Manager sind keine Unternehmer
Wenn in Deutschland über „die Wirtschaft“ gesprochen und oft geschimpft wird, werden meistens zwei grundsätzlich unterschiedliche Gruppen von Akteuren zusammengeworfen, die eigentlich nicht viel gemein haben: Manager und Unternehmer. Aus dieser verbreiteten Sicht auf „die da oben“ „die Mächtigen“ oder „die Eliten“ resultiert inzwischen sogar so etwas wie eine Solidarisierung zwischen beiden Seiten, obwohl die Interessen und Ziele, die Arbeitsweisen und Loyalitäten kaum unterschiedlicher sein können.
Manager sind angestellte Verwalter des Eigentums anderer. Die Eigentümer haben bestimmte Vorstellungen, wie mit ihrem Eigentum zu verfahren ist und was dabei herauszukommen hat, und sie verpflichten die Manager auf diese Ziele mit finanzieller erfolgsabhängiger Vergütung.
Es ist ein gesondertes Problem, das hier gar nicht weiter betrachtet werden kann, ist, dass die Eigentümer, indem sie ihr Eigentum in die Hand der Manager geben, glauben, sich von der Verantwortung für die „Nebenwirkungen“ der Verwendung ihres Eigentums zu befreien. Das gilt für Kleinaktionäre genauso wie für Fonts oder persönliche Großaktionäre. Manager und Eigentümer glauben, dass ihre Arbeitsteilung notwendig auch eine Trennung zwischen Macht und Moral mit sich bringt.
Ein Unternehmer entscheidet über die Verwendung seines Eigentums selbst – er führt sein eigenes Unternehmen – das heißt, hier gibt es keine Trennung zwischen Eigentum und operativer Entscheidungsverantwortung. Damit gibt es auch keine Trennung zwischen Moral und Macht. Ein Unternehmer hat immer die Verantwortung für alle Folgen seines Tunszu tragen – und ist sich dessen auch bewusst.
Typischerweise werden die Großunternehmen in Deutschland von Managern geleitet, meist befinden sich diese zudem in Streubesitz – der Eigentümer ist nahezu unsichtbar. In diesem Segment der Wirtschaft haben wir es mit einem Kapitalismus ohne Kapitalisten zu tun. Manager verhandeln über die Konditionen ihrer Arbeit nur noch mit anderen Managern, nicht mehr mit Eigentümern. Die moralische Verpflichtung, die sich aus dem Eigentum ergibt, hat in diesem Teil der ökonomischen Realität keinen Träger mehr.
Ganz anders in den Unternehmen, in denen der Eigentümer selbst die täglichen Entscheidungen trifft. Sämtliche moralische Verpflichtungen, die der Unternehmer empfindet, fließen, wie bei jedem anderen Menschen, der über sein Eigentum verfügt, in diese Entscheidungen mit ein.
Man kann wohl davon ausgehen, dass die ethischen Standards, denen ein Unternehmer sich verpflichtet fühlt, weit aus sozialverträglicher sind, als die des Managers. Das hat verschiedene Ursachen: Ein Unternehmer findet sich entweder in einer Familientradition, in der konservative, auf das gesellschaftliche Wohl verpflichtende Werte wesentlich sind, oder er hat sein Unternehmen selbst aufgebaut und dabei an Mitarbeiter, lokales Umfeld und Standort erhebliche Bindungen aufgebaut.
Die Bindung an alles, was ein Unternehmen ausmacht, Mitarbeiter, soziales Umfeld, Standort, Lieernaten und Kunden, Produkte, ist bei einem Unternehmer viel stärker ausgeprägt als bei Managern, die im Laufe ihres Aufstiegs schon Diener vieler Herren gewesen sind und für die es immer eine Option ist, sich auch einen anderen Job zu suchen.
Wenn man dies alles berücksichtigt und noch dazu in Betracht zieht, dass die deutsche Wirtschaft vorrangig mittelständisch geprägt ist, also von Unternehmen, die tatsächlich von ihren Eigentümern geführt werden, dann ist die Fokusierung von Politik und Öffentlichkeit auf die Großunternehmen, die von Managern verwaltet werden, um so erstaunlicher. Großunternehmen werden auf verschiedenste Weise subventioniert, Manager werden von Politikern hofiert, sie werden von Medien in Interviews, Spielfilmen und Dokumentationen zu Stars hochstilisiert.
