Jörg Friedrich


Archive for Januar, 2008

Konstantin Wecker im Konzert

Januar 23, 2008 By: Jörg Category: Kultur, Privates | 1 Comment →

Genug ist nicht genug,
ich laß mich nicht belügen.
Schon Schweigen ist Betrug,
genug kann nie genügen.

Es war wahrscheilich die erste bayrische Stimme, die ich bewusst gehört habe – und seit dem kann mir das Bayrische garnicht ganz unsymphatisch sein.

Ende der 80er wird es gewesen sein, als ich meine erste LP mit Liedern von Wecker bekommen habe. Titel wie „Willy“ waren da drauf und eben dieses „Genug ist nicht genug“ – ein Lied, dessen Titel allein schon als Grundsatz für ein ganzes Leben reicht. Und jede einzelne Zeile setzt noch eins drauf.

Gestern sah ich ihn nun zum ersten Mal im Konzert.
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Für die Privatisierung der WestLB

Januar 22, 2008 By: Jörg Category: Wirtschaft | 14 Comments →

Auch der letzte Gegner der Marktwirtschaft müsste eigentlich angesichts der unglaublichen Fehlspekulationen der Staatsbanken aus Deutschland für die sofortige Privatisierung aller Landesbanken argumentieren. Es ist unerträglich, dass wegen der Verantwortungs- und Ahnungslosigkeit staatlich engagierter Manager nun amerikanische Familien ihre Häuser vom deutschen Steuerzahler geschenkt bekommen. Denn auch wenn die überschuldeten Häuslebauer in Florida und Nevada nun ihre Eigenheime verlassen müssen: andere werden sie zu Schleuderpreisen erwerben können, weil die Verluste vom deutschen Michel getragen werden.
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Vorwahlen zum Bundeskanzler?

Januar 21, 2008 By: Jörg Category: Politik | 5 Comments →

Es ist faszinierend, mit welcher Intensität politisch interessierte Menschen in Deutschland den Verlauf der Vorwahlen zum Amt des USA-Präsidenten verfolgen. Das Auswahlverfahren der Parteien in Deutschland zu den höchsten politischen Machtpositionen wird mit weitaus weniger Interesse verfolgt. Offenbar ist die Parteienmüdigkeit in Deutschland nicht in einem allgemeinem Desinteresse an politischen Themen begründet. Somit stellt sich die Frage, ob Verfahren wie Vorwahlen das politische System in Deutschland sinnvoll ergänzen könnten, damit die Akzeptanz dieses Systems in der Bevölkerung wieder steigt.
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Kopfnoten: Soft Skills in der Schule

Januar 18, 2008 By: Jörg Category: Gesellschaft | 32 Comments →

Heute erhalten die Schüler in NRW zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder Zensuren zu ihrem Sozialverhalten. Die Idee ist im Vorfeld oft kritisiert worden und steht noch immer unter Beschuss. Viele zweifeln daran, ob man das Verhalten eines Schülers überhaupt bewerten kann. Aber das ist auch nur ein Aspekt, den diese Noten für die Schüler haben.

Kopfnoten werden nicht von einem Lehrer allein vergeben, alle Lehrer, die den jeweiligen Schüler unterrichten, sollen sich an der Ermittlung dieser Zensuren beteiligen.
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Nokia: Subventionsbetrug oder Kurzsichtigkeit

Januar 17, 2008 By: Jörg Category: Wirtschaft | 13 Comments →

Im Fall Nokia zeigt sich die Beschränktheit des menschlichen Verstandes auf allen Seiten: Zur Kurzsichtigkeit der Politiker kommt der Tunnelblick der Manager. Man staunt, dass das System insgesamt trotzdem funktioniert.

Nokia hat sich an die Verträge gehalten: Das Unternehmen ist nach Bochum gekommen, weil es dafür Subventionen erhalten hatte, die Verpflichtung, dafür Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten, lief Mitte 2006 aus. Jetzt sucht sich das Unternehmen einen neuen Standort, sicherlich wird es auch dort üppige staatliche Förderungen erhalten, wenn auch nicht direkt aus EU-Mitteln.

Zweierlei ist an diesem Fall zu erkennen:
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Glauben, was ins Bild passt?

Januar 16, 2008 By: Jörg Category: Gesellschaft, Philosophie | 3 Comments →

Die Philosophen, die sich in den letzten Jahrzehnten damit beschäftigt haben, woher unser Wissen über die Welt und unsere sicheren Überzeugungen kommen, kamen mehrheitlich zu der Ansicht, dass wir als wahr annehmen können, was insgesamt stimmig zusammenpasst. Wenn man annimmt, dass nicht alle unsere Überzeugungen falsch sein können, dass sogar die meisten unserer Überzeugungen richtig sein müssen, dann können wir darauf bauen, dass alle die Überzeugungen, die einander nicht widersprechen, wahrscheinlich wahr sind.

