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	<title>Kommentare zu: Regierbarkeit und Demokratie</title>
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	<description>Naturwissenschaftler, Unternehmer, Philosoph</description>
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		<title>Von: Michael Kostic</title>
		<link>http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/01/28/regierbarkeit-und-demokratie/comment-page-1/#comment-391</link>
		<dc:creator>Michael Kostic</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jan 2008 01:28:02 +0000</pubDate>
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		<description>@Vogel:

Ist dir mal so gaaaanz nebenher in den Sinn gekommen Leute wie Hobbes, im Kontext ihrer Zeit und der sie umgebenden Gesellschaft zu betrachten? Sicher viele seiner Konstatierungen sind inhaltlich korrekt, aber er unterlag bei allem was er Tat auch sich selbst, seiner Zeit, seiner Umgebung.

Es ist für mich enorm faszinierend zu beobachten das im Land der Dichter und Denker, eben diese in Wahrheit selbiges nicht tun. Sie äffen allesamt Personen nach die teils schon seit Jahrhunderten Tod sind. Selber zeitgemäße Gedanken entwickeln, aktuellen Erkenntnissen Rechnung tragend, dazu braucht es ein deutliches Mehr an Selbstbewusstsein und ein deutliches Weniger an vorauseilender Untertanenmentalität.

Würden wir Hobbes heute auf einen Stuhl setzen, seinen Kopf mit Spannungssensoren und Impulsgebern versehen, ihn darum bittend seinen rechten Arm zu heben, woraufhin wir den Impuls für den linken Arm indizieren und ihm dann das Video von diesem Vorgang, seiner Tat, vorspielen. Dann begänne er vermutlich zu Weinen. Dies aber nicht, weil soeben sein Weltbild bestätigt wurde, sondern weil er wüsste er müsste nun alle seine Schriften neu überarbeiten. Denn in der Kausalität des Vorgangs, lag für diese Sorte Denker auch der klare Beweis für die Möglichkeit zum Umkehrschluss. Nämlich simpel die Erkenntnis, dass wenn ich eines Vorganges wirklich gewahr werde, ich ihn auch in irgend einem Sinn nutzen resp. beeinflussen kann. Sprich wenn ich verstehe das ein elektrisches Signal meine Sinne derart täuschen kann, ergibt sich für mich die Möglichkeit der Kontrolle über diese Signale, was wiederum bedeutet, ich kann entgegen der Regeln des Determinismus mutwillig nicht vorhersagbare Ereignisse herbeiführen. Was dann ja Jeder können könnte, womit sich der besagte Ismus spontan in bedingten Wohlgefallen auflöst. Ergo muss das Weltbild auf die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Hätte der getan, wir würden einen Denkantrag bei unserem Arbeitgeber stellen :-)

