Jörg Friedrich


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IWF-Studie: Wohlstand wächst fast überall auf der Welt

November 13, 2007 By: Joerg Category: Gesellschaft | No Comments →

Der Internationale Währungsfond hat eine Studie zum Einfluss der Globalisierung auf die Einkommensentwicklung auf der Welt veröffentlicht.

Die entscheidende und gute Nachricht: In den letzten 20 Jahren ist der Wohlstand fast überall auf der Welt und über alle Bevölkerungs- und Einkommensguppen hinweg kontinuierlich gewachsen, dabei lag das Einkommenswachstum im Jahrzehnt zwischen 1990 und 2000 im Durchschnitt bei 2-4 %

Betrachtet man die verschiedenen Einkommensgruppen, so wird das Bild äußerst vielschichtig und komplex. Es gibt Länder wie z.B. Frankreich, in denen das Einkommen der unteren Schichten prozentual stärker gewachsen ist als das der oberen Schichten, es gibt Länder wie China, in denen die ärmeren Bevölkerungsgruppen zwar auch einen Zuwachs von fast 4 % verzeichnen, die Reichen aben prozentual fast 10 % Einkommenszuwach haben, und es gibt letztlich alle Zwischenstufen.

Insgesamt hat der Wohlstand der Reicheren mehr zugenommen als der der Armen. Nicht richtig ist, was Globalisierungsgegner immer wieder behaupten, nämlich dass die Reichen immer reicher, die Armen aber immer ärmer werden. Das stimmt weder für die armen Länder, noch für Europa und die USA.

In der Studie versucht der IWF herauszufinden, welche Gründe für die ungleiche Einkommenszunahme es gibt. Zwei Aspekte werden gesehen:

Hochqualifizierte Menschen profitieren durch höheres Einkommen direkt von der Globalisierung, das gilt auch und vor allem in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Sie haben größere Einstellungschancen und mehr Möglichkeiten, sich eigenen Existenzen aufzubauen. Damit verbunden ist auch der zweite Aspekt.

Menschen, die bereits über finanzielle Mittel verfügen, haben es leichter, an den finanziellen Möglichkeiten der Globalisierung teilzuhaben. Sie können sich auf den globalen Finanzmärkten einfacher die Mittel für weitere Investitionen beschaffen.

Daraus leitet der IWF zwei Forderungen an die Politik ab:

Die Bildung und Ausbildung muss verbessert werden.

Der Zugang zu den globalen Finanzdienstleistungen aller Art muss erleichtert werden.

Franz Müntefering

November 13, 2007 By: Joerg Category: Gesellschaft | 3 Comments →

Er will nicht mehr. Nun wird sicher wieder über Gründe spekuliert. Dabei sind die ganz klar benannt: Seine Frau ist schwer krank, ist gerade vorige Woche wieder operiert worden.

Ich stelle mir das ungefähr so vor: Wieder mal, wie so oft, sitzt er in einer nächtlichen Koalitionsrunde, streitet und diskutiert über Worte, Formulierungen und Details. Wenig von dem, was er für richtig hält, bleibt am Schluss übrig, fast nichts.

Dann fährt er am frühen Morgen nach Hause, zu seiner schwer kranken Frau. In so einem Moment – stelle ich mir vor – stellt er sich die Frage, ob diese Nachtsitzung wirklich so wichtig war, dass er dafür nicht bei ihr gewesen ist. Ob es das wert ist. Ob es nicht besser ist, sich um einen ganz konkreten Menschen, den man liebt, der einem auch schon viel gegeben hat, zu kümmern, als um die vielen abstrakten Menschen, die es einem auch nicht danken, die einen sogar verachten für das was man da tut.

Dann sagt er sich, von einem Moment zum andern, nein, das kann nicht richtig sein.

Ich finde diese Entscheidung richtig, auch wenn mir Müntefering viel lieber war als viele andere. Münte, halt durch, habe ich letztens hier noch geschrieben. Hat er nicht – ich kann’s verstehen.

Ist Klimaschutz überhaupt möglich?

November 13, 2007 By: Joerg Category: Gesellschaft, Wirtschaft | No Comments →

In ihrem World Energy Outlook 2OO7 geht die OECD davon aus, dass der weltweite Primärenergieverbrauch gegenüber 2005 bis 2030 um 55% zunehmen wird. Von diesem Anstieg entfallen auf fossile Brennstoffe 84%.

45% dieses Anstiegs entfallen allein auf China und Indien, die übrigen Entwicklungsländer sind für 29%, die OECD-Länder für 20% und die Schwellenländer für 6% dieses Anstiegs verantwortlich. Während der Anteil des Primärenergieverbrauchs der Entwicklungsländer (einschließlich China und Indien) 2005 bei 41% lag, wird er 2030 bei über 50% liegen.

In den Entwicklungs- und Schwellenländern wird, so die Prognose des „World Energy Outlook“, der Einsatz erneuerbarer Energien bis 2030 kaum eine Rolle spielen, dort wird der Energieverbrauch durch fossile Brennstoffe und Kernenergie, teilweise auch durch Wasserkraft gedeckt werden.

Soweit die Fakten. Was sind die Konsequenzen?
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