Josef Ackermann feiert Geburtstag
Der Mann weiß offenbar, wie man ein Jubiläum wie den 60. Geburtstag begehen soll: fröhlich, zufrieden mit dem Erreichten und voller Optimismus für die nächsten Jahre.
Viele haben in den letzten Monaten versucht, dem Deutsche-Bank-Chef die Freude auf diesen Tag zu vermiesen: Alle Banken rund um den Globus sind in Schwierigkeiten geraten, kaum eine ist ungeschoren davon gekommen.
Josef Ackermann aber weiß offenbar, wie man in stürmischen Zeiten Kurs hält. So konnte er heute, an seinem 60. Geburtstag ein Rekordergebnis für die Deutsche Bank verkünden. Da kann man ja nur sagen: Glückwunsch, und weiter so!
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http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/02/07/josef-ackermann-feiert-geburtstag/
am 7. Februar 2008 um 17:33
„Josef Ackermann aber weiß offenbar, wie man in stürmischen Zeiten Kurs hält. So konnte er heute, an seinem 60. Geburtstag ein Rekordergebnis für die Deutsche Bank verkünden. Da kann man ja nur sagen: Glückwunsch, und weiter so!“
Wenn ich so etwas lese fällt es mir in meiner eigenen Naivität wirklich schwer zu erkennen ob Du das zynisch meinst, oder eben nicht
Gruß
am 7. Februar 2008 um 17:39
Ein Rekordergebnis bei der Deutschen Bank bedeutet auch Rekordsteuern, bedeutet auch eine gute Rendite für die Aktionäre (die Deutsche Bank befindet sich ja gößtenteils in Streubesitz, hat viele Kleinakionäre) – warum sollte mein Glückwunsch also zynisch sein?
(Ich halte dich nicht hin, ich meine das ganz wörtlich. Ich bin kein Gegner der Deutschen Bank, sie ist mein Kunde, wenn auch kein großer)
am 7. Februar 2008 um 19:37
Ich denke nicht das dies die Plattform ist, auf der man solcherlei Befindlichkeiten erörtern kann.
Gruß
am 8. Februar 2008 um 12:20
Warum nicht? Die Deutsche Bank hat für 2007 rund 2 Mrd. Steuern gezahlt (nicht alle in Deutschland), hat in Deutschland 1.400 neue Arbeitsplätze geschaffen, 85 Mio für die Kulturförderung ausgegeben. Das sind die Fakten.
am 8. Februar 2008 um 14:20
@Jörg:
Du machst dir das mit deinen kurzsichtigen Zahlendarstellungen viel zu leicht. Die DB steht nicht unberechtigt seit Jahrzehnten in der Kritik wirklich verständiger Ökonomen. Selbst in den eigenen Reihen formiert sich mittlerweile der Protest:
http://www.deutschebankprotest.eu/?lang=de
http://www.kritische-aktionaere.de/28.html
Auch in der der Vergangenheit gab es intern kritische Stimmen, die nicht so blauäugig Zahlen hin und her schoben:
„Natürlich haben wir Macht. Es ist nicht die Frage, ob wir Macht haben oder nicht, sondern die Frage ist, wie wir damit umgehen, ob wir sie verantwortungsbewusst einsetzen oder nicht.“
(Alfred Herrhausen)
http://www.black-box-brd.de/
http://www.bpb.de/publikationen/V20FT5,0,Black_Box_BRD.html
(Mit diesem Menschen starb mehr als nur ein Mensch, mit ihm starb die Idee zu einer sozialpragmatisch geprägten Marktwirtschaft.)
Ich selbst war vor einiger Zeit in ein Projekt involviert dessen Ziel es anfänglich war, eine einigermaßen substanzielle Aussage darüber zu erarbeiten, was der DB so alles gehört bzw. an welchen Unternehmungen sie direkt oder indirekt beteiligt ist. Noch sechs Monaten harter Arbeit lieferten wir einen rund 1000 Seiten umfassenden Bericht ab (mit gut 5000 Seiten Anhang). Das Resümee der Projektleiterin war eindeutig:
„Der Umfang wie die Verflechtungstiefe der Deutschen Bank in die deutsche Wirtschaft insgesamt, ist aus Volkswirtschaftlicher Sicht sehr bedenklich.“
Die Schäden die im Zuge der sog. „Neuen Wirtschaft“ und im Fall „Schneider“ vor allem von dieser Organisation deutlich mit zu verantworten sind, bestätigen diese Aussage.
Und wenn Du den Mut hast mal hinter den Vorhang des „Bildnisses des Dorian Gray“ zu schauen, dann fang am besten gleich hier an:
http://www.juergen-roth.com/sendungen.html
oder visuell auch recht beeindruckend (reicht um eine Idee vom Sumpf zu gewinnen):
http://www.juergen-roth.com/sendungen.html
Es ist eine Sache sich über all diese Dinge nicht ausführlich informiert zu haben, eine andere ist es nicht wenigstens grundsätzlich hellhörig zu sein.
Gruß
am 9. Februar 2008 um 11:02
@Michael: Leider enthalten die von dir angegebenen Quellen keine Fakten. „Enthüllungs-Journalisten“ wie Jürgen Roth, die, statt belastbare Fakten und Tatsachen zu liefern, spekulieren, behaupten und zusammenreimen, kann ich leider nicht als seriöse Quellen akzeptieren.
am 9. Februar 2008 um 12:28
@Jörg:
Auf welcher Informationen basiert deine These, dass deine Quellen mehr Substanz aufweisen?
Gruß
am 11. Februar 2008 um 12:38
Naja, Geschäftsberichte werden nach vorgeschriebenen Verfahren erstellt und von verschiedener Seite geprüft: Staat, Wettbewerber, Aktionäre, Journalisten stürzen sich darauf. Dass da wesentliche Falschaussagen drin stecken, ist wohl unwahrscheinlich.
am 11. Februar 2008 um 13:14
@Jörg:
Lern was draus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_%28Film%29
Ich werde dir deine Glaubenskonzepte nicht nehmen, Du musst sie schon selbst überwinden…
Gruß
am 18. März 2008 um 12:00
Nachtrag:
Jetzt zeigt der Herr sein wahres Gesicht:
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Ackermann%20Eingriffe/332368.html
Gruß
am 4. August 2008 um 09:54
Nachtrag:
Mittlerweile hat sich der Ertrag um über 4 Mrd. Euro reduziert, was natürlich auch die Grundaussagen und Annahmen relativiert. In Deutschland heisst es: „Lügen haben kurze Beine!“. Personen wie Herr Ackermann sind gut darin beraten auch solche Dinge zu berücksichtigen, bevor sie den Mund auftun.
Gruß