Gruß</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Vogel:</p>
<p>Ist dir mal so gaaaanz nebenher in den Sinn gekommen Leute wie Hobbes, im Kontext ihrer Zeit und der sie umgebenden Gesellschaft zu betrachten? Sicher viele seiner Konstatierungen sind inhaltlich korrekt, aber er unterlag bei allem was er Tat auch sich selbst, seiner Zeit, seiner Umgebung.</p>
<p>Es ist für mich enorm faszinierend zu beobachten das im Land der Dichter und Denker, eben diese in Wahrheit selbiges nicht tun. Sie äffen allesamt Personen nach die teils schon seit Jahrhunderten Tod sind. Selber zeitgemäße Gedanken entwickeln, aktuellen Erkenntnissen Rechnung tragend, dazu braucht es ein deutliches Mehr an Selbstbewusstsein und ein deutliches Weniger an vorauseilender Untertanenmentalität.</p>
<p>Würden wir Hobbes heute auf einen Stuhl setzen, seinen Kopf mit Spannungssensoren und Impulsgebern versehen, ihn darum bittend seinen rechten Arm zu heben, woraufhin wir den Impuls für den linken Arm indizieren und ihm dann das Video von diesem Vorgang, seiner Tat, vorspielen. Dann begänne er vermutlich zu Weinen. Dies aber nicht, weil soeben sein Weltbild bestätigt wurde, sondern weil er wüsste er müsste nun alle seine Schriften neu überarbeiten. Denn in der Kausalität des Vorgangs, lag für diese Sorte Denker auch der klare Beweis für die Möglichkeit zum Umkehrschluss. Nämlich simpel die Erkenntnis, dass wenn ich eines Vorganges wirklich gewahr werde, ich ihn auch in irgend einem Sinn nutzen resp. beeinflussen kann. Sprich wenn ich verstehe das ein elektrisches Signal meine Sinne derart täuschen kann, ergibt sich für mich die Möglichkeit der Kontrolle über diese Signale, was wiederum bedeutet, ich kann entgegen der Regeln des Determinismus mutwillig nicht vorhersagbare Ereignisse herbeiführen. Was dann ja Jeder können könnte, womit sich der besagte Ismus spontan in bedingten Wohlgefallen auflöst. Ergo muss das Weltbild auf die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Hätte der getan, wir würden einen Denkantrag bei unserem Arbeitgeber stellen <img src='http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Gruß</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Vogel</title>
		<link>http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/01/28/regierbarkeit-und-demokratie/comment-page-1/#comment-383</link>
		<dc:creator>Vogel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 19:57:43 +0000</pubDate>
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		<description>@Jörg
&lt;blockquote&gt;„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“&lt;/blockquote&gt; und &lt;blockquote&gt;„Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man sollte ihm nur Nahrung zumuten, die er verdauen kann.“&lt;/blockquote&gt; beide Zitate: Winston Churchill
Zum ersten Zitat braucht man wohl nichts weiter zu ergänzen.
Mit dem zweiten Zitat will ich auf die Gründe hinweisen aus denen wir mE mit unserer Demokratie nicht viel weiterkommen werden, als wir gekommen sind: Menschen! Unterschiedliche Characktere, Temperamente, Bildungsgrade, Problembewusstsein, Interesse, Empfänglichkeit für demagogische Einfüsterungen ... und halt eben noch die Triebe eines jeden einzelnen Menschen: &quot;Homo homini lupus est&quot; (Th. Hobbes) Quer über den Planeten, Quer durch alle Zeiten, im Großen und im Kleinen zu bewundern. 

Je mehr Freiheit (zur eigenen Entfaltung, &lt;b&gt;von individuellen Interessen&lt;/b&gt;, wovon den sonst?), je mehr &quot;demokratisches Mit ...&quot; umso weniger Bewegung! Mir erscheint das einfach nur logisch!

