Karl Popper und das Internet
In seinem sozialphilosophischen Hauptwerk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ bestreitet Popper grundsätzlich die Möglichkeit von Vorhersagen der gesellschaftlichen Entwicklung. Und doch scheint es, als ob er in eben diesem ca. 1940 geschriebenen Buch den Gegenbeweis antritt:
Eine offene Gesellschaft kann sich almählich in eine sogenannte „abstrakte Gesellschaft“ verwandeln, wie ich sie einmal nennen möchte. … Wir erklären es mit Hilfe einer Übertreibung: Man kann sich eine Gesellschaft vorstellen, in der sich die Menschen praktisch niemals von Angesicht zu Angesicht sehen, in der alle Geschäfte von isolierten Individuen ausgeführt werden, die sich durch maschinengeschriebene Briefe oder durch Telegramme verständigen…
(Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, 8. Auflage 2003, Seite 208
Die abstrakte Gesellschaft, die Popper hier beschreibt ist nichts anderes als die gegenwärtige Entwicklung des Internet zu Web 2.0.
Ein paar Tipps zum Thema (aus den letzten 60 min)
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… und natürlich Second Life
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am 20. Juni 2007 um 10:00
egal wohin sich die gesellschaft entwickelt und welche erwartungen an neue entwicklungen gestellt wird, fakt ist doch, dass die heutigen bedingungen völlig anders sind, als vor 15 jahren und nicht alles in einer platzenden seifenblase enden muss…