Dabei sind sie nicht mehr als hochbezahlte Verwalter fremden Eigentums, in ihrem Platz in der Gesellschaft einem Hausmeister vielleicht verwandter als einem Unternehmer (was keine Beleidigung für Hausmeister sein soll, es gibt viele fleißige und pflichtbewusste Hausmeister – aber diese Eigenschaften gibt es sicher auch bei Managern).
Derweil machen die mittelständischen Unternehmer, bescheiden und weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit – ihre Arbeit, sorgen für Wachstum und Arbeitsplätze, entwickeln neue Ideen, scheuen vor Entlassungen genauso zurück wie vor Produktionsverlagerungen ins Ausland. Sie tragen das ganze Risiko – bei Fehlentscheidungen kann mit dem Unternehmen oft auch die ganze eigene Existenz bedroht sein.
Es ist vielleicht der große Unterschied zwischen der amerikanischen und der deutschen Gesellschaft, dass in den USA die Unternehmer im Rampenlicht stehen und nicht die Manager. Während dort die Self-made-Men bewunderte Stars sind, hofieren wir die Verwalter fremden Eigentums.
Für Links auf diesen Artikel bitte wegen der Umlaut-Domain die folgende Adresse kopieren:
http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/02/19/manager-sind-keine-unternehmer/
am 19. Februar 2008 um 14:49
Hallo
Die aktuellen Gegebenheiten berücksichtigend muss wohl festgestellt werden, dass man zu diesem Blickwinkel auf die Realität erst gelangt, wenn man den beschriebenen Unterschied am eigenen Leib erfahren hat.
Öffentlich breitflächig gelehrt wird dies (noch?) nirgends.
Gruß
am 19. Februar 2008 um 23:19
Hi Jörg,
im Ganzen ausgewogener und guter Artikel … trotzdem, angesichts der Komplexizität des Themas mit einigen Ungenauigkeiten und grenzwertigen Idealisierungen:
Hier will ich nur ergänzen, dass (Mit-)Eigentümer auch die Altersvorsorge des Einzelnen sein kann was zu dem Widerspruch führt: Werd‘ ich entlassen sinken die (Lohn-)Kosten, steigt die Rendite, wächst meine Vorsorge … die ich leider dann aber nicht mehr zahlen kann – was zu vielen und großen Verwerfungen in der Diskussion führt! Ist es nun gut, dass sich das Eigentum von Sentiments frei macht und „kalten“ Managern (die ja nicht wirklich kalt sind) renditeorientiert entscheiden lässt? Einerseits … Andererseits …!
Den Punkt hast Du mE sehr gut erwischt, es reicht schon, diesen wie vorstehend zu erwähnen!! Mein c.c. ist ja bekannt: Eigentümer sind auch nur …! Geht man mit fremdem Eigentum um, verhält man sich fast immer anders (öffentliche Bank vs. Privatbank … bis hin zu: Rasthaustoilette vs. Privattoilette)
Hier idealisierst Du, mein Lieber (ich war selber ‚mal Vorstand in ‚ner [kleinen] AG und GGF). Leider werden i.d.R. auch vom Eigentümer-Unternehmer die Verpflichtungen nur nach Laune und Kassenlage getragen.
Big is beautiful! Schein und Macht (auch scheinbare Macht
reimt sich schön) ziehen an. Trotzdem: Diese falsche Fixation muss wenigstens von (allen) Entscheidungsträgern mit bedacht werden, weg zu kriegen ist die nicht wg. der natürlichen Faszination für Menschen! Natürlich hast Du recht: Die KMUs beschäftigen das Land und bringen es voran – und, wie zuvor und an andereren Stellen schon ausgeführt, nutzen auch die „andere Seite“; sind halt‘ eben alles …! Richtig!
Und die Existenzen von Mittarbeitern und Familien (Binse). Aber, glaub‘ mir, das eigene Schicksal ist die einzige Antriebsfeder des Unternehmers: Deshalb hat er sich selbständig gemacht, deshalb fighted er erst‘mal für sich und seine Mischpoke und seinen Wohlstand und sein Ansehen und … dann erst für alles andere. Er unterscheidet sich im Grundsätzlichen nur marginal vom „Manager“! Er ist eben auch nur …! Eben!