Meist kümmern sich nur Wissenschaftstheoretiker und philosophisch interessierte Wissenschaftler um solche Überlegungen. Aber die Frage, was wir für wahr halten und warum wir das tun, ist sicherlich auch für das Zurechtkommen im Alltag interessant. Warum halten wir manches für wahr, was wir lesen oder hören, anderes nicht? Warum glauben wir dem einen, was er erzählt, und halten andere für unglaubwürdig?
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Gefahr Deutschfeindlichkeit?

Januar 15, 2008 By: Jörg Category: Gesellschaft | 9 Comments →

Die BILD-Zeitung scheint den Begriff Ende 2007 erfunden zu haben, in einem Interview mit Roland Koch fragte sie:

Brauchen wir eine Kategorie „deutschfeindlicher Hintergrund“?

Am 6. Januar berichtete die WELT über Erfahrungen eines Oberstaatsanwaltes und zitierte ihn mit den Worten:

Generell ist zu konstatieren, dass in jüngster Zeit ausgesprochen deutschfeindliche – wie übrigens auch antijüdische – Übergriffe zunehmen.

Nun hat der Begriff „Deutschenfeindlichkeit“ die das Feuilleton der FAZ erreicht, nachdem er kürzlich bereits in einem Kommentar auf der Titelseite auftauchte.

Müssen wir die Gefahr der Feindlichkeit gegen Deutsche gesondert betrachten?
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Für eine Diskussion ohne „Ismus“

Januar 13, 2008 By: Jörg Category: Gesellschaft, Politik | 8 Comments →

Schon Lennon ging es auf die Nerven, aber wir sind heute immer noch keinen Schritt weiter:

Ev‘rybody’s talkin‘ ‚bout
Bagism, Shagism, Dragism, Madism, Ragism, Tagism
This-ism, that-ism, ism ism ism
All we are saying is give peace a chance

Ob in Politik oder Wissenschaft, ob in den Journalen und Zeitungen, im Internet oder am Stammtisch: überall wird über Ismen diskutiert: Liberalismus, Sozialismus, Konservatismus, Realismus, Journalismus. Das sind Diskussionien, die nie zu einem Ende kommen, die zu nichts führen. Warum ist das so, und warum lassen wir das nicht bleiben?
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Obama, Geller, Klinsmann

Januar 11, 2008 By: Jörg Category: Gesellschaft | 1 Comment →

Gebannt starrt die politisch interessierte Öffentlichkeit derzeit über den Teich: Wer darf im nächsten Jahr zur Präsidentenwahl in den USA antreten? Man mag es, genau betrachtet, kaum fassen, dass hierzulande mit scharfem Blick verfolgt und mit spitzer Feder kommentiert wird, wer in welchem Bundesstaat der USA nun wieviele Stimmen auf sich vereint, wer wieviele Tränen über den Sieg oder die Niederlage vergossen hat.

Wer poltitisch nicht ganz so interessiert ist oder noch ein wenig Zeit übrig hat, verfolgt mit nicht weniger Enthusiasmus die genauso wichtigen Entscheidungen hierzulande, auch hier geht es schließlich um Nachfolger, wenn auch nicht eines Präsidenten, so doch zweier Magier: Uri Geller heißt der eine, Ottmar Hitzfeld der andere.
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Kinder machen glücklich

Januar 10, 2008 By: Jörg Category: Gesellschaft | 5 Comments →

Wird es wieder mehr Kinder geben, wenn die Betreuungsangebote für Kleinkinder besser werden und Eltern mehr finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten? Schon im Frühjahr 2007 ermittelte Allensbach, worauf Rüdiger Schulz in seinem Beitrag für die heutige FAZ erneut hinweist:

Als wichtigsten Grund für ihre eigene Kinderlosigkeit gaben Frauen und Männer im Frühjahr 2007 meist an, „der richtige Partner, die richtige Partnerin für die Verwirklichung von Kinderwünschen fehlt(e)“. Erst mit Abstand wurden berufliche oder finanzielle Gründe genannt. Einen Partner zu haben oder zu finden, mit dem man Kinderwünsche teilt und in den man Vertrauen setzen kann, gemeinsam Kinder großzuziehen, ist offensichtlich die entscheidende Voraussetzung für das Ja zu Kindern.

Also werden alle staatlichen Maßnahmen nicht viel nützen: Die Entscheidung gegen ein Kind wird emotional und nicht monetär getroffen.
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