Beste Grüße
Vogel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jörg</p>
<blockquote><p>„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“</p></blockquote>
<p> und<br />
<blockquote>„Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man sollte ihm nur Nahrung zumuten, die er verdauen kann.“</p></blockquote>
<p> beide Zitate: Winston Churchill<br />
Zum ersten Zitat braucht man wohl nichts weiter zu ergänzen.<br />
Mit dem zweiten Zitat will ich auf die Gründe hinweisen aus denen wir mE mit unserer Demokratie nicht viel weiterkommen werden, als wir gekommen sind: Menschen! Unterschiedliche Characktere, Temperamente, Bildungsgrade, Problembewusstsein, Interesse, Empfänglichkeit für demagogische Einfüsterungen &#8230; und halt eben noch die Triebe eines jeden einzelnen Menschen: &#8222;Homo homini lupus est&#8220; (Th. Hobbes) Quer über den Planeten, Quer durch alle Zeiten, im Großen und im Kleinen zu bewundern. </p>
<p>Je mehr Freiheit (zur eigenen Entfaltung, <b>von individuellen Interessen</b>, wovon den sonst?), je mehr &#8222;demokratisches Mit &#8230;&#8220; umso weniger Bewegung! Mir erscheint das einfach nur logisch!</p>
<p>Beste Grüße<br />
Vogel</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Fragezeichner</title>
		<link>http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/01/28/regierbarkeit-und-demokratie/comment-page-1/#comment-372</link>
		<dc:creator>Fragezeichner</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 13:07:42 +0000</pubDate>
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		<description>Bin gespannt!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bin gespannt!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg</title>
		<link>http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/01/28/regierbarkeit-und-demokratie/comment-page-1/#comment-371</link>
		<dc:creator>Jörg</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 12:39:33 +0000</pubDate>
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		<description>@Fragezeichner: Ich habe mich ein wenig mit den Volksabstimmungen in der Schweiz beschäftigt und werde meine Ergebnisse, sobald ich Zeit habe, zu einem gesonderten Artikel verarbeiten. Aber ich möchte schon mal sagen, dass ich meine pauschale Ablehnung relativieren werde. Danke für den Hinweis.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Fragezeichner: Ich habe mich ein wenig mit den Volksabstimmungen in der Schweiz beschäftigt und werde meine Ergebnisse, sobald ich Zeit habe, zu einem gesonderten Artikel verarbeiten. Aber ich möchte schon mal sagen, dass ich meine pauschale Ablehnung relativieren werde. Danke für den Hinweis.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg</title>
		<link>http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/01/28/regierbarkeit-und-demokratie/comment-page-1/#comment-370</link>
		<dc:creator>Jörg</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 11:39:12 +0000</pubDate>
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		<description>@Fragezeichner: Ich denke schon, dass die gesetzespolitischen Entscheidungen z.B. der Regierung Schröder längeren Bestand haben - dass sie aufgrund von Erfahrungen angepasst werden, ist ja nichts schlechtes, sondern eher ein Argument für das Funktionieren der parlamentarischen Demokratie.

@Roman: Danke für das Lob. Es ist richtig, ich habe die Frage nach der Lösung noch offen gelassen, ich bin auch noch weit davon entfernt.Ich werde aber weiter drüber nachdenken und meine Überlegungen hier öffentlich machen. Die Diskussionsbeiträge helfen da sehr.

@Michael: Danke für den Tipp. Habe mir das Buch sofort bestellt und bin sehr gespannt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Fragezeichner: Ich denke schon, dass die gesetzespolitischen Entscheidungen z.B. der Regierung Schröder längeren Bestand haben &#8211; dass sie aufgrund von Erfahrungen angepasst werden, ist ja nichts schlechtes, sondern eher ein Argument für das Funktionieren der parlamentarischen Demokratie.</p>
<p>@Roman: Danke für das Lob. Es ist richtig, ich habe die Frage nach der Lösung noch offen gelassen, ich bin auch noch weit davon entfernt.Ich werde aber weiter drüber nachdenken und meine Überlegungen hier öffentlich machen. Die Diskussionsbeiträge helfen da sehr.</p>
<p>@Michael: Danke für den Tipp. Habe mir das Buch sofort bestellt und bin sehr gespannt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael Kostic</title>
		<link>http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/01/28/regierbarkeit-und-demokratie/comment-page-1/#comment-369</link>
		<dc:creator>Michael Kostic</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 11:14:12 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo,

hat einer von euch das Buch „Die Demokratie verrät ihre Kinder“, von Thilo Bode gelesen?   Er stellt dort ein Modell vor, dass die klassische Demokratie wie wir sie kennen nachhaltig verbessern wird.

Der Staat/Die Verwaltung kümmert sich um das sog. „Allgemeinwohl“ und hoch spezialisierte Nichtregierungsorganisationen (dt. NRO / engl. NGO) ergänzen diese in wichtigen Teilgebieten. Sehr interessant.

Vor allem weil dieses Modell der arbeitsteiligen Gesellschaft am nächsten kommt.