Hier noch ’ne Schlussbemerkung: Ich kenne einige angestellte GF, die kriegen ’nen A 6, zwokommasieben-Liter Diesel oder ’nen 525 d gestellt und Unternehmer vergleichbarer Unternehmen, die leisten sich da gern ‚was „Besseres“. Die Monstranz Auto ist ja so schön beispielhaft!
Will ja nicht eitel sein: Wenn ich mit meinen Anmerkungen Deinen Artikel noch etwas verschönern konnte hätt‘ ich Freude.
Beste Grüße
Vogel
am 20. Februar 2008 um 10:04
@Michael: Ich habe mal einen älteren Artikel rausgekramt, den ich hier im Blog noch gar nicht veröffentlicht hatte: http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/02/20/der-mittelstand/ Da habe ich die Sache noch etwas ausführlicher beleuchtet.
@Vogel: Menschen sind vor allem eines: anders als die anderen. Und adners als man denkt. Alle Klassifizierungen (die Manager, die Unternehmer) lassen sich durch Einzelfälle immer widerlegen. Aber glaub mir, mittelständische Unternehmer spüren tatsächlich ganz wesentlich die moralische Verantwortung für Mitarbeiter, deren Familien, und das jeweilige Umfeld. Da könnte ich dir viele (auch tragische) Geschichten erzählen.
am 20. Februar 2008 um 12:35
@Vogel:
Riposte…
„Und die Existenzen von Mittarbeitern und Familien (Binse). Aber, glaub‘ mir, das eigene Schicksal ist die einzige Antriebsfeder des Unternehmers: Deshalb hat er sich selbständig gemacht, deshalb fighted er erst‘mal für sich und seine Mischpoke und seinen Wohlstand und sein Ansehen und … dann erst für alles andere. Er unterscheidet sich im Grundsätzlichen nur marginal vom „Manager“! Er ist eben auch nur …! Eben!“
Du siehst die Welt und deren Bestandteile (wie immer?) nur aus deinem dir wohl gesonnen eigenen Blickwinkel. Doch das es auch ganz anders geht (wie eben auch immer?), siehst Du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Schindler
Und ja, der Mann war eine kaufmännische Niete. Heutzutage hätte ihm niemand auch nur die kleinste Unternehmung anvertraut. Schon weil er insgesamt viel zu altruistisch dachte.
Es ist nicht alles schwarz, es ist nicht alles destruktiv. Sehr vieles ist nicht nur grau, sondern strahlt weiss. Und warum auch nicht? Mein Vater, ein Erzkonservativer dachte auch nicht sehr positiv über die teils offensichtliche Kleingeistigkeit seiner GF‘s. Aber er wurde auch nicht müde mir klar zu machen, dass es auch andere Charaktere gibt. Er war fest davon überzeugt das wenn sich eines Tages jemand fände, der sich die Mühe macht die positiven, sozialkompetenten Unternehmercharaktere in einer Organisation zu vereinen, diese durch ihr blosses gemeinschaftliches Wirken, den raffgierigen, kriminellen Abschaum der Gesellschaft endgültig in seine Schranken verweisen würden.
Determinismus ist eine Illusion die Menschen erschaffen haben, die lediglich Angst vor dem eigenen ICH der eigenen Verantwortlichkeit sich selbst und dem Umfeld gegenüber hatten. Du und dein Leben stehen im direkten Widerspruch dazu, sind der Beweis für die Irrung.
Davon mal ganz abgesehen, bin ich Jörg recht dankbar das er sich die Mühe gemacht hat, diese Seite der Medaille -zur Abwechslung- auch einmal in den Mittelpunkt zu stellen.
Elende Unke
Gruß
am 20. Februar 2008 um 16:53
@Jörg #3
Iss ja auch wahr! Deshalb: Angenommen!
@Michael
Iss ja auch wahr! Danke für Oskar Schindler (und viele wie er) – Albert Schweitzer, z. B., war auch kein Schlechter. Neben schwarz und weiß gibt’s nicht nur Grautöne, es gibt – lt. meinem Notebook – sogar ca. 16,7 Mio. Farben!
