Jörg Friedrich


Schulausfall wegen verhindertem Amoklauf

19. November 2007 Kategorie: Gesellschaft |

Die Lehrer des Gutenberg-Gymnasiums in Köln, an dem zwei Schüler für morgen ein Attentat geplant hatten, lassen heute erst einmal die Schule ausfallen. Sie müssen eine Konferenz machen. Wahrscheinlich werden sie auf der Konferenz beschließen, dass sie die Schüler in dieser Situation auf keinen Fall allein lassen dürfen. Und um sich im richtigen Umgang mit dieser Situation kundig zu machen, werden sie vielleicht gleich erstmal eine Fortbildung machen. Am besten drei Tage, ab morgen. Am Freitag machen sie dann noch eine Konferenz, um die richtige Umsetzung des gelernten in die Praxis zu besprechen.

Wahrscheinlich ist es mit dem Dienstrecht nicht vereinbar, sich in einer solchen Ausnahmesituation schon am Wochenende zu treffen. Sonst hätten die Lehrer das sicher getan. Sie hätten sich bestimmt am liebsten gestern schon zu dieser Konferenz getroffen, damit sie sich heute um die verstörten Schüler kümmer können, um dann im Laufe der Woche schnell wieder zum normalen Schulbetrieb überzugehen.

Wahrscheinlich hätten sie auch in so einer besonderen und nicht alltäglichen Situation gern in dieser Woche nachmittags und abends getagt, um zu besprechen, wie die Schüler mit dieser Erfahrung umgehen und entsprechend reagieren zu können. Geht aber sicher nicht. Leider, das lässt das Dienstrecht sicher nicht zu. Kann man nix machen.


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