs der Welt. Der Mann kann seine Botschaft vermitteln.
Dann gibt es Leute, denen zuzuhören ist anstrengend, es erfordert Vorwissen und volle Konzentration. Zu denen gehört Jürgen Habermas. Auch wenn auch er Säle füllt, verlässt die Mehrzahl seiner Zuhörer den Vortrag ratlos, sind viele nicht sicher, ob sie überhaupt verstanden haben, wovon der Philosoph gesprochen hat, geschweige denn, was seine Botschaft war.
Frau Schnutinger hat anlässlich eines Beitrages über einen Feuilleton-Artikel zu einem Habermas-Vortrag eine Diskussion provoziert, der ich hier noch ein wenig nachsinnen will. Sollte Habermas sich vielleicht Beppe Grillo zum Vorbild nehmen? (weiterlesen …)