An Euch Beide: Die Kehrseite guter Menschen iss i.d.R. nicht überliefert, die Kehrseite schlechter Menschen i.d.R. auch nicht (außer von dem Einen, da heißt es immer wieder: „War nicht alles schlecht!“
) Apropos Oskar Schindler: Was da wohl dran war an den Schilderungen eines ausschweifenden Lebens und eines gestörten Verhältnisses zu Frauen und was da Kompensation für was war – who knows? Sicher ist wohl nur, dass Mutter Theresa nicht noch nebenbei als Puffmutter unterwegs war!(??) Um nicht immer Th. Hobbes zu bemühen: Von J.-J. Rousseau weiß man, dass er einerseits:
Andererseits hat er in der Pädagogik positiv über J. H. Pestalozzi, J. G. Herder, A. Diesterweg und Maria Montessori bis heute gewirkt und trotzdem seinen eigenen 5 unehelichen (!) Kinder weggegeben!!
Ich bleibe bei meiner Meinung (und nehme meine eigenen Erfahrungen an): Der Mensch kann nicht anders funktionieren als egozentrisch. Altruistische Momente sind teils kompensatorisch, teils temporär, teils zielgerichtet auf späteren, eigenen Nutzen. Und: „Unter tausenden gibt es (natürlich) einen Gerechten“! Deshalb geht’s mir nicht um die unendliche Anzahl von Zwischentönen, mir geht’s um den Generalbass der darunter liegt! Ich möcht‘ mich ja fast für mein feines Gehör entschuldigen, dass ich den „basso continuo“ immer wieder zwischen den Akkorden raushöre.
Beste Grüße
Vogel
am 20. Februar 2008 um 18:25
@Vogel:
Was Schindler angeht:
Ich habe nicht nur viel über ihn gehört und gelesen, sondern auch die Mühe auf mich genommen seine Grabstätte zu besuchen. Allein die Geschichten um ihn, tragen positive Früchte. Steter Tropfen höhlt den Stein!
„es gibt – lt. meinem Notebook – sogar ca. 16,7 Mio. Farben!“
Was im übrigen falsch ist. Es sind weit weniger, erscheinen aber durch einen Trick sehr viel mehr. Nimm (anklicken und festhalten) ein virtuelles Fenster (irgend eines), welches überwiegend die Farbe blau beinhaltet, und bewege es zügig über den Bildschirm, dann siehst Du den Vorhang der Täuschung (hinter den man schauen könnte, wenn man nur wollte).
„Andererseits hat er in der Pädagogik positiv über J. H. Pestalozzi, J. G. Herder, A. Diesterweg und Maria Montessori bis heute gewirkt und trotzdem seinen eigenen 5 unehelichen (!) Kinder weggegeben!!“
Wer sagt den das seine Pädagogik positiv war oder ist? Ein Haufen Toter, die ihre eigenen sozialen Umfelder nicht in den Griff bekommen haben? Ach, bleib mir bloss weg mit den besserwisserischen Leichen! Wie wäre es zur Abwechslung einmal damit dem lebendigen Realismus eine Chance zu geben?
„Ich bleibe bei meiner Meinung (und nehme meine eigenen Erfahrungen an): Der Mensch kann nicht anders funktionieren als egozentrisch. Altruistische Momente sind teils kompensatorisch, teils temporär, teils zielgerichtet auf späteren, eigenen Nutzen. Und: „Unter tausenden gibt es (natürlich) einen Gerechten“! Deshalb geht’s mir nicht um die unendliche Anzahl von Zwischentönen, mir geht’s um den Generalbass der darunter liegt! Ich möcht‘ mich ja fast für mein feines Gehör entschuldigen, dass ich den „basso continuo“ immer wieder zwischen den Akkorden raushöre.“
Was Du zu hören vermeinst ist lediglich das Geschützfeuer der Kontrahenten. Die ersten Scharmützel finden schon hinter den Hügeln statt. Nicht mehr nicht weniger. Ob es dir passt oder nicht, ergeben sich Zug um Zug zunächst kleine Scharmützeln, aus denen wiederum einzelne Schlachten entstehen. Die linke, die rechte Flanke wird Stichpunkt artig attackiert, das Mittelfeld auf Widerstandsfähigkeit hin durch einzelne Scheinangriffe getestet. Die Strategien werden immer verbindlicher festgelegt. Spätestens dann mein Freund kommt der Krieg über die Hügel, dann wirst Du ihn sehen und nicht nur hören können.
