Denken oder Nachdenken?
Bei StoiBär gibt es einen Test, bei dem man rauskriegen kann, ob man klüger ist als ein Vorschulkind.
Erst ansehen – dann hier weiterlesen.
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Stefan Niggemeier beendet seine Fördermitgliedschaft bei Greenpeace, wie es scheint, aus zwei Gründen. Beide sind interessant genug um über Aktionen zum Klimaschutz einmal genauer nachzudenken.
Greenpeace will, dass wir alle für 5 Minuten das Licht ausschalten, um ein Zeichen zu setzen. Um 20 Uhr, am 8. Dezember, wenn in Bali die internationale Klimaschutzkonferenz tagt, soll dies eine „eindringliche Mahnung, die national und international zu mehr Klimaschutz aufruft“ sein. Mit dabei sind der BUND, ProSieben, der WWF und natürlich die Bild-Zeitung, die die Aktion schon heute als „größte Klimaschutz-Aktion des Jahres“ feiert.
Nun ist Stefan Niggemeier ja grundsätzlich dagegen, irgendwie mit der Bild-Zeitung etwas gemeinsam zu machen.
Der 17jährige Schüler aus Köln, welcher der Vorbereitung eines Amoklaufs verdächtig war, hat sich unmittelbar nach der Vernehmung durch die Polizei umgebracht. In den Verlautbarungen, die seit dem im Rundfunk von Polizei und Schule zu hören sind, weisen diese jede Verantwortung von sich. Tenor: Dem Schüler war nicht anzumerken, dass eine akute Suizid-Gefahr besteht. Man habe genau nach den Vorschriften gehandelt, deshalb treffe weder die Polizei noch die Schulleitung Schuld an diesem Selbstmord.
Keiner hat einen Fehler gemacht? Der 17jährige ist tot, er brachte sich 15 min nach dem Gespräch mit den Beamten um. Da ist es schon sehr merkwürdig, jegliche Verantwortung von sich zu weisen, über die Frage, ob es vielleicht falsch war, den jungen Mann allein zu lassen, gar nicht nachzudenken.
Die Beamten können ruhig schlafen: Die Vorschriften wurden eingehalten. Aber ein junger Mensch ist tot.