Gruß</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>hat einer von euch das Buch „Die Demokratie verrät ihre Kinder“, von Thilo Bode gelesen?   Er stellt dort ein Modell vor, dass die klassische Demokratie wie wir sie kennen nachhaltig verbessern wird.</p>
<p>Der Staat/Die Verwaltung kümmert sich um das sog. „Allgemeinwohl“ und hoch spezialisierte Nichtregierungsorganisationen (dt. NRO / engl. NGO) ergänzen diese in wichtigen Teilgebieten. Sehr interessant.</p>
<p>Vor allem weil dieses Modell der arbeitsteiligen Gesellschaft am nächsten kommt.</p>
<p>Gruß</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: romanmoeller</title>
		<link>http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/01/28/regierbarkeit-und-demokratie/comment-page-1/#comment-368</link>
		<dc:creator>romanmoeller</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 09:38:14 +0000</pubDate>
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		<description>Du sprichst in deinem (wie immer hervorragenden!) Artikel ein sehr wichtiges Thema an. Die Frage die du allerdings offen lässt, ist wie das Problem zu lösen ist - das liegt vermutlich daran, das du das selbst auch nicht hundertprozentig sagen kannst, oder? Da ist auch wieder jeder anderer Meinung, womit wir auch schon wieder beim Thema sind.

Natürlich ist es mit einer Minderheit von Entscheidungsträgern (= weniger direkte Demokratie) oder in einer Diktatur leichter, klare politische Entscheidungen zu treffen - das sagt jedoch keineswegs, das dies auch die besseren Entscheidungen sind. Auf der anderen Seite müssen natürlich auch Volksentscheide nicht die bessere Entscheidung für das Land sein. So ein Volksentscheid ist auch nicht selten von Populismus und Stimmungsmache beeinflusst, außerdem fehlt es sicherlich zumindest einem Teil der Bürger an der notwendigen Weitsicht, um das jeweils zu lösende Problem umfassend zu beurteilen. Das können ja in einigen Fällen nichtmal die Politiker (und das war keine Politikerschelte, das ist einfach so).

Doch die Lösung kann auf keinen Fall sein, am Willen des Volkes vorbeizuregieren - das kommt ja dann schon fast einer Diktatur gleich. Ich bezeichne Deutschland mitunter gerne als Schein-Demokratie, weil wir irgendwo dazwischen stehen, da ja immer häufiger am Willen des Volkes vorbeiregiert wird.

