Jörg Friedrich


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Regierbarkeit und Demokratie

Januar 28, 2008 By: Jörg Category: Gesellschaft | 12 Comments →

Gesellschaften, in denen die Entscheidungsfindung tatsächlich und im Einzelfall vom Volke ausginge, wären erstarrt, gelähmt, statisch, unfähig, sich zu entwickeln. Das gilt jedoch nicht nur in der extremen Variante, sondern auch in der Tendenz: Je mehr Demokratie eine Gesellschaft im Alltag umsetzt, umso unbeweglicher ist sie, umso größer ist ihre Unfähigkeit, neues zu schaffen oder sich zu verändern.

Demokratie ist nur sinnvoll, wo sie mit Freiheit gepaart auftritt, und zwar mit jener „negativen Freiheit“, der Freiheit von Zwang, der Freiheit, eigene Interessen zu haben und zu verfolgen, der Freiheit, das eigene Gück zu suchen. Wo das real ist, werden kaum zwei Menschen die gleichen Ziele haben. Zwangsläufig schließt das Erreichen der Ziele des einen für den anderen das Erreichen seiner Ziele aus: Worauf sie sich einigen können, ist maximal die Erhaltung des Status Quo. Damit wird alles Neue, jede Veränderung verhindert.
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