Die Evolution ist unaufhaltbar, unabwendbar. Nichts ist so wie es zu seien scheint. Weder zu Rousseau’s Zeiten, wie auch in der Gegenwart. Der Kampf innerhalb unserer Spezies hat längst begonnen. Eigenwohl gegen Gemeinwohl, Ich gegen Wir. Und am Ende wird der Teil der Spezies obsiegen und damit überleben, der sich am besten den gegebenen Realitäten angepasst hat. So war es schon immer, so wird es immer sein. Wirf einen Blick in die Ilias. Der Kreis schließt sich ein um‘s andere mal…
LG
am 22. Februar 2008 um 08:39
„Die Kehrseite guter Menschen iss i.d.R. nicht überliefert, die Kehrseite schlechter Menschen i.d.R. auch nicht“
Wenn ich mal eine Zitatensammlung der besten Sätze dieses Blogs mache, dann ist der mit dabei, versprochen.
am 22. Februar 2008 um 14:09
@Jörg,
Danke für die Blumen! Dann darfst natürlich auch entfremden in dem Du „iss“ durch „ist“ ersetzt.
Beste Grüße
Vogel
am 22. Februar 2008 um 14:47
@Michael,
es ist nicht korrekt, was zu zu J.-J. Rousseau anmerkst. Er gilt als der Wegbereiter für die genannten und weitere, z. B. Hartmut von Hentig (der ist noch sehr lebendig!), sein Werk: Emile oder über die Erziehung gilt als Standardwerk in der Pädagogik!
Beste Grüße
Vogel
am 22. Februar 2008 um 16:49
@Vogel:
Ein Widerspruch?:
Die Grundidee von Herrn von Hentig ist die Stärkung des Individuum(en), von denen er überzeugt ist das sie „geformt“ werden können. Er postuliert die Sinnhaltigkeit der (Stück für Stück) Übertragung von Verantwortung. Er führt aus, dass einzig Menschen denen dies so beigebracht wurde bzw. wird ein selbstbestimmtes Leben führen bzw. gestalten können.
Auch J.J.R. ließ sich, meines Wissens nach, von einem, in diesem Sinn positiven „Bild“ der Menschen leiten. Seine Gesellschaftskritik ficht dies nicht an, sie ergibt sich daraus…
Dies alles widerspricht jedoch deiner eigenen eher starren Grundaussage, nach der das Individuum in seiner Natur selbstsüchtig und im deterministischen Sinn nur und einzig im Kontext damit handeln kann, weil nicht zur Anpassung oder fremd- bis selbstbestimmten Änderung willig und/oder fähig.
Hü, oder Hot?
Der Ursprung:
Mensch sind als biologisch geschlossene Systeme immer die Summe all dessen was sie, wie auch immer, erfahren haben. Die Schnittstellen über die das Individuum verfügte bzw. verfügt, ermöglichen die Arten der Informationsaufnahme und Verarbeitung. Die Hauptvariable dieses Systems ist deren Steuereinheit. Im Gegensatz zur reinen Mechanik ist diese jedoch biologisch und während der gesamten Betriebszeit des besagten Systems wandlungs-, anpassungs- und auch ausbaufähig (ausgenommen defekte Bauteile).
Dieses System konnte und kann durch seine hoch effiziente Fähigkeit zur Anpassung, an fast alle Bedingungen, nicht nur überleben, es konnte und kann sich de facto biologisch weiterentwickeln.
Das von Jörg definierte Problem:
Obhin der gegebenen Bedingungen ist es irrelevant ob ein Verwalter (Manager/Politiker) schwerwiegende Fehler begeht. Hierdurch wird weder seine Karriere, geschweige denn seine wirtschaftliche Existenz nachhaltig bedroht bzw. spontan beendet. Selbiges gilt jedoch nicht für jene die besitzen. Ihr ebensolches Fehlverhalten wird mit aller der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Konsequenz bestraft. Ein absurder Widerspruch…
S.P.Q.C.
und
LG