Die mutige Lösung wäre einfach, die Mehrheitsmeinung des Volkes zu aktzeptieren. Damit eine Entscheidungsfindung leichter wird, müsste eine einfache Mehrheit anstelle einer absoluten Mehrheit zur Ergebnisfindung ausreichen. Das kann aber natürlich aufgrund der oben erwähnten Gesichtspunkte nach hinten losgehen. Eine gute Lösung wäre auch, den Bürgereinbfluß auf kommunaler und lokaler Ebene zu stärken und die globale Politik mehr den Parteien zu überlassen. Lokale Themen betreffen die Bürger eher persönlich - das wäre ein aktzeptabler Konsens aus meiner Sicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du sprichst in deinem (wie immer hervorragenden!) Artikel ein sehr wichtiges Thema an. Die Frage die du allerdings offen lässt, ist wie das Problem zu lösen ist &#8211; das liegt vermutlich daran, das du das selbst auch nicht hundertprozentig sagen kannst, oder? Da ist auch wieder jeder anderer Meinung, womit wir auch schon wieder beim Thema sind.</p>
<p>Natürlich ist es mit einer Minderheit von Entscheidungsträgern (= weniger direkte Demokratie) oder in einer Diktatur leichter, klare politische Entscheidungen zu treffen &#8211; das sagt jedoch keineswegs, das dies auch die besseren Entscheidungen sind. Auf der anderen Seite müssen natürlich auch Volksentscheide nicht die bessere Entscheidung für das Land sein. So ein Volksentscheid ist auch nicht selten von Populismus und Stimmungsmache beeinflusst, außerdem fehlt es sicherlich zumindest einem Teil der Bürger an der notwendigen Weitsicht, um das jeweils zu lösende Problem umfassend zu beurteilen. Das können ja in einigen Fällen nichtmal die Politiker (und das war keine Politikerschelte, das ist einfach so).</p>
<p>Doch die Lösung kann auf keinen Fall sein, am Willen des Volkes vorbeizuregieren &#8211; das kommt ja dann schon fast einer Diktatur gleich. Ich bezeichne Deutschland mitunter gerne als Schein-Demokratie, weil wir irgendwo dazwischen stehen, da ja immer häufiger am Willen des Volkes vorbeiregiert wird.</p>
<p>Die mutige Lösung wäre einfach, die Mehrheitsmeinung des Volkes zu aktzeptieren. Damit eine Entscheidungsfindung leichter wird, müsste eine einfache Mehrheit anstelle einer absoluten Mehrheit zur Ergebnisfindung ausreichen. Das kann aber natürlich aufgrund der oben erwähnten Gesichtspunkte nach hinten losgehen. Eine gute Lösung wäre auch, den Bürgereinbfluß auf kommunaler und lokaler Ebene zu stärken und die globale Politik mehr den Parteien zu überlassen. Lokale Themen betreffen die Bürger eher persönlich &#8211; das wäre ein aktzeptabler Konsens aus meiner Sicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Fragezeichner</title>
		<link>http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/01/28/regierbarkeit-und-demokratie/comment-page-1/#comment-367</link>
		<dc:creator>Fragezeichner</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 15:52:36 +0000</pubDate>
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		<description>Nun sind Volkentscheide in Deutschland ja auf Länder und Kommunen begrenzt und betreffen in der Regel keine weltbewegenden Themen. Ich kann mich aber in der Tat an keine grossen Entscheidungen oder gesetzespolitische Durchbrüche der letzten Jahre erinnern, die länger als 2 Jahre Bestand hatten, ob das jetzt Rentenreformen, Gesundsheitsreformen oder Steuerreformen waren. Das gilt aber auch für Länder wie Frankreich oder die U.S.A., die ja Präsidenten mit grossen Machtbefugnissen haben. In Frankreich blockiert dann halt die Strasse, was ihr nicht passt.

Ich könnte mir z.B. durchaus vorstellen, dass ein stringentes Gesundheitssystem eher umgesetzt werden könnte, wenn Experten einen klaren Entwurf (und auch gerne einen Gegenentwurf dazu) zum Volksentscheid vorliegen würden, als wenn sich drei Parteien unter Lobbyistenbeschuss darum bemühen, etwas zusammenzuwurschteln, das niemanden sein Gesicht verlieren lässt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun sind Volkentscheide in Deutschland ja auf Länder und Kommunen begrenzt und betreffen in der Regel keine weltbewegenden Themen. Ich kann mich aber in der Tat an keine grossen Entscheidungen oder gesetzespolitische Durchbrüche der letzten Jahre erinnern, die länger als 2 Jahre Bestand hatten, ob das jetzt Rentenreformen, Gesundsheitsreformen oder Steuerreformen waren. Das gilt aber auch für Länder wie Frankreich oder die U.S.A., die ja Präsidenten mit grossen Machtbefugnissen haben. In Frankreich blockiert dann halt die Strasse, was ihr nicht passt.</p>
<p>Ich könnte mir z.B. durchaus vorstellen, dass ein stringentes Gesundheitssystem eher umgesetzt werden könnte, wenn Experten einen klaren Entwurf (und auch gerne einen Gegenentwurf dazu) zum Volksentscheid vorliegen würden, als wenn sich drei Parteien unter Lobbyistenbeschuss darum bemühen, etwas zusammenzuwurschteln, das niemanden sein Gesicht verlieren lässt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg</title>
		<link>http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/01/28/regierbarkeit-und-demokratie/comment-page-1/#comment-365</link>
		<dc:creator>Jörg</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 15:27:12 +0000</pubDate>
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		<description>Die Erfolge der Schweiz haben nichts mit dem politischen System zu tun, sondern mit historischen Standortfaktoren und sehr undemokratischen Verhaltensweisen der dortigen Banken. Auch Dubai hat solche Erfolge, und Kuweit, aber das sind alles keine Demokratien.

