Jörg Friedrich


Ein Film über Christopher McCandless?

01. Februar 2008 Kategorie: Kultur |

Ich bin schon lange ein Fan von Jon Krakauer. Das Buch, welches mich von ihm am meisten fasziniert hat, war sicherlich In die Wildnis, das nicht nur die Geschichte Christopher McCandless‘ erzählt, sondern das der Frage nachgeht, warum junge Menschen die geordnete Gesellschaft verlassen, „aussteigen“. Jon Krakauer erzählt diese Geschichte nicht nur, indem er das kurze Leben des Christopher McCandless nachzeichnet, er erzählt parallel dazu seine eigene Geschichte.

Krakauers Buch ist eine Reportage, die drei Fäden aufnimmt, verfolgt und miteinander verknüpft: Der Weg des jungen Christopher, der die Highscool verlässt, sich als Tramp durchschlägt, sich schließlich nach Alaska aufmacht. Außerdem erzählt Krakauer, warum er sich mit diesem jungen Mann so intensiv beschäftigt, wie er auf dessen Geschichte aufmerksam wurde, warum er sie immer genauer nachzuzeichnen versuchte. Zwangsläufig kommt damit Krakauers eigene Jugend in den Blick, seine ersten Wagnisse, die Risiken seiner eigenen Touren.

Krakauer versucht auf diese Weise, der Irrationalität des In-die-Wildnis-Strebens auf die Spur zu kommen, der Tatsache, dass es eine Sehnsucht nach der Gefahr und nach der Einsamkeit in der Begnung mit der Gefahr zu geben scheint.

Das Buch ist – wie gesagt – eine Reportage, ein Bericht über eine Recherche und das Ergebnis dieser Recherche in einem. Kann man darüber einen Film machen? Der Trailer, den ich dieser Tage im Kino sah, macht mich skeptisch, aber ich werde mir den Film ansehen. Obwohl er gegen das Buch kaum eine Chance hat.


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5 Kommentare to “ Ein Film über Christopher McCandless? ”

  1. # 1 Michael Kostic schreibt:

    Hallo,

    ich denke gute Verfilmungen von Literatur sind deshalb so schwierig, weil wir ja alle so unsere eigene geistige „Sicht der Dinge“ haben. Selbst bei dokumentierenden Büchern, stellen wir uns ja alles was nicht beschrieben wurde dennoch vor. Ein schönes Bsp. ist hier auch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo /Christiane F.“ von Kai Hermann und Horst Rieck. Die Verfilmung wurde sehr zwiespältig aufgefasst. Und dies obwohl sich Uli Edel (Regie) genau an die Vorlage gehalten hat.

    Gruß

  2. # 2 Vogel schreibt:

    Hi Jörg,
    hab‘ ich dem Spiegelfechter schon geschrieben:

    Deine Seite ist ja (ziemlich?) gugelfrei, oder hab’ ich ‘was übersehen? Find’ ich gut!! Ich hab’ auch nix gegen “ämäßen”, Du kriegst aber auch jedes Buch über die Mayersche, das ginge auch! So zu sagen: Aus deutschen Landen frisch auf den Tisch!

    Jetzt hast Du beides, also auch Gugelanzeigen. Wozu braucht man das? (Ehrlich gefragt) Ist das soo lukrativ?
    Was Bücher angeht, das mach‘ ich so: Entweder per Internet bei der Mayerschen (ämäßen war ‚mal), oder per Telefon bei meinem Miniminibuchhändler hier im Kaff, ist dann am nächsten morgen da, kostet das selbe wie bei ä…., keine Zusatzkosten (auch wenn’s nur ‚n Reclambüchlein ist), der Miniminibuchhändler freut sich, ich freu‘ mich und die Wiese ist grün …

    Beste Grüße
    Vogel

    PS.: Ist nicht gegen Dich Jörg! Ich find’s immer geil, wenn die Leute sich über alles mögliche beklagen … und dann das Nachdenken einstellen … und alles mitmachen! („Das macht man so!“ „Das machen alle so!“ etc. pp.)

  3. # 3 Vogel schreibt:

    Link vergessen! Für alle, die’s interessiert!

    Grüße
    Vogel

  4. # 4 Vogel schreibt:

    Ich geb‘ die HTML-Sch…. auf: http://www.mayersche.de

    Noch‘mal Grüße
    Vogel

  5. # 5 Jörg schreibt:

    Hallo Vogel,

    ich experimentiere zur Zeit mit diesen Werbe-Formen, weil mich interessiert, wie tatsächlich die Klick-Raten und Einnahmen sind. Letztlich würde es mich natürlich freuen, wenn ich mit den Amazon-Anzeigen meinen eigenen Bücher-Verbrauch bezahlen könnte. Als Unternehmer habe ich selbst auch bei Google Anzeigen geschaltet, und auch da wär’s doch schön, wenn ich die Kosten wieder rein bekäme.

    Lohnen tut’s sich nicht, muss auch nicht. Aber es ist interessant.

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