Die empirische Belegbarkeit der mangelnden Effizienz direkter Demokratie ist nicht so schwer - es gibt ja Elemente direkter Demokratie auch in Deutschland. Gibt es einen einzigen Bürgerentscheid, der etwas Neues auf den Weg bringen wollte? Wie viele Bürgerentscheide aber wollten etwas verhindern? Und wievielen ist es gelungen.

Gab es irgendwo auf der Welt schon einen Volksentscheid, der eine große Sache auf den Weg gebracht hätte? Aber wie viele sind per Volksentscheid schon verhindert worden? Das mag ja im Einzelfall sogar gut gewesen sein, zeigt aber, dass direkte Demokratie nur zum Verhindern von Änderungen taugt, niemals zum initiieren von Neuem.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Erfolge der Schweiz haben nichts mit dem politischen System zu tun, sondern mit historischen Standortfaktoren und sehr undemokratischen Verhaltensweisen der dortigen Banken. Auch Dubai hat solche Erfolge, und Kuweit, aber das sind alles keine Demokratien.</p>
<p>Die empirische Belegbarkeit der mangelnden Effizienz direkter Demokratie ist nicht so schwer &#8211; es gibt ja Elemente direkter Demokratie auch in Deutschland. Gibt es einen einzigen Bürgerentscheid, der etwas Neues auf den Weg bringen wollte? Wie viele Bürgerentscheide aber wollten etwas verhindern? Und wievielen ist es gelungen.</p>
<p>Gab es irgendwo auf der Welt schon einen Volksentscheid, der eine große Sache auf den Weg gebracht hätte? Aber wie viele sind per Volksentscheid schon verhindert worden? Das mag ja im Einzelfall sogar gut gewesen sein, zeigt aber, dass direkte Demokratie nur zum Verhindern von Änderungen taugt, niemals zum initiieren von Neuem.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Fragezeichner</title>
		<link>http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/01/28/regierbarkeit-und-demokratie/comment-page-1/#comment-364</link>
		<dc:creator>Fragezeichner</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 15:18:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2008/01/28/regierbarkeit-und-demokratie/#comment-364</guid>
		<description>Mag sein, dass die Grösse der Schweiz eine direkte Demokratie vereinfacht. Aber der Erfolg der Schweiz ist ja trotzdem nicht wegzudiskutieren. Deren Problemchen sind für die meisten anderen europäischen Staaten Luxus. Und ob die Schweiz von der EU besonders profitieren würde, ist fraglich.
Wie auch immer, deine These, dass mehr direkte Elemente die politische Entscheidungsfindung erschweren und zu mehr Stillstand führen würde, lässt sich in Ermangelung direkter Demokratien empirisch leider weder belegen noch widerlegen. Dikaturen sind natürlich durchaus &quot;flexibler&quot;, aber nur durch massiven Zwang und Gewalt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mag sein, dass die Grösse der Schweiz eine direkte Demokratie vereinfacht. Aber der Erfolg der Schweiz ist ja trotzdem nicht wegzudiskutieren. Deren Problemchen sind für die meisten anderen europäischen Staaten Luxus. Und ob die Schweiz von der EU besonders profitieren würde, ist fraglich.<br />
Wie auch immer, deine These, dass mehr direkte Elemente die politische Entscheidungsfindung erschweren und zu mehr Stillstand führen würde, lässt sich in Ermangelung direkter Demokratien empirisch leider weder belegen noch widerlegen. Dikaturen sind natürlich durchaus &#8222;flexibler&#8220;, aber nur durch massiven Zwang und Gewalt.</p>
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